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MDK

Michael Thieme

Keine Frage bleibt offen. In dieser Rubrik werden alle Nachrichten von und über die Rechnungsprüfung der Krankenhäuser in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und dem MDK gesammelt. Unsere jährliche deutschlandweite Befragung zu den Ergebnissen der Krankenhausrechnungsprüfung findet ebenso große Resonanz wir unser MDK-Risikotool. Hauptschwerpunkt ist und bleibt die Auswirkung der beständigen Ausweitung und Änderung im Bereich der ICD, OPS und G-DRG. Daneben sind aber noch weitere Themen wie: Gesetze und Richtlinien, SG-Urteile und CCL-Nebendiagnosen zu finden. 

  • MIW

    Behauptung der GKV über jährlich falsche Krankenhausabrechnungen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro ist schlichtweg falsch

    27. März 2012
    Richtig ist vielmehr, dass jährlich rund 11% der stationäre Fälle geprüft werden und pro Fall eine durchschnittliche Rückzahlung von 437 Euro geleistet wurde.

    17,4 Mio. Fälle (Quelle: hier) * 11,1 % Prüfquote = 1.931.400 MDK-Prüfungen * 473 Euro (MW Rückzahlung pro Fall) = rd. 844.000.000 Euro Rückzahlung an die Kostenräger.

    davon 70% wegen Verweildauer = rd. 591.000.000 Euro

    Damit wurden von den Krankenhäusern an die Kostenträger wegen "fehlerhafter" Diagnosen, Prozeduren, Beatmungsstunden oder Geburtsgewichte
    lediglich rd. 253.000.000 Euro zurück gezahlt! Und dies zum großen Teil auch nur wegen der Interpretationsfähigkeit ungenauer Kodierrichtlinien und fehlender Möglichkeiten einer außergerichtlichen Klärung über Schiedsstellen.

    Nachzulesen unter:

    Krankenhausabrechnung 2010 - Die Fakten

    Die Ergebnisse unserer Frühjahrsumfrage 2011 zum Thema:

    MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Bestandsaufnahme 2010 - Trend 2011

    Link: hier

    Michael Thieme

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Koalition plant Gesetzesinitiative gegen Falschabrechnung der Krankenhäuser

    26. März 2012
    CDU und CSU wollen schärfer gegen sogenannte Falschabrechnungen der Kliniken vorgehen und haben dazu eine Gesetzesinitiative vorgelegt ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Landessozialgericht SH: Krankenhausvergütung bei Tagesfällen - Urteil vom 24. März 2011 - L 5 KR 50/10

    20. März 2012

    Zur Abgrenzung von nichtoperativen-stationären zur ambulanten Behandlung, insbesondere im Rahmen der BNotfallbehandlung

    Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, Urteil vom 24. März 2011 - L 5 KR 50/10

    1. Stationäre Behandlung ist nicht gleichbedeutend einer Behandlungsplanung über mindestens einen Tag oder einer Intensivmedizinischen-Versorgung.
    2. Entscheidend ist, in welchem Umfang die Infrastruktur des Krankenhauses neben der Dauer der Behandlung in Anspruch genommen wird.
    3. Eine vollständige Eingliederung liegt sicher vor
      - bei schwerer Grunderkrankung, die üblicherweise von
         Spezialisten behandelt wird,
      - bei potentiell lebensbedrohlichen Zustand,
      - bei mehrstündiger Überwachung und
      - bei sofort notwendigen Laboruntersuchung.

