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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?
Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.
St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank: Wechsel in der Pflegedirektion
Detlef Prost, Pflegedirektor des St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank, geht nach 46 Ausbildungs- und Berufsjahren in den verdienten Ruhestand. Nachfolgerin ist Ricarda Radimerski.
BBT-Region Koblenz-Saffig wächst weiter zusammen
Mit Verantwortung für eine hochwertige Versorgung und klaren Zielen in die Zukunft
Kliniken in Hessen verstärken Schutz vor Gewalt in Notaufnahmen
In Notaufnahmen hessischer Kliniken häufen sich verbale und körperliche Angriffe gegen Personal. Krankenhäuser reagieren mit Sicherheitsdiensten, Deeskalationstrainings, technischen Notrufsystemen und Kooperationen mit der Polizei. Ursachen sind unter anderem gesellschaftliche Spannungen, Drogenkonsum und hohe Erwartungen der Patientinnen und Patienten.
Prognos-Studie bestätigt enorme wirtschaftliche Bedeutung der medizinischen Reha
Rehabilitation wirkt – auf mehreren Ebenen
BDA und DGAI warnen vor Schwächung der Qualitätsstandards bei Anerkennung ausländischer ärztlicher Qualifikationen
Nürnberg. Der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e. V. (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) begrüßen grundsätzlich das Ziel des jüngst veröffentlichten Referentenentwurfs des Gesetzes zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen.
Neues Führungspersonal für die DRK Kliniken Berlin Mitte
Der ehemalige Chefarzt am Vivantes Klinikum Am Urban, Dr. med. Roland Raakow, wird neuer Standortleiter der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie der DRK Kliniken Berlin Mitte.
IGeL können mehr schaden als nützen – Aufklärung über Schadensrisiko unzureichend
Jedes Jahr geben gesetzlich Versicherte mindestens 2,4 Milliarden Euro für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) aus, die privat von ihnen zu bezahlen sind – knapp 400 Millionen Euro davon allein für orthopädische Leistungen. Daher hat das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors weit verbreitete IGeL im Bereich der Orthopädie bewertet. Fazit: Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose werden mit „negativ,“ die Stoßwellentherapie bei Tennisarm und Kalkschulter mit „unklar“ bewertet. Nötig sind verpflichtende unabhängige wissenschaftsbasierte Informationen zu IGeL in den Praxen.
Hybrid-DRGs verändern Klinik- und Praxislandschaft
Ambulante Behandlungen sollen künftig häufiger stationäre Aufenthalte ersetzen. Hybrid-DRGs gleichen Vergütungen zwischen Kliniken und Praxen an. Befürworter sehen Effizienz und Kostenvorteile, Kritiker warnen vor Risiken für Qualität und Patientensicherheit.
SPD fordert gesetzliche Pflicht zu Abtreibungen auch in kirchlichen Kliniken
Die SPD will Krankenhäuser per Gesetz verpflichten, Abtreibungen anzubieten, auch kirchliche Häuser mit öffentlichen Mitteln. Hintergrund ist die Elsa-Studie, die gravierende Versorgungslücken aufzeigt. Ein Urteil in Lippstadt bekräftigte das Verbot in einem katholischen Klinikum. Grüne und Linke unterstützen die SPD, Union lehnt Streichung von §218 ab.
Catharina Gebicke verstärkt das Team von HC&S
Die HC&S AG begrüßt Catharina Gebicke als neue Interimsmanagerin. Die Healthcare-Expertin wechselt zum 1. September 2025 zu den Managementprofis von HC&S. Im Rahmen eines ersten Mandats begleitet sie die Sanierung der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg unter Insolvenzschutz.
Planungssicherheit geschaffen: Neurologie Weilmünster geht zum 1. Januar 2026 an Kreiskrankenhaus Weilburg
Der Zeitpunkt für die Übernahme der Klinik für Neurologie Weilmünster durch das Kreiskrankenhaus Weilburg steht fest: Zum 1. Januar 2026 wird die Klinik offiziell in die Trägerschaft des Kreiskrankenhauses übergehen.
Helios-Klinikum Erfurt: Pflegepersonal übernimmt zunehmend fachfremde Tätigkeiten
Im Helios-Klinikum Erfurt ersetzen Pflegekräfte zunehmend Servicepersonal. Interne Unterlagen belegen den Abbau von über 50 Stellen, deren Aufgaben nun von Pflegekräften oder umgeschulten Krankenpflegehelfern übernommen werden. Die Refinanzierung über das Pflegebudget macht diese Praxis möglich. Fachleute und Politik sehen darin Fehlanreize zulasten der Versicherten und fordern eine gesetzliche Korrektur.
Digitale Transformation: Erfolgsfaktor für Kliniken im demografischen Wandel
Die Digitalisierung prägt die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Sie ist Instrument und Strategie zugleich. Kliniken müssen Strukturen und Kultur anpassen. Innovation und digitale Transformation sichern Versorgung trotz Ressourcenknappheit und Demografie. Erfolg verlangt aktives Management und klare strategische Ausrichtung.
„Elsa“-Studie: Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs als Schlüssel für bessere Versorgung
Das Bundesgesundheitsministerium unter Nina Warken (CDU) veröffentlichte die „Elsa“-Studie zu ungewollt Schwangeren still und ohne Begleitung. Die über 1.000 Seiten dokumentieren mangelhafte Versorgung, lange Anfahrtswege, Stigmatisierung und hohe Kosten. Die Union vermeidet eine öffentliche Diskussion. Fachleute sehen die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und die Streichung des Paragrafen 218 als Voraussetzung für eine bessere Versorgung und Entstigmatisierung.
AMEOS: Präzision mit KI – Modernste Röntgenanlage in Ostholstein
Das AMEOS Klinikum Oldenburg investiert gezielt in die medizinische Infrastruktur und stärkt die Patientenversorgung mit der Anschaffung einer neuen stationären Röntgenanlage sowie einer hochmodernen mobilen Röntgenanlage. Die neuen Geräte ersetzen ältere Technik und ermöglichen sowohl eine deutlich verbesserte Bildqualität als auch eine schnellere und schonendere Diagnostik.
