Wie Sachsen-Anhalt seine Krankenhauslandschaft neu ordnet
Kleine Kliniken stehen unter massivem Druck. Experten mahnen Reformtempo und gezielte Investitionen an…
- Politik
- Ökonomie
In Sachsen-Anhalt stehen zahlreiche Krankenhäuser vor existenziellen Herausforderungen. Nach Angaben von Professor Ralf Lottmann hat sich die Zahl der Kliniken und Betten deutlich verringert. Kleine Häuser kämpfen mit sinkenden Fallzahlen, Fachkräftemangel und steigenden Kosten. Während große Kliniken komplexe Leistungen bündeln, sichern kleinere zunehmend die Basis- und Notfallversorgung. Lottmann hält weitere Schließungen für möglich, sollte keine gezielte Nutzung des Transformationsfonds erfolgen. Die Landesregierung verweist auf Telemedizin und regionale Kooperationen zur Sicherung der Versorgung. Fachleute wie TK-Landeschefin Steffi Suchant fordern eine sektorübergreifende Planung und ein „Zielbild 2035“, das ambulante und stationäre Strukturen besser verzahnt. Besonders in ländlichen Regionen drohen Versorgungslücken, wenn private Träger sich aus der Grundversorgung zurückziehen. Eine stabile Krankenhausstruktur erfordert daher verbindliche Kooperationen, klare Zuständigkeiten und nachhaltige Finanzierung.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.