     ... [gelesen: hier]

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser fordern Reform der Rechnungsprüfung

    9. März 2012
    "Das System ist krank und Änderungen dringend nötig" so resümiert der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) die anhaltenden Vorwürfe der massenhaften Falschabrechnung ... [gelesen: hier  und hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Kodierleitfaden & Kodierhilfen 2007 bis 2012

    20. Februar 2012

    2012

    ·        Deutsche Kodierrichtlinien und Kodierrichtlinien Psych als kostenlose Android-App (Hier)


    ·        Kodierleitfaden für die Pneumologie 2012: Medizinische Dokumentation von Diagnosen und Leistungen (Hier)

    ·         Kodierhandbuch Geriatrie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Gastroenterologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Psychiatrie und Psychosomatik 2012 (Hier und Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Intensivmedizin 2012: Praxisrelevante Erläuterungen der spezifisch intensivmedizinischen Kodierung (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Dermatologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Nephrologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation Version 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Version 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Rheumatologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden HIV 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Infektiologie und Mykologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Angiologie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Handchirurgie 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden Schlaganfall der DSG und DGN 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Kardiologie 2012: Inklusive AOP- und Fallpauschalen-Katalog sowie den aktuellen MDK-Empfehlungen (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Gynäkologie und Geburtshilfe 2012 (Hier)

    ·         Kodierleitfaden für die Kinder- und Jugendmedizin 2012 (GKinD)

    2011

    Bücher

    • Kodierhandbuch Geriatrie 2011 - Herausgegeben vom Bundesverband Geriatrie - 2011; ca. 180 Seiten; broschiert; ISBN-10: 3865231780; Schüling Verlag - 6,50 € Link: hier
    • Kodierleitfaden Rheumatologie 2011
      Ein Leitfaden für die klinische Praxis. Herausgegeben von Verband Rheumatologischer Akutkliniken e.V. / DRG-Research-Group, Universitätsklinikum Münster - 152 Seiten - ISBN: 978-3-86523-175-8 - 6,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation 2011 - Dt. Gesellschaft f. Hämatologie u. Onkologie (DGHO) / Dt. Arbeitsgemeinschaft f. Knochenmark- u. Blutstammzelltransplantation (DAG-KBT) / DRG-Research-Group, Universitätsklinikum Münster  - 5,00 € - Link: hier 

