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MDK

Michael Thieme

Keine Frage bleibt offen. In dieser Rubrik werden alle Nachrichten von und über die Rechnungsprüfung der Krankenhäuser in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und dem MDK gesammelt. Unsere jährliche deutschlandweite Befragung zu den Ergebnissen der Krankenhausrechnungsprüfung findet ebenso große Resonanz wir unser MDK-Risikotool. Hauptschwerpunkt ist und bleibt die Auswirkung der beständigen Ausweitung und Änderung im Bereich der ICD, OPS und G-DRG. Daneben sind aber noch weitere Themen wie: Gesetze und Richtlinien, SG-Urteile und CCL-Nebendiagnosen zu finden. 

  • RA Mohr informiert zu neuen Urteilen

    28. Januar 2014
    • Leistungen zur Durchführung von Lungenvolumenreduktionen durch Einsatz von Ventilen und Coils gehören zum Gebiet Innere Medizin – die Ausweisung eines Gebietes Thoraxchirurgie bedarf es hierfür nicht - Beschluss der Schiedsstelle KHG Rheinland vom 18.11.2013, Verf.-Nr.: 2/2013
    • Die Überschreitung der oberen Grenzverweildauer begründet eine Auffälligkeit im Sinne des § 275 Abs. 1 Nr. 1 SGB V - Urteil des BSG vom 17.12.2013, Az.: B 1 KR 52/12 R
    • Die Entwöhnungszeiten werden bei der Berechnung der Beatmungsdauer eines Patienten hinzugezählt (DKR 2007) - Urteil des Hessischen Landessozialgerichts vom 05.12.2013, Az.: L 1 KR 300/11
    • Ab dem Jahr 2009 sind die Mehrkosten der Praxisanleitung im Rahmen des Ausbildungsbudgets gem. § 17 a Abs. 1 Satz 1 KHG zu finanzieren - Beschluss des OVG Rheinland-Pfalz vom 03.12.2013, Az.: 7 A 10799/13.OVG
    • Bleiben bei der Krankenkasse nach Übersendung des Kurzberichtes noch medizinische Zweifel, ist sie verpflichtet, das Prüfverfahren nach § 275 Abs. 1 Nr. 1 SGB V einzuleiten - Gerichtsbescheid des SG für das Saarland vom 09.12.2013, Az.: S 23 KR 757/13 – nicht rechtskräftig
    • Die Aufrechnung einer Krankenkasse mit einer anderen Forderung des Krankenhauses löst eine neue Verjährungsfrist von 4 Jahren aus - Gerichtsbescheid des SG für das Saarland vom 18.11.2013

    Link: hier


    Quelle: RA Mohr
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  • MIW

    BSG: Arztanwesenheit auf Intensivstation unabdingbar

    15. Januar 2014
    Das BSG spricht im Rahmen der intensivmedizinischen Komplexbehandlung von einer Anwesenheitspflicht für Ärzte (Az.: B 3 KR 25/12 R) ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Excel-Tool zur Berechnung des Rückstellungsbetrags zum MDK-Risiko für den Krankenhaus Jahresabschluss 2013

    6. Januar 2014

    Mit Hilfe des Tools können Sie auf der Grundlage der abgeschlossenen MDK-Einzelfallprüfungen nach §275 SBG V Ihr Gesamtrisko und den ggf. notwendigen Rückstellungsbetrag für das Jahr 2013 berechnen.

    Tool zur Beurteilung des finanziellen (Rest-)Risikos für MDK-Einzelfallprüfungen 2013

    Download: hier

    Quelle: medinfoweb.de
  • MIW

    Nachstationäre Behandlung nach § 115a

    19. Dezember 2013
    Die nachstationäre Behandlung nach § 115a Abs. 1 SGB V ist nur dann abrechnungsfähig, wenn sie im Anschluss an eine notwendige Krankenhausbehandlung erforderlich ist ... [gelesen: hier] ... als PDF
     
    Urteil des BSG vom 17.09.2013, Az.: B 1 KR 51/12 R

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • Verjährung zum 31. Dezember 2013

    13. Dezember 2013
    Zum Jahresende 2013 verjähren die im Laufe des Jahres 2009 fällig gewordenen, aber noch nicht bezahlten Krankenhausforderungen gegenüber den Krankenkassen.

