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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?

Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

Der Geschäftsführer der Ostfriesischen Kliniken, gerät mit Lokalzeitungen in Konflikt

Der Geschäftsführer der Ostfriesischen Kliniken geriet mit lokalen Zeitungen in Konflikt. Diese kritisierten die Versorgung und berichteten über mutmaßliche Fehldiagnosen. Der Klinikchef warf den Medien Fahrlässigkeit vor und verhängte ein Verkaufsverbot für die Blätter in den Kliniken. Der Aufsichtsrat stoppte das Verbot. Nun fordern einige Kommunalpolitiker die Absetzung des Geschäftsführers.

Frank Thörner-Tamm verstärkt Geschäftsführung der Alexianer

Die Alexianer haben Frank Thörner-Tamm zum dritten Hauptgeschäftsführer berufen. Er komplettiert damit ab dem 1. November 2025 das Führungstrio des größten katholischen Gesundheitskonzerns mit Sitz in Münster und wird das Unternehmen künftig gemeinsam mit Erika Tertilt und Dr. Christian von Klitzing leiten. Thörner-Tamm folgt auf Sascha John, der die Alexianer im Juni 2025 auf eigenen Wunsch verlassen hat.

INNO3 und GÖK Consulting kooperieren für Reboot der XPOMET© Medicinale 2027

Zwei führende Akteure im Bereich innovativer Veranstaltungsformate im Gesundheitssystem bündeln ihre Kräfte: INNO3 und GÖK Consulting führen ihre Expertisen und Erfahrungen zusammen, um gemeinsam neue Maßstäbe für die sektorenübergreifende Vernetzung von Gesundheitsinnovationen zu setzen. Unter dem Markendach des Formats XPOMET © Medicinale entsteht damit eine Kooperation, in der beide Partner ihre jeweiligen Stärken einbringen.

Charité-Chef Kroemer: Versorgung von schwerkranken Kindern darf nicht am Geld scheitern

Die Berliner Charité leidet unter Sparmaßnahmen des Senats und drohenden Kürzungen durch die Krankenhausreform. Investitionen und Studienplätze werden reduziert, besonders die spezialisierte Kindermedizin ist gefährdet. Klinikleitung und Ärztinnen und Ärzte warnen vor gravierenden Folgen, betonen aber den Willen, die Versorgung schwerkranker Kinder fortzuführen.

DKG: Liquiditätshilfen dürfen nicht über grundlegende Probleme hinwegtäuschen

Mit der Beratung im Haushaltsausschuss wird am heutigen Montag ein weiterer Schritt gegangen, um den Krankenhäusern durch die bereitgestellten vier Milliarden Euro für Sofort-Transformationskosten etwas mehr Liquidität zu verschaffen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt diesen Schritt und fordert die schnelle und unkomplizierte Umsetzung über den geplanten Rechnungszuschlag.

Qualitätsvorgaben im Gesundheitswesen: Kritik an mengenorientierten Ansätzen

Reinhard Schaffert kritisiert mengenbasierte Qualitätsvorgaben in der Krankenhauspolitik. Mindestmengen und Personalvorgaben sichern nicht automatisch bessere Versorgung. Entscheidend sei der Blick auf die Gesamtheit der Bevölkerung. Angesichts des demografischen Wandels brauche es neue Konzepte, um knapperes Personal für wachsenden Behandlungsbedarf einzusetzen.

Diakoneo und Dorfner gründen gemeinsame Servicegesellschaft

Neuendettelsau/Nürnberg – Der Sozialkonzern Diakoneo und der Spezialist für anspruchsvolle Gemeinschaftsverpflegung Dorfner haben eine Gesellschaft für die Verpflegung der rund 200 Diakoneo-Einrichtungen gegründet. Die gemeinsame Servicegesellschaft ist der rechtlich-organisatorische Rahmen für eine Neuorganisation der Speisenversorgung, bei der die Zubereitung in mehreren Schritten zentralisiert wird. Die Umstellung ist notwendig, um die Qualität der Speisenversorgung sicherzustellen und die immer weiter steigenden Kosten in den Griff zu bekommen.

Der BDI zum Referentenentwurf der Bundesregierung zum Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform – KHAG

Der BDI bekennt sich zur zwingenden Notwendigkeit einer Krankenhausstruktur- und Vergütungsreform. Mit dem KHVVG wurde bereits ein erster Schritt in Richtung einer modernen, bedarfsgerechten Krankenhausstruktur getan. Dennoch bleiben wesentliche Schwachstellen bestehen, die behoben werden müssen. Daher begrüßt der BDI die Weiterentwicklung der Krankenhausreform ausdrücklich.