    2010

    • Kodierleitfaden der DSG und DGN 2010
      M. Schilling, R. Kiefer, O. Busse,
      A. Ferbert, M. Grond, E.B. Ringelstein - weiter
    • Geriatrietypische Multimorbidität und geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung 2010 - Von Markus Borchelt, Norbert Wrobel und Gabriele Trilhof - Projekt: Online-Kodierleitfaden Altersmedizin 2010 ... weiter
    • Speziallagerungs-Systeme 2010:
      Kodierung von KCI Speziallagerungssystemen [KCI Medizinprodukte GmbH]... weiter
    Bücher
    • Strykers DRG-Buch 2010
      Kodierleitfaden für Orthopädie und Unfallchirurgie
      Mit Strykers DRG-Buch 2010 bringt das Medizintechnikunternehmen einen Leitfaden zur sachgerechten Kodierung und Abrechnung in den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie heraus - Link: hier
    • Kodierleitfaden Rheumatologie 2010
      Ein Leitfaden für die klinische Praxis. Herausgegeben von Verband Rheumatologischer Akutkliniken e.V. / DRG-Research-Group, Universitätsklinikum Münster - 154 Seiten - ISBN: 978-3-86523-147-5 - 6,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden Schlaganfall der DSG und DGN 2010
      Ein Leitfaden für die klinische Praxis. Hrsg.: Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG); Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) - 32 Seiten - ISBN: 3865231543 - 3,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden Gastroenterologie 2010 - Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Universitätsklinikum Münster DRG-Research-Group - 152 Seiten - ISBN-13: 978-3865231550 - 6,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden HIV 2010 - Ein Leitfaden für die klinische Praxis - Lütkes, P. u. a. - ISBN-13: 9783865231536 - 5,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden Nephrologie 2010 - Ein Leitfaden für die klinische Praxis - Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN); Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie (DAGKN); Gesellschaft für Nephrologie (GfN) - ISBN-13: 9783865231567 - 5,00 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden für die Gynäkologie und Geburtshilfe 2010 - Imke Ern - 1. Auflage - ISBN: 978-3-940854-07-0 - 200 Seiten  - 4,99 EUR - Link: hier
    • Kodierleitfaden für die Intensivmedizin 2010 - Praxisrelevante Erläuterungen der spezifisch intensivmedizinischen Kodierung - Markus Thalheimer, F. Joachim Meyer, Jannis Radeleff, Markus Thalheimer, F. Joachim Meyer, Jannis Radeleff - 2010, 5. Auflage, 200 Seiten -Deutsch Medizificon ISBN-10: 3940854085 ISBN-13: 9783940854087 - 4,99 € - Link: hier 
    • Kodierleitfaden für die Pneumologie 2010 - Medizinische Dokumentation von Diagnosen und Leistungen - Helge Bischoff, Nicolas Schönfeld, Hans-Peter Kemmer - Helge Bischoff, Nicolas Schönfeld, Hans-Peter Kemmer - 2010, 7. Auflage, 180 Seiten - Deutsch Medizificon ISBN-10: 3940854107 ISBN-13: 9783940854100 - 4,99 € - Link: hier 
    • Kodierleitfaden für die Kardiologie 2010 -Inklusive AOP- und Fallpauschalen-Katalog sowie den aktuellen MDK-Empfehlungen - Lutz Frankenstein, Jannis Radeleff -
      2010, 5. Auflage, 220 Seiten - Deutsch Medizificon ISBN-10: 3940854093 ISBN-13: 9783940854094 - 4,99 € - Link: hier
    • Kodierleitfaden Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation 2010 - Dt. Gesellschaft f. Hämatologie u. Onkologie (DGHO) / Dt. Arbeitsgemeinschaft f. Knochenmark- u. Blutstammzelltransplantation (DAG-KBT) / DRG-Research-Group, Universitätsklinikum Münster  - 5,00 € - Link: hier 
    • Kodierleitfaden Dermatologie 2010 - Herausgegeben von Deutsche Dermatologische Gesellschaft DDG / DRG-Research-Group, Universitätsklinikum Münster  - 6,00 € - Link: hier 
    • Kodierhandbuch Geriatrie 2010 - Herausgegeben vom Bundesverband Geriatrie - 2010; ca. 168 Seiten; broschiert; ISBN: 978-3-86523-149-9; Schüling Verlag - 6,50 € (Bestellformular: hier)
    • Kodierhandbuch Infektiologie und Mykologie 2010 - P. Lütkes (Autor), A. Schmidt (Autor); 156 Seiten; broschiert; ISBN: 3865231632; Schüling Verlag - 5,00 € (Link: Link zum Artikel
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  • MIW

    DRG-System lädt zum Mogeln ein

    25. Januar 2012
    Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Ralf Köbel (Uni Bielefeld) zur Frage
    "Wann die Grenze zum Abrechnungsbetrug überschritten sei"  ... [gelesen: hier]

    Unabhängig davon, dass jeder echte Betrugsfall einer zu viel ist und deswegen streng geahndet werden muss, bleibt mir die Ableitung eines pauschalisierten Betrugsvorwurfs an alle deutschen Kliniken als Ergebnis einer "wissenschaftlichen" Untersuchung mit letztlich 46 konkreten Akten bei jährlich 18 Mio. stationären Patienten ein Rätsel ... Hier wäre es sicher hilfreich, endlich Ross und Reiter zu nennen!

    M. Thieme


    Unsere Leseempfehlung:

    "Krankenhausabrechnung 2010 - Die Fakten"

    ... ohne wissenschaftlichen Anspruch, dafür mit aber mit hinreichend großen Zahlen für relevante Aussagen.