    Dieses Jahr stellt sich das besondere Problem, wie mit Fällen umzugehen ist, bei denen nach neuer Rechtslage gem. § 17c Abs. 4b Satz 3 KHG vor Klageerhebung der neue Schlichtungsausschuss gem. § 17 c Abs. 4 KHG anzurufen ist. Dies betrifft Fälle mit einer strittigen Forderung bis zu 2.000 EUR, bei denen ein MDK-Prüfverfahren gem. § 275 Abs. 1 c SGB V durchgeführt wurde. ... [gelesen: hier]

    Quelle: SEUFERT RECHTSANWÄLTE
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  • MIW

    Fallzusammenführung - Streng nach Wortlaut

    6. Dezember 2013
    Die Regelung des § 2 Abs. 2 Satz 1 FPV 2006 über die Fallzusammenführung bei Wiederaufnahme des Patienten innerhalb von 30 Kalendertagen ist streng nach seinem Wortlaut auszulegen
     ... Urteil des BSG vom 28.11.2013, Az.: B 3 KR 33/12 R ... [gelesen: hier] (PDF)

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Aufwandspauschale

    6. Dezember 2013
    Die Abrechnung einer Aufwandspauschale nach § 275 Abs. 1c Satz 3 SGB V scheidet – bei Vorliegen aller tatbestandlichen Voraussetzungen – nur dann aus, wenn unstreitig eine fehlerhafte Abrechnung vorliegt und dadurch die Krankenkasse zur Einleitung des
    Prüfverfahrens veranlasst wurde ... Urteil des BSG vom 28.11.2013, Az.: B 3 KR 4/13 R ... [gelesen: hier] (PDF)

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Fallzusammenführung - Zwei Aufwandspauschalen

    6. Dezember 2013
    Unabhängig von der Frage einer Fallzusammenführung löst die Prüfung von zwei Krankenhausbehandlungen unter bestimmten Voraussetzungen zwei Aufwandspauschalen nach § 275 Abs. 1c Satz 3 SGB V aus ... Urteil des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts vom 07.02.2013, L 5 KR 117/11 ... [gelesen: hier] (PDF)

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    BSG: Nebenwirkung einer Chemotherapie kann eine Fallzusammenführung rechtfertigen

    27. November 2013
    Die Nebenwirkung einer Chemotherapie kann eine Fallzusammenführung nach § 8 Abs. 5 Satz 1 KHEntgG rechtfertigen (im Jahr 2007) ... Urteil des BSG vom 18.07.2013, Az.: B 3 KR 6/12 ... [gelesen: hier und als PDF]

    Fachanwalt für MedizinRecht - Rechtsanwalt Friedrich W. Mohr
    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Bundessozialgericht: Nachstationäre Behandlung in Fallpauschale inkludiert

    22. November 2013
    Klinikärzte, die zur ambulanten Versorgung ermächtigt sind, können nachstationäre Behandlungen nicht extra abrechnen, so das jüngste Urteil des Bundessozialgerichts (BSG). ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    BSG: Auch 19 Stunden können vollstationärer Krankenhausbehandlung entsprechen

    21. November 2013
    Urteil des BSG vom 19.09.2013, Az.: B 3 KR 34/12 R

    Das BSG hat sich erneut mit der Frage befasst, ob eine vollstationäre Behandlung auch bei einer kurzzeitigen Krankenhausbehandlung angenommen werden kann. Vorliegend hat das BSG dies bejaht ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Arztbrief: Kommunikation im Wandel der Zeit

    15. November 2013
    Der Arztbrief als wichtiges Kommunikationsmittel wird in seiner Bedeutung für die Patientenversorgung in Forschung und Lehre nicht adäquat widergespiegelt ... [gelesen: hier] ... KomentarDRG-Orientierung ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Bundessozialgericht: Stationäre Abrechnung bei Tagesfällen

