Zahl der Geburtskliniken in Sachsen-Anhalt seit 1991 halbiert
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der Geburtskliniken seit 1991 halbiert. Gleichzeitig sank die Geburtenzahl deutlich. Vor allem im ländlichen Raum erreichen viele Frauen eine Klinik nicht innerhalb von 15 Minuten…
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Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Entbindungskliniken in Sachsen-Anhalt deutlich gesunken. Gab es 1991 noch 36 Krankenhäuser mit Geburtshilfe, waren es 2024 nur noch 18 Einrichtungen. Parallel dazu sank die Zahl der Geburten von rund 19.500 auf etwa 12.500 pro Jahr. Dies entspricht einem Rückgang von 35,6 Prozent.
Ein ähnlicher Trend zeigt sich bundesweit, denn dort sank die Zahl der Geburtsstationen von 1.186 auf 578 Kliniken. Mit 18,4 Prozent fiel der Rückgang der Geburten im gesamten Bundesgebiet jedoch deutlich geringer aus. Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf die Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung aus. In Magdeburg und Halle erreichen 95,7 Prozent der Frauen eine Geburtsklinik innerhalb von 15 Minuten. Damit liegt dieser Anteil knapp über dem bundesweiten Durchschnitt von 95,1 Prozent. In Mittelstädten sinkt dieser Anteil deutlich auf einen Wert von 70,6 Prozent ab. Im bundesweiten Vergleich liegt die Erreichbarkeit in diesen Regionen bei 73,4 Prozent. Besonders eingeschränkt ist die Versorgung im ländlichen Raum. In kleineren Städten und Gemeinden erreichen nur 18,2 Prozent der Frauen eine Klinik innerhalb von 15 Minuten. Zum Vergleich liegt dieser Anteil im restlichen Bundesgebiet bei knapp 30 Prozent.
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