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Sozialgericht Fulda: Rekordzahl bei Klagen

    23. Januar 2012

    Beim Fuldaer Sozialgericht wurden im vergangenen Jahr 2.521 neue Verfahren eingeleitet, darunter mehrere Hundert Klagen eines Klinikums gegen Krankenkassen wegen der Vergütung stationärer Krankenhausbehandlungen ... [gelesen: hier]

    Schade nur, dass das Klinikum nicht genannt ist, ich würde gern ein Präsentkorb schicken …

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Thüringer Ministerium moniert Klinikabrechnungen

    7. Dezember 2011
    Der Medizinische Dienst habe bei 50% der Überprüfung Korrekturbedarf angemahnt. ... [gelesen: hier]

    A.d.R.
    Nach unseren Untersuchungen [Link: hier] liegen die Thüringer Kliniken bei der Prüfqoute mit 11,6% gering über dem Bundesdurchschnitt. In der Quote Rechnungsänderung zugunsten der Kostenträger sogar mit 41% um -0,6% unter den bundesdurchschnittlichen Werten. Insofern sind die Zahlen des Ministerium für uns nicht nachvollziehbar.

    J. Schikowski & M. Thieme
    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Gekürzt werden nur vier Prozent aller Krankenhausrechnungen

    15. November 2011
    Krankenhäuser wehren sich weiter gegen die Vorwürfe der Krankenkassen, sie würden falsch abrechnen ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Das Einkreuzen von Blutkonserven begründet die Nebendiagnose Anämie

    15. November 2011

    Das Sozialgericht Fulda hat in seinem Urteil S 4 KR 75/10   zugunsten des Krankenhauses entschieden, das bereits das Einkreuzen von Blutkonserven die Nebendiagnose Anämie hinreichend begründet ... [gelesen: hier]

     

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Frühjahrsumfrage 2011 - MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Ergebnisse

    7. November 2011

    Krankenhausabrechnung 2010 - Die Fakten

    Die Ergebnisse unserer Frühjahrsumfrage 2011 zum Thema:

    MDK-Prüfung in deutschen Krankenhäusern - Bestandsaufnahme 2010 - Trend 2011

    vorgetragen auf der Informationsveranstaltung der DKG "Krankenhausabrechnung im Fokus" am 10.10.2011 in Berlin

    An der Umfrage haben sich 222 Kliniken aus 15 Bundesländern beteiligt. Das waren erneut 57 Kliniken mehr (35%) als bei der Frühjahrsumfrage 2010. Die teilnehmenden Kliniken repräsentieren rund 76.500 Betten (+21%) und 3,02 Millionen stationäre Patienten (+19%).

    62% der MDK-Einzelfallprüfungen war zum Umfragezeitpunkt bereits abgeschlossen und 38% weiterhin in Bearbeitung. Die Bearbeitungsquote liegt somit 3,3 Prozent unter dem des Vorjahres. Kaum Unterschiede waren hinsichtlich der Klinikträgerschaft festzustellen. In Bezug auf den Versorgungsgrad  der Kliniken zeigen Schwerpunktversorger den höchsten (67%) und Grund- und Regel-Versorger den niedrigsten (60%) Bearbeitungsstand. Eine Abhängigkeit von der Höhe der Prüfquote besteht nicht. Dagegen konnten mittels MDK-Inhouse-Prüfungsverfahren (71%) deutlich mehr Fälle abgearbeitet werden als im schriftlichen Prüfungsverfahren (58%).

    Die mittlere Prüfquote für Einzelfallprüfungen nach § 275 SBG V im Jahr 2010 beträgt 11,1% und liegt damit um 0,7% über der Vorjahresumfrage. 10 Häuser melden eine Prüfquote bis 4,9 Prozent, 86  Kliniken bewegen sich in einem Prüfkorridor von 5,0 bis 9,9 Prozent, 99 Krankenhäuser  melden 10,0 bis 14,9 Prozent, 22 Kliniken  liegen zwischen 15,0 und 19,9 Prozent und 5 Häuser über 20 Prozent. Kliniken in privater Trägerschaft liegen mit 12,0 Prozent durchschnittlich 1 Prozent über den anderen Krankenhäusern. Wie in den unseren vorherigen Untersuchungen nimmt die Prüfquote mit der Spezialisierung und dem Versorgungsgrad der Häuser zu. Kliniken mit überwiegender Inhouse-Prüfung und mit überwiegender Primärkodierung durch Ärzte zeigen tendenziell eine höhere Prüfquote.