    30. Oktober 2013
    Krankenkassen dürfen bei einem Aufenthalt von unter 24 Stunden nicht pauschal von einer ambulanten Therapie ausgehen - Bundessozialgericht (BSG) - 19. September 2013 (Az. B 3 KR 34/12 R) ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    RA Mohr: Abrechnungsprüfung gemäß § 275 Abs. 1 Nr. 1, 2. Alt. SGB V ist nur bei festgestellten Auffälligkeiten zulässig

    23. Oktober 2013
    Eine Abrechnungsprüfung gemäß § 275 Abs. 1 Nr. 1, 2. Alt. SGB V ist nur bei festgestellten Auffälligkeiten zulässig – ein Rechtsmissbrauch der Krankenkasse liegt nur vor, wenn es eine Vielzahl von Abrechnungsfällen betrifft - Urteil des BSG vom 16.05.2013, Az.: B 3 KR 32/12 R ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • Blickpunkt Klinik: Krankenhausrechnungsprüfung

    22. Oktober 2013

    Streitigkeiten um fehlerhafte Krankenhausrechnungen landen nicht selten vor Gericht. Der Gesetzgeber will es nun nicht mehr soweit kommen lassen. Neu zu etablierende Schlichtungsausschüsse auf Landesebene sollen schon im Vorfeld Konflikte zwischen Kassen und Kliniken entschärfen. Ob sich diese gesetzliche Regelung ohne Weiteres in die Praxis umsetzen lässt, zeigt der aktuelle "Blickpunkt Klinik". Der Newsletter erläutert zudem, warum die Abrechnungsprüfung im Krankenhaus gerechtfertigt und notwendig ist. Zur aktuellen Ausgabe: hier

    Die im "Blickpunkt-Klinik" nur angerissen erwähnten Ergebnisse der

    Frühjahrsumfrage 2013 - MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Bestandsaufnahme 2012 - Trend 2013

    finden Sie: hier


    Quelle: blickpunkt-klinik.de
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  • MIW

    MDK: Geschäftsführer Zieres fristlos gekündigt

    17. Oktober 2013
    In einer Sondersitzung entschied der Verwaltungsrat mehrheitlich dem langjährige Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) Rheinland-Pfalz das Vertrauen zu entziehen ... [gelesen: hier und hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    MDK Rheinland-Pfalz: Spekulationen um möglichen Chef-Nachfolger

    15. Oktober 2013
    Hinter fest verschlossenen Türen wurden gestern die Machtverhältnisse im Verwaltungsrat austariert und über einen möglichen Nachfolger des Geschäftsführers Gundo Zieres spekuliert ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Rheinland-Pfalz: Bezüge des MDK-Chef erneut in der Kritik

    10. Oktober 2013
    In einem internen Prüfbericht werden die Altersbezüge und das Gehalt des MDK-Chefs als deutlich zu hoch eingestuft und der Verdacht auf Untreue und Vorteilsnahme gegenüber früheren Mitgliedern des Verwaltungsrats geäußert ... [gelesen: hier und hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Ergebnisse - Frühjahrsumfrage 2013 - Krankenhausrechnungsprüfung

    30. September 2013
    Frühjahrsumfrage 2013
    MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Bestandsaufnahme 2012 - Trend 2013

    Nachdem die Teilnehmer unserer 7. Frühjahrsumfrage die sehr umfangreichen Detailergebnisse analysieren und diskutieren konnten, möchten wir nun auch der breiten Öffentlichkeit eine Zusammenfassung der Ergebnisse nicht weiter vorenthalten.

    Teilnehmer

    An der Umfrage 2013 haben sich 285 Kliniken aus 14 Bundesländern beteiligt. Die teilnehmenden Kliniken repräsentieren rund 93.200 Betten und 3,96 Millionen stationäre Patienten.

