Zürich will Spitäler und Pflegeheime mit sechs KI-Projekten aufrüsten

Zürich plant den KI-Ausbau in Spitälern und Pflegeheimen mit sechs konkreten Projekten, obwohl bisher kaum KI-Systeme im Einsatz sind…

2. Oktober 2026
  • Data und KI
  • Digitale Klinik

Das Stadtspital Zürich setzt bisher nur wenige KI-gestützte Lösungen ein, ausschließlich in assistierender Funktion. Fachpersonal prüft und verantwortet alle Ergebnisse. In den städtischen Alters- und Pflegezentren sind Stand September 2026 keine produktiven KI-Systeme im Kernbetrieb aktiv. Vereinzelt werden ZüriA, Microsoft Copilot und ChatGPT für Textarbeit genutzt.

Der Stadtrat reagierte mit diesen Angaben auf eine Anfrage aus SP und Grünen im Gemeinderat. Die Parlamentarier hatten unter anderem gefragt, ob ausgeschlossen werden könne, dass sensible Gesundheitsdaten in kommerzielle Modelle ausländischer Anbieter einfließen.

Trotz des zurückhaltenden Status quo sieht der Stadtrat den KI-Einsatz als medizinische, prozessuale und wirtschaftliche Notwendigkeit. Konkret werden Dragon Copilot und KISIM AI für automatisierte Dokumentation sowie Cody für die medizinische Codierung evaluiert. In Prüfung sind außerdem das Projekt Digital Eye Clinic der Augenklinik und eine Ausschreibung zur KI-gestützten Sturzprävention mit Bewegungsanalyse.

Für die Alters- und Pflegezentren stehen zwei Projekte an: Ein sozialer Roboter der Münchner Firma Navel Robotics soll demnächst in den Pilotbetrieb gehen. Zudem wird mit Nexus Schweiz eine KI-gestützte Dienstplanung in einer frühen Phase abgeklärt.

Quelle:
medinside.ch

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.