Zwischen Krise und Kompetenz: Pflege braucht politische Rückendeckung

Der DAK-Pflegereport 2025 zeigt ein System unter Druck: Finanznot, Reformstau und Versorgungsängste prägen das Bild. Doch dort, wo Pflege konkret erlebt wird, hellt sich die Stimmung auf. Beratung wirkt – wird aber zu selten genutzt. Jetzt ist politischer Mut gefragt.

5. Juni 2025
  • Pflege
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Der DAK-Pflegereport 2025 legt die strukturelle Schieflage der gesetzlichen Pflegeversicherung offen. Steigende Ausgaben bei stagnierender Einnahmenseite treiben das System zunehmend ins Defizit. Bereits 2024 schloss die Pflegeversicherung mit einem Minus von 1,54 Milliarden Euro, für 2026 wird ein Fehlbetrag von 3,5 Milliarden erwartet. Die Mehrheit der Befragten rechnet mit steigenden Eigenanteilen und sinkender Leistungsqualität. 77 Prozent fordern eine grundlegende Reform des Systems. Zugleich zeigt der Report: Wer direkte Pflegeerfahrung hat, bewertet die Versorgungslage signifikant positiver. Auch Pflegeberatung wird von Nutzer:innen als hilfreich wahrgenommen, ist jedoch nur wenig bekannt. Die Studienautor:innen fordern daher eine gezielte Stärkung regionaler Netzwerke und eine differenzierte, kommunal orientierte Pflegereform. Politik und Kassen stehen vor der Herausforderung, Vertrauen zurückzugewinnen und die Pflege nachhaltig abzusichern.

Quelle:

rechtsdepesche.de


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