Helios Klinik Rottweil kooperiert mit Orthoklinik
Die Helios Klinik Rottweil arbeitet künftig eng mit der Orthoklinik Rottweil zusammen. Beide Einrichtungen bündeln ihre Kompetenzen in der Orthopädie. Geplante Eingriffe an Knie- und Hüftgelenken werden künftig an der Helios Klinik durchgeführt. Die Hüftendoprothetik ist etabliert, die Einführung der Knie-Endoprothetik erweitert das Leistungsspektrum. Parallel baut die Klinik ihre Geriatrie aus und richtet eine größere Station mit neuem Leiter ein. Landrat Michel lobte die Entwicklung.
Health Ostschweiz (HOCH): Spitäler modernisieren Terminals und vereinheitlichen digitale Angebote
Die Spitäler in St. Gallen, Rheintal Werdenberg Sarganserland, Linth und Fürstenland Toggenburg haben sich 2025 zu Health Ostschweiz (HOCH) zusammengeschlossen. Digitale Angebote variieren derzeit je nach Standort, die Nutzung bleibt niedrig. Mit einer neuen „Digital Patient Journey“ und modernisierten Terminals soll der gesamte Behandlungsweg digital unterstützt werden. Das Projekt läuft bis 2028, Ziel sind 70 Prozent digitale Touchpoints und eine deutlich höhere Akzeptanz.
Podcast: BBT-Gruppe stärkt Standort Lahnstein durch Erweiterung und Integration
Das St. Elisabeth Krankenhaus in Lahnstein wird durch zwanzig neue vollstationäre und zehn tagesklinische Plätze in der Gerontopsychiatrie ausgebaut. Die Genehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums gilt als Stärkung für den Standort und Anerkennung der Arbeit der Mitarbeitenden. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines modernen Raumkonzepts. Die Erweiterung vertieft die Integration in die BBT-Region Koblenz-Saffig und die Zusammenarbeit mit den Barmherzigen Brüdern Saffig. Zudem wurden am Standort Ausbildungsangebote für Pflegefachkräfte etabliert.
Arbeitgeber riskieren Freiheitsstrafen bei gefälschten Pausenangaben
Das nachträgliche Einfügen nicht genommener Pausen in Arbeitszeitnachweise gilt als Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz. Arbeitgebern drohen Bußgelder bis 30.000 Euro, strafrechtliche Konsequenzen wie Betrug oder Urkundenfälschung und zivilrechtliche Forderungen der Beschäftigten. Transparente Zeiterfassung schützt vor Konflikten.
Frühchenversorgung: Schweriner Helios erreicht Vorgaben knapp
Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern müssen Mindestmengen für bestimmte Eingriffe nachweisen. Schwerin erfüllte die Vorgaben für Frühchen knapp, andere Häuser kämpfen um Zulassungen. Ohne Erfüllung drohen Behandlungsverbote, da Krankenkassen Leistungen nicht vergüten. Drei Bundesländer klagen gegen die Vorgaben des G-BA.
BVMed: Digitalisierungsstrategie: „Gesundheitsversorgung datenbasiert steuern“
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert bei der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung, die elektronische Patientenakte (ePA) auszubauen. Ziel sollte eine Datenplattform sein, die allen Gesundheitsberufen einen einfachen Zugang zu den notwendigen medizinischen Informationen ermöglicht. Zudem sollte Künstliche Intelligenz (KI) als wesentlicher Bestandteil des künftigen Gesundheitswesens gefördert werden, so der BVMed in seiner Antwort auf die Online-Befragung von Bundesgesundheitsministerium (BMG) und Gematik zur Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege („Gemeinsam Digital”). „Langfristig benötigen wir einen neuen, dritten Versorgungslevel, der datenbasiert die medizinische Versorgung steuert“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed): Transmitter werden endlich vergütet
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat den Beschluss des Bewertungsausschusses begrüßt, im ambulanten Bereich eine neue bundesweit einheitliche Abrechnungsziffer für Transmitter-Geräte für das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz und die telemedizinische Nachsorge einzuführen. „Diese Änderung schafft nach langen Jahren der Unsicherheit endlich mehr Klarheit und Sicherheit in der Versorgung mit telemedizinischen Geräten – und stärkt die digitale Betreuung von Menschen mit Herzinsuffizienz und kardialen Aggregaten“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
Das Krankenhausanpassungsgesetz (KHAG) stößt auf breite Kritik
Der Referentenentwurf zum Krankenhausanpassungsgesetz stößt auf breite Kritik. Fachgesellschaften befürchten Nachteile für die spezialisierte Kindermedizin. Chirurgen sehen unrealistische Personalvorgaben und Pflegeverbände warnen vor Qualitätsverlust. Die Länder fordern noch mehr Ausnahmen und Flexibilität.
Corinna Jendges neues Mitglied im Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Magdeburg
Mit Wirkung zum 15. August 2025 wird Corinna Jendges, Kaufmännischer Vorstand am Uniklinikum Jena, als neues Mitglied in den Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. bestellt. Sie übernimmt das Mandat von Diplom-Volkswirtin Gabriele Sonntag, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Tübingen A.ö.R.
Reform bringt Chancen für Effizienz, birgt aber Risiken für Qualitätssicherung
Die Krankenhausversorgung in Deutschland soll stärker nach Komplexität der Fälle und zwischen ambulantem und stationärem Sektor aufgeteilt werden. Experten wie Ralf Kiesslich (Unimedizin Mainz) sehen Vorteile durch Spezialisierung und mehr ambulante Leistungen. Andreas Bartels (KV RLP) betont Einsparpotenziale, unter anderem durch Hybrid-DRGs. DKG-Präsident Gerald Gaß warnt hingegen vor Qualitäts- und Sicherheitsrisiken. Streitpunkte bestehen zwischen Krankenhäusern und Vertragsärzten über die Umsetzung.
