Zukunftspakt Pflege: Deckelung der Eigenanteile treibt Kosten bis 2040

Neue Reformvorschläge zur Pflegeversicherung könnten bis 2040 Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe auslösen. PKV und Grüne bewerten die Folgen sehr unterschiedlich…

19. Februar 2026
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Der Verband der Privaten Krankenversicherung kritisiert die Vorschläge der Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ deutlich. Diese Arbeitsgruppe möchte die gesetzliche Pflegeversicherung reformieren.

Der Verband hat berechnet, dass durch diese Pläne bis zum Jahr 2040 hohe Zusatzkosten entstehen. Das wären mindestens 101,9 Milliarden Euro. Diese Kosten fallen an, wenn Menschen in Pflegeheimen monatlich 1.200 Euro selbst bezahlen müssen. Auch eine Anpassung der Leistungen an die Inflation würde die Kosten erhöhen.

Sinkt der Pflegedeckel auf 1.000 Euro, steigt die prognostizierte Generationenlast auf 137,6 Milliarden Euro. Werden ambulante Leistungen zusätzlich an die Lohnentwicklung gekoppelt, summieren sich die Mehrkosten laut PKV auf 182,4 Milliarden Euro bis 2040.

Der Verband warnt vor steigenden Beiträgen und einer wachsenden Belastung jüngerer Generationen. Die Grünen im Bundestag halten einen Eigenanteil von 1.000 Euro mit lohnorientierter Dynamisierung dagegen für finanzierbar. Sie rechnen für 2030 mit einem Mehrbedarf von rund 0,25 Beitragssatzpunkten.

Quelle:
aerzteblatt.de

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