Zukunft Klinik: KI als Werkzeug, Mensch als Maßstab
Junge Ärzt:innen sehen in Künstlicher Intelligenz kein Risiko, sondern eine Entlastung. Sie fordern gezielte Weiterbildung, klare Regeln und digitale Infrastruktur – damit KI nicht ersetzt, sondern unterstützt. Denn das Ohr gehört weiter an den Körper der Patient:innen.
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Auf dem Dialogforum vor dem 129. Deutschen Ärztetag in Leipzig zeigte sich der ärztliche Nachwuchs offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Klinikalltag. Junge Ärzt:innen sehen in KI eine Chance zur Reduktion der Arbeitslast, insbesondere bei Dokumentation und Routineaufgaben. Sie fordern eine systematische Verankerung von KI-Kompetenzen in Studium und Weiterbildung. Ärztekammern sollen dabei als Gestalter:innen auftreten, um Werte wie Empathie und Verantwortung zu sichern. Gleichzeitig wird betont, dass die ärztliche Entscheidungshoheit nicht delegierbar ist. Für den sinnvollen Einsatz von KI braucht es transparente Datenstandards und faire Datenquellen. Mehrere Praxisbeispiele – von Arztbriefgenerierung über Risikoprädiktion bis hin zu KI-gestützter Leitlinienvermittlung – zeigen das Potenzial. Kritik gibt es jedoch an unzureichender Infrastruktur und mangelndem Datenschutz. Die Forderung: KI muss aus der Versorgung heraus gestaltet werden, nicht durch fremde Konzerne.
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