Jan-Ove Faust übernimmt die Geschäftsführung am Medizin Campus Bodensee
Der 67-jährige Jan-Ove Faust ist der neue Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee. Gemeinsam mit Stefan Füßinger und Anne Matros übernimmt er die Leitung der Kliniken Friedrichshafen und Tettnang. Die neue Führung steht vor Reformdruck, einem geplanten Trägerwechsel sowie laufenden Insolvenzverfahren.
Der ‚ÄrzteTag‘-Podcast diskutiert über die hohe Zahl von Operationen
In Deutschland wird besonders viel operiert. Orthopäde Mark Tauber und Klinikmanager Martin von Hummel erklären im „ÄrzteTag“-Podcast die Gründe: finanzielle Anreize, unklare Indikationsstellung und zu geringe Nutzung konservativer Therapien. Beide betonen die Vorteile einer stärkeren Spezialisierung für die Qualität. Zur geplanten Krankenhausreform äußern sie Kritik, besonders am Modell in Nordrhein-Westfalen.
Aktuelles zur Krankenhausfinanzierung 2025 – Was jetzt wichtig ist!
04. September 2025, Beginn: 9:30 Uhr, Ende: ca. 17:00 Uhr (Webkonferenz)
Klinikum Region Hannover (KRH): Neue Leitung im Beschaffungsmanagement
Jörg Störmer übernimmt ab dem 01.10.2025 die Leitung des Geschäftsbereichs Beschaffungsmanagement im Klinikum Region Hannover. Der studierte Jurist und erfahrene Experte im Krankenhauseinkauf übernimmt damit die Stelle von Steffen Grebner, der in die Kliniken Aurich-Emden-Norden wechselt.
Pflegeverbände und Länder fordern Nachbesserungen am Krankenhausanpassungsgesetz
Der Referentenentwurf zum Krankenhausanpassungsgesetz (KHAG) stößt auf breite Kritik. Besonders die Streichung spezialisierter Leistungsgruppen in der Kinder- und Jugendmedizin löst Sorgen vor Unterversorgung aus. Chirurgische Verbände beanstanden hohe Personalvorgaben und Risiken für die Weiterbildung. Fachgesellschaften warnen vor Qualitätsverlusten bei Mindestmengen und Standards. Der Deutsche Pflegerat lehnt die Herausnahme der Pflegepersonaluntergrenzen aus den Leistungsgruppen ab. Länder wie Brandenburg fordern mehr Flexibilität bei Ausnahmen und Fachärzteanrechnung. Kritiker sehen eine Verwässerung der Reformziele.
Neuer Ärztlicher Direktor des JoHo ist Chefarzt der Kardiologie
WIESBADEN. Prof. Dr. Joachim Ehrlich, seit 2016 Chefarzt der Medizinischen Klinik I (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie) am St. Josefs-Hospital Wiesbaden (JoHo), ist seit 1. August neuer Ärztlicher Direktor des JoHo. Er folgt auf Prof. Dr. Marcus Richter, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, der das Amt neun Jahre lang mit großem Einsatz führte.
Ingolstädter Maul-Klinik beantragt Eigeninsolvenz – Betrieb läuft weiter
Die Ingolstädter Maul-Klinik hat Eigeninsolvenz beantragt. Grund sind steigende Kosten, Fachkräftemangel und erfolglose Gespräche mit regionalen Krankenhausträgern. Der Betrieb, einschließlich Notaufnahme, wird uneingeschränkt fortgeführt. Rund 140 Mitarbeitende und 20 Kooperationsärzte sind betroffen. Geschäftsführer Michael Neudecker zeigt sich zuversichtlich, die Klinik langfristig erhalten zu können. Löhne sind über Insolvenzgeld bis Oktober gesichert.
Universitätsklinikum Bonn zählt zu „Deutschlands begehrtesten Arbeitgebern 2025“ und „Ausbildungs-Champions 2025“
Bonner Maximalversorger das vierte Jahr in Folge vom F.A.Z.-Institut ausgezeichnet
Wittstocker Klinik vor Schließung, Bürgermeister setzt auf Ausnahmeregelung
Die KMG-Kliniken wollen den Standort Wittstock Ende 2026 schließen, da er die Anforderungen der Krankenhausreform ab 2027 nicht erfüllt. Bürgermeister Philipp Wacker fordert eine Ausnahmegenehmigung, wie sie ein aktueller Gesetzesentwurf vorsieht. KMG verweist auf unzureichende Strukturen und plant die Verlagerung der Kardiologie nach Pritzwalk. Die Stadt und Bürger:innen mobilisieren Protest, während im September ein Runder Tisch mit Politik und Trägern stattfindet.
Tarifeinigung am Helios Klinikum Pirna: Spürbare Verbesserungen für den nichtärztlichen Dienst
Am Helios Klinikum Pirna wurde für die Beschäftigten des nichtärztlichen Dienstes ein umfassender Tarifabschluss erzielt. Die Einigung bringt deutliche Verbesserungen bei Vergütung, Zulagen und tariflicher Absicherung.
Krankenhausreformanpassungsgesetz bleibt für den BDC hinter den Erwartungen zurück
Aus Sicht des BDC bietet die Flexibilisierung im Rahmen des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) Chancen. Für wichtige Themenfelder fehlten im Referentenentwurf jedoch nach wie vor relevante Lösungsansätze und einige Regelungen müssten dringend angepasst werden.