    Prüfquoten

    Die mittlere Prüfquote für Einzelfallprüfungen nach § 275 SBG V im Jahr 2012 beträgt 12,0% und liegt damit um -0,4% unter der Quote unserer Vorjahresumfrage. 13 Häuser melden eine Prüfquote bis 4,9 Prozent, 58 Kliniken bewegen sich in einem Prüfkorridor von 5,0 bis 9,9 Prozent, 160 Krankenhäuser  melden 10,0 bis 14,9 Prozent, 35 Kliniken liegen gar zwischen 15,0 und 19,9 Prozent und 19 Häuser über 20 Prozent. Kliniken in privater Trägerschaft melden mit 13,1 Prozent ein etwas höheres Prüfaufkommen als die Krankenhäuser in anderen Trägerschaften. Wie in unseren vorherigen Untersuchungen nimmt die Prüfquote mit der Spezialisierung und dem Versorgungsgrad der Krankenhäuser zu. Kliniken die zur Primärcodierung überwiegend Kodierfachkräfte einsetzen liegen 1,5% unter der Prüfquote von Häusern mit überwiegend ärztlicher Primärcodierung. Ebenso melden Kliniken mit überwiegend Inhouse-Prüfungsverfahren eine um 1,3% höhere Prüfquote gegenüber denen mit schriftlichem Prüfungsverfahren.

    In allen Bundesländern finden neben und/oder anstatt des vom Gesetzgeber vorgesehenen MDK-Prüfungsverfahrens zunehmend (+12%) "direkte Fallbesprechungen" mit den Kostenträgern statt. 36% der teilnehmenden Krankenhäuser bestätigen mittlerweile dieses Verfahren mit einer durchschnittlichen Prüfquote von 19% der stationären Fälle (Median: 8,5%).

    Damit liegt die nach Fallzahlen gewichtete Gesamtprüfungsquote für Krankenhausrechnungen im Jahr 2012 bei 21,0 Prozent.

    Vier teilnehmende Krankenhäuser mussten sich im Jahr 2012 einer so genannten 17c Prüfung unterziehen.

    Für das aktuelle Jahr 2013 stellen die Kliniken ein gleichbleibendes Prüfverhalten der Kostenträger fest (MW: +0,7%, Median: 0,0%).

    Hinsichtlich der Prüfquoten der einzelnen Kostenträger ergibt sich eine Spannweite von 7,7% für die PKV bis 16,6% für die Knappschaft. Im oberen Mittelfeld platzieren sich ebenfalls die AOK (15,7%), die Barmer GEK (14,7%), die KKH (13,6%) und die DAK (13,1%).

    Prüfgründe

    Die Verpflichtung mit jeder MDK-Prüfungsanzeige einen konkreten Prüfgrund zu benennen erfüllen im Mittel 73% der Prüfanfragen.

    Unangefochtener Spitzenreiter bei den Prüfgründen bleibt die Verweildauer. Die Kliniken geben als Top-Prüfgründe der Kostenträger die primäre Fehlbelegungsprüfung in Kombination mit Bezug auf die untere Verweildauer (MW: 43,18%) sowie die sekundäre Fehlbelegungsprüfung in Bezug auf die obere Verweildauer (MW: 19,3%) an. Dann folgen die Hauptdiagnosen-Kodierung (MW: 17,7%) und die korrekte Kodierung von Nebendiagnosen (MW: 15,7%).

    Bei der Überprüfung der primären und sekundären Verweildauer zeigen sich aus Sicht der Kostenträger auch weiterhin beste Erfolgsquoten: 43% für Prüfungen in Bezug auf G-AEP und untere Grenzverweildauer und 27,2% in Bezug auf die obere Grenzverweildauer. Rund 16% der Prüfung auf korrekte Kodierung der Haupt- und Nebendiagnosen gehen ebenfalls zu Gunsten der Kassen aus.

    MDK-Management

    67,8% der Krankenhausrechnungsprüfungen war zum Umfragezeitpunkt bereits abgeschlossen und 32,2% weiterhin in Bearbeitung. Die Bearbeitungsquote entspricht damit den Vorjahreswerten. Kaum Unterschiede waren hinsichtlich der Klinikträgerschaft und des Versorgungsgrad es festzustellen. Dagegen konnten wie im Vorjahr mittels MDK-Inhouse-Prüfungsverfahren deutlich mehr Fälle abgearbeitet werden (80%) als im schriftlichen Prüfungsverfahren (64%).

