Würzburger und Züricher Forschungsteam erzielt Durchbruch beim Drug-Targeting
Winzige Gelatine-Mikroroboter transportieren Medikamente präzise zu Tumoren oder Blutgerinnseln und geben sie dort gezielt frei…
- Medizin
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der ETH Zürich hat magnetisch steuerbare Mikroroboter entwickelt, die Medikamente direkt an den Wirkort bringen können. Die weniger als zwei Millimeter großen Gelatine-Mikrokapseln werden mit Eisenoxidpartikeln beladen und können so durch Magnetfelder durch die Blutbahn navigiert werden. Sie transportieren Wirkstoffe wie Ciprofloxacin, Doxorubicin oder den Thrombolytikum rtPA gezielt zu Tumoren, Infektionsherden oder Blutgerinnseln. Die Freisetzung der Substanzen erfolgt kontrolliert, entweder langsam durch Diffusion oder schnell durch Erwärmung der Gelmatrix. Sichtbar sind die Mikroroboter im Röntgenbild dank Tantalpartikeln. Tests erfolgten im 3D-Modell und an Großtieren. Das Verfahren eröffnet neue Perspektiven für präzise und nebenwirkungsarme Therapien in der minimalinvasiven Medizin.
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