Helios Spital Überlingen stellt Geburtshilfe ein
Das Helios Spital in Überlingen hat Anfang August seine Geburtsstation geschlossen. Grund sind unbesetzte Facharztstellen und ein deutlicher Rückgang der Geburten von rund 500 im Jahr 2022 auf knapp 300. Auch die Notfallversorgung und ambulante Angebote in Gynäkologie und Geburtshilfe sind eingestellt. Schwangere werden nun an sieben umliegende Kliniken verwiesen, die zwischen 30 bis zu 50 Minuten entfernt liegen. Über die Zukunft der betroffenen Beschäftigten äußerte sich das Spital nicht.
Künstliche Intelligenz in der Klinik
Prof. Dr. Anderie: Strukturierte Roadmap als Schlüssel zur erfolgreichen Integration von KI in Krankenhäusern
Mehr Sicherheit für Patientinnen und Pflegekräfte: Brandenburg fordert Erhalt der Untergrenzen
Pflegepersonaluntergrenzen wichtiges Instrument, um die Qualität der Krankenhausversorgung zu sichern
OP-Planung in Echtzeit: Neue Software von KARL STORZ setzt Maßstäbe in der Onkologie
Die neue Software Innersight3D von KARL STORZ bringt KI-basierte 3D-Visualisierung in europäische OP-Säle. Aus CT- und MRT-Daten generiert das System detaillierte Modelle, die die Operationsplanung und Kommunikation deutlich verbessern. Klinische Studien belegen, die Technik senkt Komplikationen, verkürzt Eingriffe und stärkt das Sicherheitsgefühl im Team. Das Tuttlinger Unternehmen plant nun die globale Ausweitung, ein Meilenstein für die digitale Chirurgie.
Klinikzusammenschluss: Evangelisches Krankenhaus Hubertus und Klinik für MIC
Aus zwei wird eins: Die Evangelische Krankenhaus Hubertus Krankenhausbetriebs gGmbH und die S & A Klinik für minimal-invasive Chirurgie GmbH – beides Unternehmen der Johannesstift Diakonie – haben sich zusammengeschlossen.
In Deutschland noch zögerlich: Erste Einrichtungen testen Kühlkleidung
Immer mehr Pflegeeinrichtungen in der Schweiz und den Niederlanden nutzen Kühlwesten, um ihr Personal vor den Folgen von Hitzewellen zu schützen. Die Westen können unter Schutzausrüstung getragen werden und erleichtern konzentriertes Arbeiten bei hohen Temperaturen. In Deutschland sind sie bislang kaum verbreitet, erste Kliniken in München und Nürnberg erproben jedoch die Wirkung. Hersteller berichten von klaren Verbesserungen in Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden der Pflegekräfte. Neben Westen kommen auch Kühlshirts, Kopfbedeckungen und weiteres Zubehör zum Einsatz.
Dresden erweitert ambulante OP-Kapazitäten für Orthopädie
Mit einem modernisierten OP-Saal am MVZ Schlehenstraße reagiert das St. Joseph Stift Dresden auf den stetig steigenden Bedarf an ambulanten Eingriffen. Künftig werden dort orthopädische Operationen gezielt durchgeführt. Der Ausbau entlastet das AOZ an der Canalettostraße und stärkt die ambulante Versorgung in der Region.
Zwischen Planungssicherheit und Reformrisiko: Das KHAG spaltet die Branche
Der Entwurf zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) erlaubt den Ländern weitreichende Ausnahmen bei der Umsetzung zentraler Reformziele. Die DKG begrüßt mehr Flexibilität, kritisiert jedoch das Instrument der Vorhaltefinanzierung. Der VUD warnt vor einer Aufweichung der Reformlogik und befürchtet den Erhalt ineffizienter Strukturen. Die Ersatzkassen sehen eine Gefährdung der Versorgungsqualität.
KH-Investitionspolitik der Länder: Viel Geld, wenig Steuerung
Trotz hoher Investitionszusagen fehlt vielen Ländern ein strategischer Kompass. Bayern fokussiert auf Bestandssicherung, Nordrhein-Westfalen nutzt Mittel zur gezielten Versorgungssteuerung. Baden-Württemberg und Hessen agieren zurückhaltend, entweder strukturell oder finanziell. Der Ausbau ambulanter und sektorenübergreifender Strukturen bleibt bislang weitgehend ausgeklammert. Eine Reform der Investitionslogik ist überfällig.
Reaktion von Prof. Josef Hecken auf die Ankündigung von drei Bundesländern, Vorgaben des G-BA verfassungsrechtlich überprüfen lassen zu wollen
Auf die Ankündigung der drei Bundesländer Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wegen der Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu erheben, reagiert Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA folgendermaßen:
Fachkräftemangel im ländlichen Raum: Weiterbildung als Schlüssel zur Versorgung
Der ärztliche Nachwuchs fehlt, vor allem auf dem Land. Eine Befragung in bayerischen Gesundheitsregionen zeigt, dass Weiterbildungsangebote, flexible Arbeitszeiten und Programme für Studierende als zentrale Maßnahmen zur Nachwuchssicherung gelten. Doch bürokratische Hürden, überalterte Weiterbildungsstrukturen und fehlende politische Vermarktung gefährden nachhaltige Lösungen. Ein koordiniertes Vorgehen ist dringend notwendig.
Haftungsfalle Management: Warum Klinikleitungen selbst vorsorgen sollten
Steigende Haftungsrisiken in Klinikleitungen machen individuellen Versicherungsschutz für Geschäftsführer zunehmend relevant. Unternehmenspolicen bieten häufig keine verlässliche Absicherung, insbesondere bei strafrechtlichen Verfahren oder wirtschaftlichen Krisen. Persönlich abgeschlossene Strafrechtsschutz- und D&O-Versicherungen können hier die Lücke schließen.
GKV-Spitzenverband – Mindestmengen retten Leben
Der GKV-Spitzenverband blickt mit großer Sorge auf die Klage von drei Bundesländern beim Bundesverfassungsgericht, die sich u. a. gegen die bundesweit geltenden Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Versorgung sehr kleiner Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht von unter 1.250 Gramm richten.