BDPK fordert grundlegende Änderungen am Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG)

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die Qualität der Krankenhausversorgung zu verbessern. Die im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) vorgesehenen Instrumente sind jedoch aus Sicht des Verbandes nur bedingt geeignet, dieses Ziel zu erreichen. Statt die Versorgungsqualität zu steigern, würden die Regelungen überwiegend auf eine Reduzierung der Krankenhausstandorte abzielen – ohne Behandlungsqualität und regionalen Versorgungsbedarf zu berücksichtigen.

Maßgeschneiderte KI statt Massenware – Warum Gesundheitsversorgung spezialisierte digitale Lösungen braucht

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen kommt nur langsam voran. Oft wird über eine wachsende Zahl an KI-Anwendungen gesprochen, die jedoch kaum echten Fortschritt bringen. Das liegt nicht daran, dass es zu viele davon gibt. Es fehlen vielmehr Lösungen, die wirklich auf den medizinischen Alltag zugeschnitten sind. Standardanwendungen stoßen schnell an ihre Grenzen – vor allem in einem Umfeld, das stark durch Spezialisierung und hohe fachliche Anforderungen geprägt ist.

Nächster Meilenstein bei der Umsetzung der Krankenhausreform: Brandenburg startet Prüfung der Leistungsgruppen

Potsdam, [20.08.25] – Brandenburg erreicht eine wichtige Etappe bei der Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform. Das Gesundheitsministerium hat den Medizinischen Dienst Berlin-Brandenburg (MD) damit beauftragt zu prüfen, ob die Krankenhäuser im Land die Qualitätskriterien für ihre beantragten Leistungsgruppen erfüllen. Nur wenn diese Kriterien eingehalten werden, können Kliniken in der Regel die entsprechenden Behandlungen künftig anbieten und abrechnen.

Neue BVMed-Broschüre zu Klinischen Prüfungen mit Medizinprodukten

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) informiert mit einer neuen Fachbroschüre über Klinische Prüfungen mit Medizinprodukten unter der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Der 59-seitige praxisorientierte Leitfaden des BVMed geht detailliert auf Arten von klinischen Prüfungen, Schnittstellen zum Qualitätsmanagement-System, ethische Erwägungen, regulatorische Anforderungen sowie alle Normen und Leitlinien zur Umsetzung ein. Außerdem werden die Planung der klinischen Prüfung, der Genehmigungsantrag, die Durchführung, die Verantwortlichkeiten sowie die Verwendung der Ergebnisse der klinischen Prüfung beleuchtet.

Kliniken der Stadt Köln: Erwartetes Defizit im Jahresergebnis 2024 deutlich unterschritten – Effizienz, Ergebnis und Erlöse klar verbessert

Die Kliniken der Stadt Köln erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2024 (01.01. – 31.12.2024) einen Umsatz in Höhe von 410 Mio. Euro (372 Mio. Euro in 2023) und zählen damit weiterhin zu den großen kommunalen Krankenhäusern in Deutschland. Trotz eines negativen Jahresergebnisses von -25,1 Mio. Euro zeigt sich eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 2023 (-28,6 Mio. Euro).

Kreisausschuss macht Weg für Krankenhaus-Übernahme in Biedenkopf frei

Der Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf empfiehlt dem Kreistag, der Übernahme des insolventen DRK-Krankenhauses in Biedenkopf durch den Kreis zuzustimmen. Diesen Beschluss fasste das Gremium in seiner jüngsten Sitzung und folgte damit dem Vorschlag von Landrat Jens Womelsdorf. Wenn der Kreistag in seiner nächsten Sitzung die entsprechenden Beschlüsse fasst, wird der Landkreis Marburg-Biedenkopf zum 1. Januar 2026 die Klinik übernehmen.

Initiative wirft Kreistag Kelheim grobe Fahrlässigkeit bei Klinik-Entscheidung vor

Die Initiative „Rettet das Krankenhaus Mainburg“ kritisiert die Entscheidung des Kreistags Kelheim, keine Leistungsgruppen für den Standort Mainburg zu beantragen. Sie wirft CSU und Partnern vor, die Grund- und Notfallversorgung zu schwächen und Zusagen nicht einzuhalten. Die Initiative fordert erneut chirurgische Kapazitäten und verweist auf die laufende Landtagspetition.

