Zusatzkosten für Leistungsgruppen-Antrag treiben Verluste im Weilheimer Krankenhaus in die Höhe

Die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH hat 2025 ein Defizit erwirtschaftet, das die geplanten rund 12 Millionen Euro um bis zu 2 Millionen Euro übersteigt; verursacht vor allem durch Zusatzinvestitionen am Standort Weilheim…

22. Juni 2026
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Die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutlich höheres Defizit erwirtschaftet als geplant. Statt der kalkulierten rund 12 Millionen Euro liegt der Zuschussbedarf nach Angaben mehrerer Quellen um bis zu 2 Millionen Euro höher. Die endgültige Zahl steht noch aus, weil die Wirtschaftsprüfung für 2025 noch nicht abgeschlossen ist.

Das zusätzliche Defizit entstand laut Heimatzeitung vor allem am Standort Weilheim. Dort wurden zusätzliche Investitionen notwendig, um die Anforderungen für die Beantragung der Leistungsgruppen zu erfüllen, die die Grundlage für den künftigen Krankenhausbetrieb bilden sollen. Geschäftsführer Claus Rauschmeier erklärte, die GmbH sei dabei gut aufgestellt und erfülle die gestellten Auflagen.

Der neue Aufsichtsrat tagte erstmals in neuer Zusammensetzung. Landrat Johann Bertl wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, Kreisrat Manuel Neulinger zu seinem Stellvertreter. Die Geschäftsführung informierte das Gremium über aktuelle Kennzahlen, Belegungs- und Leistungsdaten sowie den Stand des Regionalgutachtens im Rahmen der bayerischen Klinikstrukturreform. An dem Gutachten sind die Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau beteiligt.

Bertl schließt eine weitere Kapitalerhöhung aus und strebt nach eigenen Angaben kreative Lösungen an, die auch einen Beitrag der GmbH selbst einschließen sollen. Für 2026 deutet sich eine Stabilisierung der Finanzlage an. Eine zusätzliche Belastung droht jedoch durch das geplante Beitragsstabilisierungsgesetz von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, das bundesweit rund 8,5 Milliarden Euro bei Krankenhäusern einsparen soll. Das Gesetz hat Bundestag und Bundesrat noch nicht passiert.

Quelle:
merkur.de

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