    Für die MDK-Fälle des Jahres 2011 meldeten die Kliniken noch 13,5% offene Prüfungen, für das Jahr 2010 noch 10,7% und für 2009 noch gut 4% nicht abgeschlossenen Fälle.

    Der Einsatz von Kodierfachkräften zur Primärkodierung erfolgt insbesondere in Kliniken höherer Versorgungsstufen zunehmend häufiger. Ihr Anteil beträgt im Mittel nun bereits 80%. Dagegen stagniert der prozentuale Anteil von MDK-Inhouse-Prüfung bei rund 34%.

    Die mittlere Dauer zwischen Rechnungslegung und dem Vorliegen eines 1. MDK-Gutachtens wurde von den Kliniken mit 140 Tagen (Median: 131, Min: 14, Max: 500) angegeben. Diesem 1. MDK-Gutachten wird im Mittel zu 23% mit einer Erfolgsquote von 45% widersprochen. Einem 2. MDK-Gutachten wird in 11% der Fälle mit einem Erfolg von 23% widersprochen.

    Der mit der MDK-Prüfung entstehende Zeitaufwand im Krankenhaus ist im Mittel auf 66 Minuten pro Fall (Median:60, Min: 10, Max:180) angestiegen.

    Die Aufwandspauschale bei abgeschlossenen MDK-Prüfungen „ohne Erlösminderung“ wird nur noch bei 78 Prozent der Fälle seitens der Kostenträger gezahlt (-5% gegenüber dem Vorjahr).

    Erfolgsquoten

    Von den bereits abgeschlossenen MDK-Prüfungen der teilnehmenden Kliniken erzielten die Kostenträger im Prüfungsjahr 2012 im Mittel bei 41,5% eine Erlösminderung. Das entspricht 2,1 Prozent mehr als in unserer Umfrage 2012. Frei-gemeinnützige Häuser (42,7%) müssen dabei nach unserer Analyse mehr Fälle abtreten als Häuser in Privater (40,8%) oder Öffentlich-Rechtlicher Trägerschaft (40,0%). Fachkrankenhäuser verlieren, wie im Vorjahr, 11,8% weniger Fälle als Maximal-Versorger. Bei überwiegend primärer Inhouse-Prüfung gehen mit 45,6% ebenfalls mehr Fälle verloren als im schriftlichem Prüfungsverfahren (40,5%).

    Die Krankenhäuser verlieren im nach Fallzahl gewichteten Mittel 0,185 Bewertungsrelationen, respektive 498 Euro pro abgeschlossenen MDK-Prüfungsfall (berechnet auf die Bezugsgröße des InEK für den Fallpauschalenkatalog 2012 in Höhe von 2.687,16 €). Es zeigen sich Unterschiede bei der Trägerschaft (Privat > Frei-gemein > Öffentlich), beim Versorgungsgrad (Fach- > Maximal- > Schwerpunkt-, Grund-Regel-Versorger) sowie beim Kodier- und MDK-Management (Ärzte > Kodierfachkräfte und Schriftlich > Inhouse).

    Der Erlösverlust pro stationären Fall beträgt zum Zeitpunkt der Umfrage für das Betrachtungsjahr Jahr 2012 im Mittel 46,23 Euro (berechnet auf die Bezugsgröße des InEK für den Fallpauschalenkatalog 2011 in Höhe von 2. 687,16 €).

    Der mittlere Streitwert je MDK-Prüfungsfall ist gegenüber dem Vorjahr auf  0,482 Bewertungsrelationen (respektive 1.295,21 € bei Zugrundelegung des InEK-Bezugswertes von 2.687,16 €) abgesunken.

    Sozialgerichtsverfahren

    Erneut wurden lediglich 0,8% der MDK-Prüfungen an das Sozialgericht übergeben. Am klagefreudigsten zeigten sich Maximalversorger und Fachkrankenhäuser (1,2%).
    Dagegen geben die Kliniken im Mittel erneut ein „Sozialgerichts-Potential“, von 7,9% an. Gemeint sind damit Prüffälle "mit einer Erlösminderung" die trotz vermeintlich guter Chancen wegen des zu erwartenden finanziellen und personellen Aufwands nicht einer sozialgerichtlichen Klärung zugeführt wurden.