    Von den bereits abgeschlossenen MDK-Prüfungen der teilnehmenden Kliniken wurden im Mittel 41,6% zugunsten der Kostenträger entschieden. Das sind 1,5 Prozent weniger als in unserer Umfrage 2010. Private Träger (42,6%) müssen mehr Fälle abtreten als frei-gemeinnützige Häuser (40,4%) und öffentlich-rechtliche (41,7%). Fachkrankenhäuser verlieren 10% weniger Fälle als Maximal-Versorger. Werden die MDK-Prüfungen im Inhouse-Verfahren abgewickelt fällt die Entscheidung häufiger zugunsten der Kostenträger aus als im schriftlichen Prüfungsverfahren.

    Die Krankenhäuser verlieren dabei im nach Fallzahl gewichteten Mittel 437 Euro pro abgeschlossenen MDK-Prüfungsfall (berechnet auf die Bezugsgröße des InEK für den Fallpauschalenkatalog 2010 in Höhe von 2.619,10 €). Es zeigen sich Unterschiede bei der Trägerschaft (Privat > Öffentlich > Frei-gemein), beim Versorgungsgrad (Fach- u. Maximal-Versorger > Grund-Regel- u. Schwerpunkt-Versorger) sowie beim Kodier- und MDK-Management.

    Der mit deutlichem Abstand häufigste Prüfgrund bleibt, wie bereits in den Vorjahresumfragen, die Verweildauer. Die Kliniken geben als Top-Prüfgründe der Kostenträger die sekundäre Fehlbelegungsprüfung in Bezug auf die untere Verweildauer (MW: 29,4%, Median: 29,0%) und auf die obere Verweildauer (MW: 16,8%, Median: 15,0%) an. Dann folgen die korrekte Kodierung von Hauptdiagnosen (MW: 16,6%, Median: 14,0%), die primäre Fehlbelegungsprüfung (MW: 15,9%, Median: 13,0%) und die Nebendiagnosen-Kodierung (MW: 15,6%, Median: 14,0%).

    Die überwiegende Überprüfung der primären und sekundären Verweildauer lässt sich eindeutig über die gute Erfolgsquote für die Krankenkassen erklären. So gehen 40,2% (Median:40,0%) der Fehlbelegungsprüfung in Bezug auf die untere Verweildauer, 25,3% (Median: 22,0%) der Prüfung auf obere Grenzverweildauer und 20,1% (Median:14,0%) primäre Fehlbelegungsprüfung zugunsten der Kostenträger aus. Knapp 20% der Prüfung auf korrekte Kodierung der Haupt- und Nebendiagnosen gehen ebenfalls zu Gunsten der Kassen.

    Hinsichtlich der Prüfquoten der einzelnen Kostenträger ergibt sich eine Spannweite von 6,4% für die Berufsgenossenschaften bis 18,4% für die AOK. Im oberen Mittelfeld finden sich neben der AOK, die Barmer GEK (15,9%), die DAK (13,2%) und die TK (11,8%).

    Lediglich drei Krankenhäuser mussten sich im Jahr 2010 einer so genannten 17c Prüfung unterziehen und nur 0,7 % der MDK-Prüfungen wurden an das Sozialgericht übergeben (Median: 0,1%, Max: 15%). Am klagefreudigsten zeigten sich Kliniken in frei-gemeinnütziger Trägerschaft (1,3%) und Fachkrankenhäuser (1,5%).