Wer Praxen zu Unternehmen macht, bekommt Unternehmer*innen als Ärzt*innen vdää* kritisiert ärztliche Lobbyverbände in Debatte um Terminvergabe

In seltener Klarheit und Wahrheit macht in der Diskussion um die Terminvergabe in Arztpraxen der Vorsitzende des Spitzenverbands Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), Dirk Heinrich, deutlich, was die existentielle Grundlage der ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland ist: „Arztpraxen in Deutschland sind wirtschaftliche Unternehmungen.

AOK-Chefin kritisiert Nachbesserungsgesetz zur Krankenhausreform

Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, kritisiert das Krankenhausreformanpassungsgesetz. Positiv sei die Finanzierung des Transformationsfonds aus Bundesmitteln. Fehlanreize durch fallzahlbasierte Vorhaltefinanzierung blieben jedoch bestehen. Sie fordert ein Bedarfsbemessungsinstrument, sektorübergreifende Versorgung ohne verpflichtende stationäre Leistungen und strengere Qualitätsvorgaben, vor allem in der Krebschirurgie.

Lungenzentrum Coswig investiert in die qualitative Verbesserung der Diagnostik und Behandlung von Patient:innen

Das Lungenzentrum Coswig investiert einen sechsstelligen Betrag in die Erneuerung verschiedener Behandlungsplätze zur Verbesserung und Modernisierung der Patientenversorgung. So wurden unter anderem in Equipment für das Untersuchungsangebot der Lungenfunktion, einen Herzkathetermessplatz und ein neues Röntgengerät investiert. Alle Investitionen dienen einer besseren Diagnostik und Behandlung der Patient:innen des Lungenzentrums Coswig.

IKK e.V.-Geschäftsführers Jürgen Hohnl zur Verbändeanhörung des KHAG

„Die Krankenhausreform zählt zu den ambitioniertesten Projekten der vergangenen Legislaturperiode. Sie sollte die Strukturen neu ordnen, indem sie auf Konzentration und Spezialisierung setzte und damit höhere Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit in den Mittelpunkt stellte. Doch dieses Ziel droht aus dem Blick zu geraten: Mit den nun vorliegenden umfassenden Ausnahmeregelungen für Länder bei Qualitäts- und Erreichbarkeitsvorgaben wird das ursprüngliche Reformanliegen verwässert.

Digitale Transformation: Lausitz setzt Maßstäbe für moderne Krankenhausstrukturen

Das Universitätsklinikum Lausitz entwickelt sich in drei Phasen zum digitalen Leitkrankenhaus. Grundlage sind moderne IT-Infrastruktur, digitale Prozesse und Mitarbeitereinbindung. Vernetzung mit regionalen Akteuren sowie die Kombination von Forschung und Versorgung sichern Skalierbarkeit. Das Klinikum gilt als Blaupause für digitale Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen.

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) warnt: Die Krankenhausreform gefährdet die nephrologische Versorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) kritisiert die geplante Krankenhausreform. Abrechnungsdaten verzerren den tatsächlichen Bedarf, wodurch Mittel für die „Komplexe Nephrologie” zu knapp bemessen werden. Das gefährdet die Versorgung, die Weiterbildung und die Finanzierung. Die DGfN fordert eine Nachsteuerung und eine transparente Evaluation.

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende investiert 150 Mio. Euro in Neubau

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende plant bis 2031 einen Neubau für 150 Mio. Euro. Ab Ende 2026 beginnt der Bau. Geplant sind neue Notaufnahme, OP-Trakte, Intensivstationen und Allgemeinstationen. Ziel ist die Integration des Standorts Neu-Mariahilf. Das EKW beschäftigt 2000 Personen, versorgt 24.500 stationäre Fälle jährlich und baut auf Kooperationen und moderne OP-Technik.

BARMER-Arztreport: Immer mehr Menschen in Hamburg von Hautkrebs betroffen

In Hamburg ist die Zahl der Menschen mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs zwischen 2005 und 2023 um mehr als 100 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Arztreport der BARMER hervor. Bei weißem Hautkrebs haben sich die Fallzahlen sogar fast verdreifacht. Und: Diese Entwicklung könnte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. „Wir sehen jetzt die Schattenseiten einer Zeit, in der UV-Schutz kaum Beachtung fand“, so Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Hamburg.

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Entscheider und Entscheiderinnen im Krankenhaus.

Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, Digitalisierung und Gesundheitspolitik. Neben aktuellen Nachrichten und einem wöchentlichen Fach-Newsletter bietet medinfoweb ein spezialisiertes Stellenportal für Fach- und Führungskräfte im Klinikbereich.