‚Deskilling‘ durch KI? Erfolgsquote bei Krebsvorsorge sinkt nach wenigen Monaten deutlich
Eine Studie aus Polen zeigt erstmals klinisch belegbar: Ärzte verlieren messbar an diagnostischer Treffsicherheit, wenn sie sich bei Darmspiegelungen durch KI unterstützen lassen. Die Erfolgsquote bei der Entdeckung von Adenomen sank nach wenigen Monaten um mehr als 20 Prozent. Die Forscher sprechen von „Deskilling“, einem gefährlichen Kompetenzverlust durch digitale Helfer.
Hört die KI Krankheiten? Med Uni Graz testet Diagnostik per Stimme
Forschende der Med Uni Graz entwickeln KI-Systeme, die aus Sprach- und Atemgeräuschen Krankheiten erkennen können, präziser als das menschliche Ohr. Ziel ist eine Frühdiagnostik ohne invasive Verfahren. Erste Tests mit „Schreibabys“ sollen zeigen, ob die Stimme Hinweise auf spätere Entwicklungsstörungen liefert.
OPS Version 2026: Vorabfassung veröffentlicht
endgültige amtliche Fassung des OPS Version 2026
Hendrik Streeck – Virologe, Visionär, Volksvertreter
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Virologe und HIV-Forscher, ist 2025 neu in den Bundestag eingezogen und direkt zum Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt worden. Als Mitglied im Gesundheitsausschuss bringt er wissenschaftliche Expertise in die Politik. Seine Karriere, geprägt von der Coronapandemie, ist eng verbunden mit Forschung, Kritik, Medienpräsenz und einem schnellen politischen Aufstieg.
Oberender Kommentar: Fehlanreize bleiben – Kliniken brauchen mehr Freiheiten
Die TK will mit einem 10-Punkte-Plan die Beitragssätze stabilisieren, greift dabei aber auch in die Finanzierung der Kliniken ein. Prof. Schmid kritisiert, dass Tarifsteigerungen nicht pauschal als Überkompensation gelten dürften. Er fordert eine differenzierte Analyse der Kostenentwicklung und mehr Handlungsspielraum für Kliniken statt pauschaler Sparforderungen.
KI-gestützte Sensortechnologie zur patientennahen Fernüberwachung
Sepsis frühzeitig erkennen
Ausgezeichnete Qualität im Westpfalz-Klinikum
Standort Kirchheimbolanden belegt in Ranking des F.A.Z.-Instituts Platz 4
KI-gestützte Sensortechnologie zur patientennahen Fernüberwachung
In Kooperation mit der Hypros GmbH hat das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD einen Proof of Concept für eine berührungslose Sensortechnologie zur Früherkennung von spontaner Änderung des Gesundheitszustandes abgeschlossen. Ziel des Projekts HealthView ist es die Untersuchung, inwieweit sich Vitalparameter wie Atemfrequenz, Puls oder Körpertemperatur mithilfe von KI und bildgebenden Sensoren aus der Ferne zuverlässig erfassen lassen.
Abrechnungsklarheit für 18- bis 20-Jährige: Bewertungsausschuss passt EBM an
Ab Oktober 2025 wird der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) erstmals die Altersgruppe der Heranwachsenden explizit berücksichtigen. Kinder- und Jugendärzte können dann auch Leistungen für 18- bis 20-Jährige korrekt abrechnen. Bisher fehlte diese Altersgruppe im EBM, obwohl sie laut Weiterbildungsordnung zum Behandlungsauftrag gehört. Der Bewertungsausschuss hat nun die entsprechenden GOP angepasst und die Definition der Altersgruppe gemäß Jugendgerichtsgesetz aufgenommen.
VPKA und ver.di erzielen nach monatelangen Verhandlungen Einigung
Tarifabschluss stärkt Beschäftigte und bringt Planungssicherheit
Dirk Weyhe für den German Medical Award 2025 nominiert
Prof. Dr. med. Dirk Weyhe, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Pius-Hospital, ist für den German Medical Award 2025 in der Kategorie Diagnostik nominiert.
LG Köln stärkt Klinikrechte: Kostenübernahme durch PKV wird rechtlich bindend
Ein Krankenhaus erhält künftig einen eigenen Zahlungsanspruch gegenüber einer privaten Krankenversicherung, wenn diese eine Kostenübernahme erklärt. Das Landgericht Köln wertet solche Erklärungen als rechtlich bindenden Schuldbeitritt. Kliniken können sich dadurch direkt an die Versicherung wenden. Dies stärkt ihre Position bei der Durchsetzung von Vergütungsansprüchen und schafft Rechtssicherheit, auch über Einzelfälle hinaus.
Klinik kündigt Chefarzt fristlos: Gericht bestätigt schweres Fehlverhalten
Ein Hamburger Chefarzt wurde nach massiven Vorwürfen wegen Beleidigungen, Diskriminierung und sexueller Belästigung fristlos gekündigt. 31 Mitarbeitende meldeten ein toxisches Arbeitsklima und warnten vor Gefahren für die Patientensicherheit. Das Arbeitsgericht bestätigte die Kündigung, auch wegen rassistischer Äußerungen. Eine Berufung ist anhängig.
Rechtswidriger Ausschluss: Krankenhäuser bei Hygienezuschlägen benachteiligt
Ein Beschluss des Bewertungsausschusses schließt Kliniken von Hygienezuschlägen bei ambulanten Operationen aus, ohne sachliche Begründung. Der Eingriff in das Vergütungssystem benachteiligt Krankenhäuser systemwidrig. Juristisch ist die Regelung kaum haltbar. Expert:innen raten Kliniken zur Abrechnung und zur Klage.
Kath. St. Paulus Gesellschaft: Neuaufstellung der Geschäftsführung mit Julia Alexandra Schütte
Krankenhaus-Managerin Julia Alexandra Schütte wird die strategische Neuausrichtung und Restrukturierung der KLW St. Paulus GmbH verantworten.
