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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?

Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

Sonja Rüger: Geschäftsführerin für Digitalisierung bei EKK plus

Mit der Berufung von Sonja Rüger zur Geschäftsführerin für Digitalisierung und Lösungen komplettiert die EKK plus ihr Leitungsteam und setzt auf innovative Ansätze zur Weiterentwicklung der kommunalen Krankenhauslandschaft. Im Mittelpunkt steht der Wandel von einer Einkaufsgemeinschaft hin zu einem umfassenden Lösungsanbieter, der moderne Plattformen und mehrwertorientierte Kooperationen fördert.

DKG fordert Verantwortung: ‚Die Krankenhauslandschaft steht am Abgrund‘

In einem Editorial warnt Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG, vor einer massiven Insolvenzwelle im deutschen Krankenhaussektor und kritisiert die politische Durchsetzung des Krankenhauspflegeverbesserungsgesetzes ohne ausreichende Unterstützung. Er fordert klare finanzielle Hilfen und appelliert an die politischen Akteure, Verantwortung für die Zukunft der Krankenhausversorgung zu übernehmen.

Gesundheitscampus Loreley erhält den Award „Stadt.Land.Gesund.“ von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist ein zentrales gesellschaftliches Thema. Insbesondere im ländlichen Raum können fehlende Fachkräfte, mangelnde Vernetzung und große Entfernungen die medizinische Versorgung erschweren. Um innovative Programme voranzutreiben, die diesen Herausforderungen begegnen, hat die AOK im Jahr 2019 die Initiative „Stadt.Land.Gesund.“ ins Leben gerufen. Unter dieser Überschrift stehen exponierte Projekte, die in besonderem Maße Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung übernehmen und daher als Best-Practice-Beispiele gelten.

Vergütungs­ver­handlungen für frei­be­rufliche Hebammen gescheitert: Deutscher Hebammen­verband ruft Schieds­stelle an – und kämpft weiter

Die Verhandlungen zum Hebammen­hilfe­vertrag zwischen dem Deutschen Hebammen­verband und dem Spitzen­verband der Kranken­kassen sind gescheitert. Strittig waren vor allem die Bezahlung der Hebammen sowie neue Vorgaben, die die klinische und außer­klinische Geburts­hilfe gefährden. Die ohnehin seit Jahren desolate wirtschaft­liche Situation der Hebammen in Deutschland droht weiter zu eskalieren. Es wird eine Ver­schlech­terung der Ver­sorgung der Frauen in ganz Deutschland riskiert. Die strittigen Punkte muss nun die Schieds­stelle klären.

Ambulant vor stationär – Hessen reagiert mit eigenem Konzept auf Krankenhausreform

Hessen plant mit „medizinischen Versorgungskliniken“ und Gesundheitskoordinatoren eine eigene Umsetzung der Krankenhausreform, um regionale Besonderheiten und eine verbesserte Verknüpfung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu berücksichtigen. Landesgesundheitsministerin Diana Stolz fordert Nachbesserungen auf Bundesebene, insbesondere zur Sicherstellung einer flächendeckenden Notfallversorgung und angepassten Finanzierungsstrukturen.

Hochschulmedizin setzt auf KI und Interprofessionalität

Die Deutsche Hochschulmedizin sieht in Künstlicher Intelligenz (KI) und interprofessioneller Zusammenarbeit entscheidende Chancen für eine effizientere und patientenzentrierte Medizin. Während der „Tag der Hochschulmedizin“ Potenziale von KI wie schnellere Diagnosen und optimierte Abläufe hervorhob, wurde die Bedeutung flacher Hierarchien und gemeinsamer Ausbildung für eine bessere Teamarbeit im Gesundheitswesen betont.

Defizite von Kliniken in Hessen und Bayern erreichen Spitzenwerte

Die Kreisklinik Groß-Umstadt erwartet für 2024 ein Defizit von über 20 Millionen Euro und damit nahezu doppelt so viel wie im Vorjahr, während das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau mit 51 Millionen Euro Minus den Spitzenwert in der Region verzeichnet. Angesichts steigender Kosten und sinkender Einnahmen hoffen die Kliniken auf finanzielle Entlastung durch die beschlossene Krankenhausreform, deren Wirkung jedoch noch unklar bleibt.

Ist der Bundes-Klinik-Atlas endgültig gescheitert?

Der im Mai eingeführte Bundes-Klinik-Atlas, ein von Gesundheitsminister Lauterbach initiiertes Projekt zur Orientierung von Patienten, verzeichnet einen dramatischen Rückgang der Nutzerzahlen und steht aufgrund fehlerhafter Daten und mangelnder Relevanz massiv in der Kritik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Union halten das Projekt für gescheitert und fordern eine Abschaltung, da es weder Patienten noch dem Gesundheitssystem nützt.

