Wolfart-Klinik rüstet sich für die Zukunft

Die Wolfart-Klinik stellt sich neu auf. Im Zuge der Krankenhausreform kommt die Innere Medizin als neuer Schwerpunkt hinzu – mit Fokus auf Schmerztherapie. Die Synlab-Gruppe hat die Klinik bereits vor eineinhalb Jahren übernommen. Laut Geschäftsführung bleibt aber alles wie gehabt.

13. Februar 2025
  • Ökonomie


Die Wolfart-Klinik in Gräfelfing reagiert auf die bevorstehende Krankenhausreform und erweitert ihr Leistungsspektrum. Ab 2027 soll die Innere Medizin als neuer Bereich etabliert sein. Geschäftsführer Tilmann Götzner sieht darin eine strategische Weiterentwicklung. Der Fokus liegt auf der Schmerztherapie. Eine bauliche Erweiterung ist nicht nötig, ein Umbau jedoch geplant.

Die Klinik versorgt jährlich rund 9.000 Patienten und beschäftigt über 250 Mitarbeitende. Bisher setzte sie auf Endoprothetik, Gynäkologie und Chirurgie mit Adipositas-Zentrum. Die Reform erfordert nun eine stärkere Vernetzung mit der Inneren Medizin. Noch werden Patientinnen und Patienten über Kooperationen versorgt – das soll sich ändern.

Hinter den Kulissen hat sich bereits vor eineinhalb Jahren eine große Veränderung vollzogen: Die Wolfart-Familie verkaufte die Klinik an die Synlab-Gruppe. Öffentlich kommuniziert wurde dies kaum. Laut Götzner bleibt jedoch alles beim Alten – auch der Name, die Mitarbeitenden und die Führung. Synlab, als globaler Anbieter für Labordiagnostik, besitzt bereits eine kleine Klinik in Baden-Württemberg. Die Wolfart-Klinik ist allerdings eine ganz andere Größenordnung…

Die neuen Eigentümer lassen der Klinik viel Autonomie. Eine enge Verzahnung mit der Labordiagnostik von Synlab ist nicht geplant. Die anstehenden Veränderungen resultieren daher nicht aus der Übernahme, sondern aus den strukturellen Anforderungen der Krankenhausreform.

Quelle:

merkur.de


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