Dr. Ottmar Schmidt übernimmt Geschäftsführung im Evangelischen Krankenhaus Luckau
Seit 1. August 2025 ist Dr. Ottmar Schmidt Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Luckau. Er teilt sich die Aufgabe mit dem langjährigen Geschäftsführer Dr. Karsten Bittigau.
Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer wird Klinischer Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Lörrach
Der Aufsichtsrat der Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH hat Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer mit Wirkung zum 1. Januar 2026 zum Klinischen Geschäftsführer berufen. Gemeinsam mit Udo Lavendel (CEO) und Monika Röther (COO) wird Dr. Steinmeyer-Bauer die Geschäftsführung verstärken und insbesondere die klinische Führungsverantwortung im Rahmen der strategischen Neuausrichtung übernehmen.
Streichung der Pflegepersonaluntergrenzen spielt mit der Qualität der Patient:innenversorgung
Deutscher Pflegerat warnt!
DIVI positioniert sich: „Zusatzweiterbildung stärkt als interdisziplinäres Fundament die Zukunft der Notfallmedizin!“
Die seit Monaten andauernde Debatte über einen Facharzt für Notfallmedizin nimmt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zum Anlass, eine Empfehlung zur Zukunft und Weiterentwicklung der klinischen Akut- und Notfallmedizin auszusprechen.
Hybrid-DRGs verändern die Kliniklandschaft
Die Krankenhausreform stellt die medizinische Versorgung neu auf. Mehr ambulante Eingriffe, zentrale Steuerung und Hybrid-DRGs sollen die Effizienz und Qualität verbessern. Während Befürworter darin Chancen für Spezialisierung und Entlastung sehen, warnen Kritiker vor Qualitätsverlusten und Systembrüchen. Der Umbau stößt auf strukturelle Hürden und sektorale Trennung und wird nur langsam vorangehen.
Fallstudien belegen Erfolg multimodaler Wundtherapie
Der Wund-Balance-Ansatz rückt die ganzheitliche Betrachtung chronischer Wunden in den Mittelpunkt. Neben der lokalen Versorgung berücksichtigt er systemische, soziale und psychische Faktoren. Fallbeispiele zeigen, wie SAP-Wundauflagen, antimikrobielle Kollagenpräparate und gezielte Lebensstilinterventionen Heilungsprozesse deutlich verkürzen und Komplikationen reduzieren. Der Ansatz entlastet Pflegepersonal, steigert die Lebensqualität und wurde mit dem JWC-Innovationspreis ausgezeichnet.
GenAI im Gesundheitswesen: Vision trifft auf marode Infrastruktur
Trotz hoher Erwartungen an GenAI fehlt vielen Gesundheitseinrichtungen die nötige Umsetzungskompetenz. Zwar existieren klare Strategien, doch mangelt es an Integration, Sicherheit und technischer Infrastruktur. Die von NTT Data veröffentlichte Studie unterstreicht: Die Ambitionen sind hoch, aber das Fundament ist brüchig. Datenschutzängste, Fachkräftemangel und veraltete Systeme bremsen das Potenzial. Der Druck zu investieren wächst, doch ohne tragfähige Strukturen bleibt GenAI eine Vision ohne Wirkung.
EVA Ruhr: Pflegedirektion erhält Zertifikat ‚Pflege attraktiv‘ – Ein Erfolg alle!
Die Pflegedirektion der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft nahm mit großem Stolz das Zertifikat für „Pflege attraktiv“ entgegen. Somit wurden die Häuser, die zum EVA Ruhr gehören, ab sofort offiziell für ihr Engagement für nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege ausgezeichnet. Pflegedirektorin Beate Schlüter ist sich sicher: „Dieser Erfolg war allein durch die Beteiligung und die intensive Zusammenarbeit aller Berufsgruppen möglich. Wir konnten bei diesem Projekt die gesamte Institution mitnehmen.“ Gemeinsam beschäftigt der EVA Ruhr rund 10.000 Mitarbeitende, die sich tagtäglich für das Wohl der Menschen in unserer Region einsetzen.
KI erkennt tödliche Herzrhythmusstörungen bis zu 14 Tage vor dem Ereignis
Ein Forschungsteam aus Paris hat eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die gefährliche Herzrhythmusstörungen bis zu zwei Wochen vor dem Auftreten erkennen kann. Das System analysiert schwache Signale in EKG-Daten, die für Ärzte nicht sichtbar sind. Erste Tests zeigen eine Trefferquote von 70 Prozent bei Risikopatienten. Die Technologie befindet sich noch in der Validierung, könnte aber langfristig Leben retten und die Kardiologie grundlegend verändern.
DGIIN: Neue Sektion ‚Sepsis‘ gegründet
Im Zuge der Veröffentlichung der Deutschen Sepsisleitlinie hat die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) eine neue Sektion mit dem Schwerpunkt „Sepsis“ ins Leben gerufen.
Aktuelle Daten des Deutschen Reanimationsregisters: 370 Menschen pro Tag erlitten 2024 einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand
Nürnberg. 2024 erlitten in Deutschland schätzungsweise rund 136.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Das waren durchschnittlich 370 Menschen pro Tag. Bei etwa der Hälfte – rund 67.000 Patientinnen und Patienten – begann der Rettungsdienst mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Das zeigen die aktuellen Daten des Deutschen Reanimationsregisters, das unter Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin steht und nun seinen außerklinischen Jahresbericht 2024 veröffentlicht hat.
Schnellere Facharzttermine gegen Geld: Verbraucherzentrale mahnt Vermittlungsplattformen ab
Immer mehr gesetzlich Versicherte erhalten gegen Bezahlung schnellere Arzttermine, ein wachsendes Problem, wie Verbraucherschützer betonen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht darin einen Verstoß gegen geltendes Vertragsrecht und hat bereits Plattformen wie Doctolib abgemahnt. Die gesetzliche Regel: Termine dürfen nicht gegen Zahlung vorgezogen werden. Für viele Patienten bleibt jedoch nur der Griff ins Portemonnaie und damit ein Angriff auf das Solidarsystem.
