ZNA20++ zeigt nach dem ersten Projektjahr erste messbare Erfolge in den Notaufnahmen der München Klinik

Die München Klinik senkt die Abmeldequote ihrer vier Notaufnahmen bei der Rettungsleitstelle um rund 60 Prozent und halbiert die Verweildauer in Harlaching seit Start des Projekts ZNA20++…

15. Oktober 2026
  • Pflege
  • QM

Die München Klinik stellt die Notfallversorgung ihrer vier Notaufnahmen mit dem Projekt ZNA20++ neu auf. Nach dem ersten Projektjahr zeigen sich erste messbare Erfolge. Die vier Notfallzentren behandeln knapp 150.000 Menschen jährlich ambulant und stationär, das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt.

Die Gesamt-Abmeldequote der Notaufnahmen bei der Rettungsleitstelle sank um rund 60 Prozent. Dadurch ist die Notfallversorgung für Rettungsdienste deutlich besser verfügbar. In Bogenhausen, Schwabing, Harlaching und Neuperlach wurden einheitliche medizinische Standards eingeführt und ein Schulungskonzept etabliert. Zudem wird eine einheitliche Willkommenskultur mit schneller, standardisierter Ersteinschätzung etabliert.

Am Standort Harlaching ist das Wartezimmer nahezu durchgehend leer. In 80 Prozent der Fälle werden Notfallpatienten ohne Wartezeit versorgt, bei jährlich rund 40.000 Notfallpatienten am Standort. Nach Angaben der Klinik ist das in Bayerns Notaufnahmen bislang einzigartig.

Eine zentrale Holding Area entlastet die Notaufnahme und die Stationen bei Zu- und Abverlegungen. Patientenströme unterbrechen so die Abläufe im Notfallzentrum nicht regelmäßig. Speziell geschulte Pflegekräfte, die Flowmanager, sichern die Prozessabläufe vor Ort. Die Verweildauer bis zur Entlassung oder Verlegung wurde seit Projektstart halbiert und beträgt im Median 2,9 Stunden.

Im Neubau gelangen Schwerstverletzte vom Heli-Dachlandeplatz per Expressaufzug direkt in den Schockraum. Erwachsenen- und Kindernotaufnahme sind mit den angegliederten KV-Bereitschaftspraxen eng verzahnt. Eine telemedizinische Anbindung an niedergelassene Ärzt*innen ist perspektivisch geplant.

ZNA20++ wird seit Juni 2025 schrittweise umgesetzt und ist auf drei Jahre angelegt. Das Konzept wurde bereits in Cottbus erfolgreich umgesetzt. Ziel sind möglichst null Minuten Wartezeit, eine durchschnittliche Verweildauer unter 3 Stunden und möglichst keine Abmeldungen von der Rettungsleitstelle.

Quelle:
muenchen-klinik.de

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