KHVVG: Leistungsgruppenregelung bedroht kleine Kliniken

Der Geschäftsführer der Krankenhäuser in Weilheim und Schongau kritisiert die Krankenhausreform scharf als unzureichend und finanziell irreführend, da die angekündigte Vorhaltevergütung nur teilweise greift und neue Anforderungen wie Leistungsgruppen zusätzliche Belastungen schaffen. Politiker und Klinikvertreter fordern dringend Nachbesserungen und Übergangsfinanzierungen, um insbesondere die Versorgung in ländlichen Regionen zu sichern und ein Kliniksterben zu verhindern.

Elektronische Patientenakte: Lauterbach hebt Chancen für Forschung und Therapie hervor

Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten ab 2025 sieht Gesundheitsminister Karl Lauterbach enorme Chancen für eine individualisierte Therapie und bessere Forschung, insbesondere durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Die pseudonymisierte Nutzung der Gesundheitsdaten soll weltweit Interesse wecken und bahnbrechende Fortschritte in Bereichen wie der Krebsbehandlung ermöglichen.

Hessische Gesundheitsministerin Stolz plant sektorenübergreifenden Reformprozess

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz setzt bei der Umsetzung der Krankenhausreform auf sektorenübergreifende Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren und kündigt regionale Versorgungskonferenzen sowie die Einrichtung von Gesundheitskoordinatoren an. Während Stolz weiterhin Nachbesserungen auf Bundesebene fordert, wird die Reform in Hessen durch ein Gesundheitsnetz und eine starke finanzielle Unterstützung vorangetrieben.

Digitale Pflegehelfer: Chancen und Grenzen der KI-Integration im Pflegealltag

Digitalisierung und KI-Anwendungen könnten Pflegekräfte entlasten und die Qualität der Versorgung steigern, doch empirische Beweise für diese Entlastung sind bislang begrenzt und widersprüchlich. Notwendig sind fundierte Forschungsansätze, praktische Tests in Pflegeeinrichtungen und ein systematischer Wissenstransfer, um digitale Innovationen nachhaltig in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Der Mensch und die KI: Die Balance zwischen Effizienz und Menschlichkeit in der Medizin

Das IMABE-Symposium beleuchtete die Chancen und Herausforderungen von KI in Medizin und Pflege, wobei Experten wie Giovanni Maio und Susanne Kummer sowohl Potenziale als auch ethische Grenzen aufzeigten. Während KI Arbeitsabläufe effizienter gestalten kann, bleibt ihre Integration auf die menschliche Urteilskraft angewiesen, um zwischenmenschliche Werte und individualisierte Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung zu sichern.

‚BioAI Dresden‘ – Neuer Forschungsbereich für KI und Biomedizin gestartet

In Dresden entsteht mit „BioAI Dresden“ ein wegweisendes Forschungszentrum, das KI mit Biomedizin verknüpft, um neue Erkenntnisse über menschliche Gesundheit zu gewinnen. Die Kooperation zwischen der Boehringer Ingelheim Stiftung, der Max-Planck-Gesellschaft und der TU Dresden wird mit 40 Millionen Euro gefördert und soll als internationaler Wissenschaftsleuchtturm Maßstäbe setzen.

Symbolischer Euro: Ravensburg gibt Anteile an der Oberschwabenklinik ab

Angesichts eines Defizits von über 30 Millionen Euro und einem Verlustvortrag von 100 Millionen Euro verschenkt Ravensburg seine Anteile an der Oberschwabenklinik (OSK) für einen symbolischen Euro an den Landkreis. Während die Stadt die finanzielle Entlastung begrüßt, warnt die SPD vor einem Verlust der Mitbestimmung und möglichen Privatisierungsplänen für den angeschlagenen Klinikverbund.

Von stationär zu ambulant: Wie der Wandel die Chirurgie verändert

Die Einführung der Hybrid-DRGs und die Erweiterung des AOP-Katalogs stellen einen großen Umbruch in der chirurgischen Versorgungsstruktur Deutschlands dar, indem sie viele vormals stationär durchgeführte Operationen in den ambulanten Bereich verlagern. Dies birgt sowohl wirtschaftliche und logistische Herausforderungen für Krankenhäuser als auch Chancen für effizientere Ressourcennutzung und neue Versorgungskonzepte, vorausgesetzt, die Strukturen werden entsprechend angepasst.

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Entscheider und Entscheiderinnen im Krankenhaus.

Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, Digitalisierung und Gesundheitspolitik. Neben aktuellen Nachrichten und einem wöchentlichen Fach-Newsletter bietet medinfoweb ein spezialisiertes Stellenportal für Fach- und Führungskräfte im Klinikbereich.