    Wir erhielten in den letzten Jahren immer wieder den Hinweis, dass ein nennenswerter Anteil von Fallprüfungen unter Ausschluss des MDK im Sinne einer so genannten "direkten Fallbesprechungen" mit den Kostenträgern stattfinden. Erstmalig in diesem Jahr wollten wir auch dieser Frage nachgehen und erhoben deren Anteile.

    In allen Bundesländern finden diese "direkten Fallbesprechungen" mit den Kostenträgern statt. allerdings mit sehr unterschiedlicher Ausprägung. Während in Nordrhein-Westfalen gut zwei Drittel der Krankenhäuser Abrechnungsfragen direkt mit den Kassen besprechen, sind es in Thüringen lediglich 8 Prozent der Kliniken. Häuser in frei-gemeinnütziger Trägerschaft gehen diesen Weg ebenfalls häufiger als Versorger in öffentlicher oder privater Trägerschaft. Im Durchschnitt werden 10% der Behandlungsfälle von den Kostenträgern hinterfragt. Bei den direkten Fallbesprechungen mit den Krankenkassen  werden im Mittel 40,2% (Median: 43%) zugunsten der Kostenträger entschieden.
    Kaum Unterschiede sind dabei hinsichtlich der Krankenhausträgerschaft auszumachen. Wie im MDK-Prüfungsverfahren verlieren Fachkrankenhäuser mit 10,5% jedoch deutlich weniger Fälle als Maximal-Versorger (54,2%).

    Die Kodierung der Krankenhausfälle erfolgte im Jahr 2010 zu 61% durch Kodierfachkräfte (Median: 70%) und zu 39% durch die Ärzte (Median: 30%). Krankenhäuser der Maximal- und Schwerpunktversorgung setzen mit rund 70% am häufigsten Kodierfachkräfte ein, gefolgt von Grund- und Regelversorgern (60%) und Fachkliniken mit 48%. Auch hinsichtlich der Trägerschaft zeigen sich leichte Unterschiede.

    Die Einzelfallprüfungen finden lediglich zu 32 % als Inhouse-Prüfung statt (Maximal > Schwerpunkt > Fach > Grund-Regel Versorger). 68% der Prüfungen erfolgen im schriftlichen Prüfungsverfahren.

    Für das aktuelle Jahr 2011 melden die Kliniken einen leichten Anstieg der mittleren Prüfquote für Einzelfallprüfungen nach § 275 SBG V um 1,5% (Median: +0,5%).

    Zusammenfassung
    Von den rund 18 Mio. stationär behandelten Patienten wurden seitens der Krankenkassen nach eingehender EDV gestützter Prüfung rund 2 Mio. Krankenhausrechnungen (11%) als auffällig eingestuft und dem MDK zur Überprüfung übergeben. Von diesen MDK-Prüfungen gehen:

    • 0,3 Mio. zu Lasten der Notwendigkeit stationärer Behandlung
    • 0,9 Mio. zu Lasten der Verweildauer der Patienten
    • 0,6 Mio. zu Lasten der Kodierung von Diagnosen
    • 0,2 Mio. zu Lasten sonstiger Dokumentation


    Im Ergebnis der Prüfung werden 0,8 Mio. Rechnungen (4,6%) mit einem Gesamtbetrag von 875 Mio. Euro korrigiert.

    Damit sind 95,4% der stationären Baehandlungsfälle korrekt abgerechnet.

    Download der Präsentation:
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    das Krankenhaus 11/2011

    DKG-Informationsveranstaltung
    Krankenhausabrechnungen im Fokus“ [gelesen: hier]

    Deutsches Ärzteblatt
    Streit um Krankenhausrechnungen: Der Gesetzgeber soll es richten [gelesen: hier]

    Zum Download aller Vorträge der DKG Informationsveranstaltung "Krankenhausabrechnung im Fokus": hier

    Reizthema MDK-Prüfungen
    Kliniken wehren sich gegen unberechtigte Vorwürfe
    DKG-Vorschlag für eine Neuregelung der Vorschriften zur Einzelfallprüfung nach §§ 275 ff. SGB V [gelesen: hier]

    BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Gutachten zum Abrechnungsverhalten deutscher Krankenhäuser sowie zu den Aufwendungen der Krankenhäuser aufgrund des Abrechnungsverfahrens ... [gelesen: hier]

    Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG) zur Öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages - Ausschussdrucksache: 17(14)248(12) ... [gelesen: hier]

    Michael Thieme
    medinfoweb.de

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Fokus: Krankenhausabrechnung

    7. November 2011
    das Krankenhaus 11/2011
    DKG-Informationsveranstaltung
    Krankenhausabrechnungen im Fokus“ [gelesen: hier]

    Deutsches Ärzteblatt
    Streit um Krankenhausrechnungen: Der Gesetzgeber soll es richten [gelesen: hier]

    BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Gutachten zum Abrechnungsverhalten deutscher Krankenhäuser sowie zu den Aufwendungen der Krankenhäuser aufgrund des Abrechnungsverfahrens ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Expertengespräch über fehlerhafte Krankenhausrechnungen zeigt differenziertes Bild

    31. Oktober 2011
    Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker Dietrich Monstadt resümiert, das die Anhörung im Gesundheitsausschuss zu einer differenzierten Urteilsbildung beitragen konnte ... [gelesen: hier]

    Wir freuen uns, dazu unseren Beitrag (hier) leisten zu können.

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Abrechnungsbetrug in deutschen Krankenhäusern?

    17. Oktober 2011

    ... Die untere Grenzverweildauer wandelt sich zunehmend zu einem Rabattierungsinstrument der Kassen, deren eigentlicher Zweck damit in sein Gegenteil verkehrt wird [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    DKG stellt Studie zu Krankenhausabrechnungen vor

    12. Oktober 2011
    BDO Studie belegt seriöse Rechnungslegung der Kliniken - Kritik der Kassen an Krankenhausabrechnungen substanzlos und widerlegt

    "Die Kritik der Krankenkassen an den Krankenhausabrechnungen kann endgültig als substanzlos und widerlegt bezeichnet werden." Mit diesen nachdrücklichen Worten fasste Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die Studie der BDO-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag der DKG zusammen, deren Ergebnisse auf der DKG - Informationsveranstaltung "Krankenhausabrechnungen im Focus" vorgestellt wurden. ... weiter

    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    MDS: Prüfungen von Krankenhausabrechnungen müssen in vollem Umfang erhalten bleiben

    12. Oktober 2011
    Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) zu den Vorschlägen der DKG zum Thema Krankenhausabrechnung ... [gelesen: hier]


    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Krankenkasse muss auch bei unnötiger Behandlung zahlen, wenn die 6-Wochenfrist nicht eingehalten wurde

    10. Oktober 2011
    Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat entschieden, dass die Krankenkasse zur Zahlung bei unnötiger Krankenhausbehandlung verpflichtet ist, wenn die 6-Wochen-Frist nicht eingehalten wurde ... [gelesen: hier]


    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    GKV-Spitzenverband: MDK unverzichtbar

    9. September 2011
    Eine Umstrukturierung des Systems der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) stößt beim Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes auf Ablehnung ... [gelesen: hier]


    Quelle: medinfoweb.de
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  • MIW

    Rheinland-Pfalz: Streit um Falschabrechnungen der Krankenhäuser eskaliert

    25. August 2011
    Alle Jahre wieder entbrennt der Streit um die die Krankenhausrechnung ... [gelesen: hier]

    Quelle: medinfoweb.de
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  • DKG

    DKG: Kliniken weisen Vorwurf der Falschabrechnung zurück

    19. August 2011
    Zur Behauptung des GKV-Spitzenverbandes, den Krankenkassen entstünden durch fehlerhafte Abrechnungen der Kliniken Schäden von bis zu 1,5 Milliarden Euro, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: ... weiter

    Quelle: DKG e.V.
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