Team Prof. Gockel und Dr. Voigt entwickelt Prototypen einer ‚künstlichen Speiseröhre‘
Künstliche Intelligenz soll die Art und Qualität der Nahrung erkennen
Gendermedizin, personalisierte Medizin und innovative Versorgungskonzepte
Mit einer Vielzahl an wissenschaftlichen Beiträgen, aktuellen Forschungsergebnissen und praxisrelevanten Diskussionen findet der Deutsche Rheumatologiekongress vom 17. bis 20. September im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt
Facharztgrenzen und Tageskliniken: Länder kritisieren starre Vorgaben des BMG
Der Entwurf zur Krankenhausreform von Nina Warken stößt auf Widerstand in den Ländern. Kritik kommt aus Bayern und Brandenburg. Die Definition von Fachkrankenhäusern bleibt unklar, die Facharztzuordnung ist zu starr. Auch die Gleichstellung von Tageskliniken mit stationären Einrichtungen wird bemängelt. Positiv aufgenommen wird die größere Flexibilität bei Ausnahmen und Kooperationen. Doch insgesamt bleibt der Eindruck: Viele offene Fragen, wenig Vertrauen.
Altersmedizinische Versorgung sichern: Weitere Leistungsgruppe einführen, kein „Downsizing“ der Geriatrie auf Level 1i
Der Bundesverband Geriatrie hat sein bundesweites Geriatriekonzept an die Rahmenbedingungen des KHVVGs angepasst
MHH: Mit KI gegen Infektionen bei Leberzirrhose
Forschungsverbund INDIVO sucht Wege zur genaueren Diagnose und gezielter Behandlung von Bakterienbefall bei Menschen mit Leberzirrhose.
Das Verfassungsgericht soll die Krankenhausplanung retten – drei Bundesländer ziehen die rote Linie
Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein verklagen den G-BA vor dem Bundesverfassungsgericht. Im Zentrum steht die Sorge um die föderale Hoheit in der Krankenhausplanung. Die Mindestfallzahlen für Frühchen, Stammzelltransplantationen und die Personalvorgaben in Psychiatrien seien zu starr. Die Länder fürchten Versorgungsengpässe und pochen auf mehr Flexibilität bei regionalen Ausnahmen.
Rettung durch Schulterschluss: Stadt und Kreis sichern Zukunft des St.-Marien-Hospitals
Friesoythe und der Landkreis Cloppenburg stärken gemeinsam den Krankenhausstandort. Mit zusätzlichen Mitteln sichern sie das Fortbestehen des St.-Marien-Hospitals. Die Sanierung unter Eigenverwaltung kann nun abgeschlossen werden. Das Schutzschirmverfahren zeigt Wirkung, ein positives Signal für Beschäftigte und Patient:innen.
Digitalisierung und KI im Krankenhaus – wo stehen wir wirklich?
HC&S und nexum starten bundesweite Umfrage: Digitalisierung und KI im Krankenhaus – wo stehen wir wirklich?
Leistungsgruppen und LOPS-Richtlinie: Neue Vorgaben verändern die Krankenhausplanung
Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHVVG) wurden bundesweit einheitliche Leistungsgruppen eingeführt, die künftig die Grundlage für die Krankenhausplanung und die Vorhaltevergütung bilden. Der neue Grouper bringt komplexe Zuweisungslogiken mit sich, die strategische Entscheidungen der Kliniken beeinflussen. Hohe Qualitätsvorgaben können erhebliche Investitionen erfordern. Die LOPS-Richtlinie des MD-Bundes regelt nun verbindlich die Prüfabläufe, ersetzt die Interimsfassung und bringt Detailänderungen, etwa in der Geriatrie. Die Umsetzung verläuft in den Bundesländern unterschiedlich.
Podcast: Wie KI im Klinikalltag helfen kann, Personal zu entlasten
Im Podcast mit Tim Hofmann erklärt Florian Schwiecker, wie Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen helfen kann, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren, Burnout vorzubeugen und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Entscheidend sei, digitale Lösungen nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Werkzeug für eine menschlichere Medizin.
Hybrid-DRGs 2026: Kliniken verlieren, Kassen setzen sich durch
Die ab 2026 geplante Erweiterung der Hybrid-DRGs sorgt für Unmut in den Kliniken. Der erweiterte Katalog wurde gegen den Willen der DKG durchgesetzt und umfasst nun auch ehemals stationäre DRGs mit zweitägigem Aufenthalt. Während Vertragsärzt:innen profitieren, tragen Krankenhäuser die Zusatzkosten. Strukturelle Defizite und fehlende Kompensationen gefährden die wirtschaftliche Balance der stationären Versorgung.
Neuer Lehrstuhl für KI in der Hämatologie: Carsten Marr baut Brücke zwischen Forschung und Klinik
Carsten Marr übernimmt die neu geschaffene Professur für Künstliche Intelligenz in der Zelltherapie und Hämatologie am LMU Klinikum. KI-Methoden sollen aus der Forschung direkt in die klinische Versorgung überführt werden. Marr gilt als Vordenker in der KI-gestützten Einzelzellanalyse und verfolgt einen klar translationalen Ansatz.
Grüne rügen Bundesgesundheitsministerium: Reformstau trotz Gesetzesentwürfen
Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen wirft der Gesundheitsministerin Untätigkeit vor. Trotz steigender Beiträge stagniert die Versorgung. Reformgesetze bleiben unbearbeitet. Dahmen fordert einen effizienteren Einsatz der Mittel und kritisiert das Verschieben längst erarbeiteter Gesetzesvorhaben als verantwortungslos.