    Zusammenfassung

    Legt man, mangels anderer Daten, die Ergebnisse unserer nicht repräsentativen Umfrage für eine Hochrechnung auf die bundesweite Krankenhausrechnungsprüfung zugrunde, so ergeben sich folgende Daten:

    Von den rund 18,6 Millionen stationär behandelten Patienten wurden seitens der Krankenkassen nach eingehender EDV gestützter Vor-Prüfung rund 3,91 Millionen Krankenhausrechnungen (21%) als auffällig eingestuft und einer Rechnungsprüfung über den MDK oder im direkten Verfahren unterzogen. Davon sind 2,65 Mio. Prüfungen bereits abgeschlossen und 1,26 Mio. Verfahren weiter in Bearbeitung.

    Von den abgeschlossenen Verfahren gingen 1,55 Mio. Prüfungen „ohne Erlösminderung“ zugunsten der Krankenhäuser aus. Rund 1,1 Mio. Prüfverfahren „mit Erlösminderung“ führten zu einer Rückzahlung von 1,316 Mrd. Euro an die Kostenträger (Bezugsgröße des InEK für den Fallpauschalenkatalog 2011 in Höhe von 2.687,16 €). Die Kostenträger zahlten an die Krankenhäuser für Fälle ohne Erlösminderung Aufwandspauschalen in Höhe von 362,7 Mio. Euro. Gut 102 Mio. Euro fällige Aufwandspauschalen wurden nicht gezahlt.

    Unterstellt man schließlich für die noch offenen 1,26 Mio. Prüfungsverfahren die gleichen Konditionen so ergibt sich folgendes Gesamtbild: Von 18,6 Millionen Krankenhausrechnungen wurden 91,3% beanstandungsfrei gezahlt. Für 8,7% der Rechnungen ergibt sich eine Gesamtrückzahlung in Höhe von 1,941 Mrd. Euro, respektive 3,05% der Gesamtausgaben der GKV für Krankenhäuser. Aus Aufwandspauschalen erhalten die Kliniken 517,4 Mio. Euro, rund 150 Mio. Euro werden ihnen vorenthalten.

    Abschließend bedanken wir uns ganz ausdrücklich bei den teilnehmenden Kliniken für das entgegengebrachte Vertrauen. Ebenso gilt der Dank Herrn B. Sommerhäuser (myDRG.de) und der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) für Ihre Unterstützung.
    • Download als PDF: hier
    • Download PDF "Ergebnisübersicht 2007-2013": hier

    Biberach, den 19.09.2013

    Michael Thieme & Joris Schikowski


    Vorjahresergebnisse: (2007 [Link: hier], 2008 [Link: hier], 2009 [Link: hier], 2010 [Link: hier], 2011 [Link: hier] und 2012 [Link: hier])

    Rückfragen: umfrage@medinfoweb.de

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Bundessozialgericht: Prüffrist für Klinikrechnungen - 6 Monate (!)

    26. September 2013

    Laut Entscheidung des Bundessozialgerichts (Az.: B 3 KR 21/12 R) können sich Krankenkassen für die Prüfung von Klinikrechnungen nicht ewig Zeit nehmen. Nach sechs Monaten (!!) soll alles geprüft sein ... [gelesen: hier]

    Die Ergebnisse unserer diesjährigen Umfrage "MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Bestandsaufnahme 2012 - Trend 2013" belegen das Dilemma:

    Gerade 67,8% der Krankenhausrechnungsprüfungendes Jahres 2012 war zum Umfragezeitpunkt (Juni 2013) bereits abgeschlossen und 32,2% weiterhin in Bearbeitung. Für die MDK-Fälle des Jahres 2011 meldeten die Kliniken noch 13,5% offene Prüfungen, für das Jahr 2010 noch 10,7% und für 2009 noch gut 4% nicht abgeschlossenen Fälle ... [ hier ]

    Quelle: medinfoweb.de
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