305 Mitzeichnungen – Petition 181409 fordert Reform der Notfallpflege
Pflegekräfte in Notaufnahmen fordern klare gesetzliche Vorgaben: Eine Petition verlangt verbindliche Personaluntergrenzen, ein eigenes Berufsbild für Notfallpflege und ein bundesweites Schutzkonzept. Bisher sind Notaufnahmen von der geltenden Pflegepersonalregelung ausgenommen, zum Nachteil von Fachpersonal und Patienten.
Waren (Müritz): Neuer Pflegedirektor für die Müritzregion
Nils-Michael Wulf übernimmt die Pflegedirektion im Mediclin Müritz-Klinikum. Mit Erfahrung aus OP-Management und Leitungstätigkeiten will er die Pflege strukturell und menschlich weiterentwickeln. Kommunikation und interdisziplinäre Zusammenarbeit stehen für ihn im Fokus. Sein Führungsstil verbindet operative Expertise mit visionärer Pflegekultur.
Hochschule München: Gesundheitsversorgung besser machen: mit KI-Assistenz statt Fragebogen-Kästchen
Wie stark sind Ihre Schmerzen im Moment? Wie oft machen Sie sich Sorgen? In welchen Bereichen Ihres Lebens schränkt Sie Ihre Erkrankung ein? Fragen wie diese gehören zu den sogenannten PROMs, Patient Reported Outcome Measures, also Bewertungen des eigenen Gesundheitszustands durch die Behandelten. Sie werden oftmals zu Beginn und zum Ende einer Behandlung von Kliniken und Reha-Einrichtungen standardisiert erfasst. Ziel ist es, Aussagen über Gesundheitszustand, Lebensqualität und die individuelle Erfahrung mit Krankheit und Therapie direkt von den Betroffenen zu erhalten. Doch das Verfahren hat Schwächen: Viele Menschen füllen die Fragebögen nicht aus – sei es wegen Verständnisschwierigkeiten, Sprachbarrieren oder mangelnder Motivation.
vdää* kritisiert ärztliche Rolle bei versuchter Abschiebung in Dresden
Die oberste Verpflichtung gilt dem einzelnen Patienten – nicht bei Hamza A.
Wege aus der Überlastung von Ärztinnen und Ärzten: Aktuelle Studie zeigt Lösungshorizonte auf
Aktuell wurde in „Neurological Research and Practice“, dem Open-Access-Journal der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), eine Umfrage zu belastenden Ereignissen in der Neurologie veröffentlicht. Es nahmen 493 Ärztinnen und Ärzte teil, 318 von ihnen in der neurologischen Weiterbildung. Die Ergebnisse zeigen Handlungsfelder auf, damit der Arztberuf nicht krank macht und wieder attraktiver wird. Die DGN wird nun fachintern, aber auch systemisch an Lösungen arbeiten.
Vier Wochen nach Hackerangriff: Digitale Infrastruktur bleibt lückenhaft
Ein Cyberangriff auf die Ameos-Gruppe hat das Neuburger Krankenhaus schwer getroffen. Digitale Systeme wurden vorsorglich vom Netz genommen. Wochen später läuft der Klinikbetrieb nur eingeschränkt. Laboranforderungen, Rezeptausstellung und digitale Patientenaufnahme waren zeitweise nicht möglich. Die Normalisierung schreitet langsam voran.
449 Pflegebeschwerden im Jahr 2024: MD Bayern sieht deutlichen Anstieg
Pflegebedürftige und Angehörige melden zunehmend Missstände in bayerischen Pflegeeinrichtungen. Der Medizinische Dienst Bayern registrierte 2024 rund zehn Prozent mehr Beschwerden als im Vorjahr. In über der Hälfte der Fälle bestätigten sich die Hinweise. Bei akuten Problemen leitete der MD Bayern innerhalb von zwei Tagen Prüfverfahren ein.
Verhandlungen ohne Fortschritt: Demonstration vor Helios-Klinik geplant
Am Helios-Herzzentrum Leipzig haben bis zu 200 Beschäftigte erneut die Arbeit niedergelegt. Verdi fordert zwölf Prozent mehr Gehalt und bessere Bedingungen. Helios verweist auf ein attraktives Angebot, zeigt sich vom Streik irritiert. Auch am Klinikum St. Georg stehen Verhandlungen bevor, erste Streiks sind nicht ausgeschlossen.
Pflegedirektion erhält Zertifikat “Pflege attraktiv” – Ein Erfolg alle!
Die Pflegedirektion der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft nahm mit großem Stolz das Zertifikat für „Pflege attraktiv“ entgegen. Somit wurden die Häuser, die zum EVA Ruhr gehören, ab sofort offiziell für ihr Engagement für nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege ausgezeichnet.
Sektorenübergreifende Versorgungsmodelle erfordern tiefgreifende Prozess- und Personalstrategien
Die Ambulantisierung gilt als zentrale Reformbewegung im deutschen Krankenhauswesen. Demografischer Wandel, steigende Krankheitslast und Engpässe in der ambulanten Versorgung treiben die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich voran. Reformen wie Hybrid-DRGs, ambulantes Operieren und sektorübergreifende Pauschalen sollen Kapazitäten entlasten und Effizienz erhöhen. Für Kliniken bedeutet dies jedoch hohe Investitionen in spezialisierte Zentren, digitale Systeme und angepasste Abläufe.
Zwischen Diagnosehilfe und Vertrauenslücke: KI im Klinikalltag
Künstliche Intelligenz hat sich von der Alltagsanwendung zur ernstzunehmenden medizinischen Unterstützung entwickelt. In Radiologie, Chirurgie, Therapieplanung und Forschung wird sie zunehmend eingesetzt. Systeme erkennen Tumore auf Bildaufnahmen, erstellen Behandlungspläne, koordinieren Termine und unterstützen im Operationssaal. Innovative Ansätze, wie mehrsprachige Aufklärungs-Avatare, sollen Arzt-Patienten-Gespräche vertiefen.
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