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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?

Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

Vom Kostendruck zur Profession: Pflege braucht klare Strukturen und Kompetenzen

Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, verteidigt das Pflegebudget als notwendige Korrektur gegen jahrzehntelangen Kostendruck. Sie warnt vor einer Rückkehr zu Fehlanreizen, die Pflegekräfte abbauen und Patientensicherheit gefährden. Die steigenden Ausgaben seien keine Kostenexplosion, sondern überfällige Investitionen in Qualität und Fachkräfte. Vogler fordert verbindliche Personalbemessung, klare Qualifikationsprofile und eine Krankenhausstrukturreform. Pflege müsse als zentrale Versorgungsleistung anerkannt werden, flankiert durch PPR 2.0, PeBem und ein Pflegekompetenzgesetz.

2,5-Millionen-Euro-Förderung für mehr IT-Sicherheit im Gesundheitswesen

KI revolutioniert die Medizin, doch Cyberangriffe gefährden Patientensicherheit und Gerätefunktion. Forschende der Uni Bonn, des Uniklinikums Bonn und des FIZ Karlsruhe starten das Projekt „SecureNeuroAI“. Gemeinsam arbeiten sie darauf hin KI-basierte Notfallerkennung, exemplarisch bei epileptischen Anfällen, gegen Datenmanipulation zu schützen. Dazu werden multimodale Sensordaten analysiert, Authentifizierungsverfahren entwickelt und rechtliche Vorgaben geprüft. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt unterstützt das Vorhaben mit 2,5 Millionen Euro. Übergreifendes Ziel ist es die Widerstandsfähigkeit KI-gestützter Medizintechnik zu erhöhen.

BVMed zu Kalkulation der Hybrid-DRG 2026: „Richtung stimmt, im Detail noch Nachbesserungsbedarf“

Der Bundesverband Medizintechnologie unterstützt den Ansatz, Sachkosten in den Hybrid-DRG aufwandsgerecht über Zusatzentgelte abzubilden. Einen entsprechenden Beschluss hat der ergänzte erweiterte Bewertungsausschuss (ergEBA) zur Kalkulation der Hybrid-DRG 2026 getroffen. „Das neue Kalkulationsverfahren bietet die Chance, die bestehende Unterfinanzierung der erforderlichen Medizintechnologien in den DRG-1-Tagesfällen und aktuellen Hybrid-DRG zu beheben“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Intuitiv, sicher, hardwareunabhängig: So gelingt Identitätsmanagement im Gesundheitswesen

Digitale Identitäten werden zum Schlüsselfaktor im Klinikbetrieb. Entscheidend ist ein nutzerzentriertes Design, das Sicherheit, Komfort und Alltagstauglichkeit vereint. Für Patient:innen bedeutet dies mobile Zugänge zu ePA und E-Rezept, für Klinikteams flexible Authentifizierung ohne Gerätezwang. Parallel bedrohen unkontrollierte Maschinenidentitäten die IT-Sicherheit. Fehlende Verwaltung führt zu Compliance-Risiken und erschwert Audits. Die Lösung liegt in einem durchgängigen Identitätsmanagement für Menschen und Systeme, das Silos auflöst und klare Strukturen schafft.

Heidekreis investiert 280 Millionen Euro in zukunftsfähiges Zentralklinikum

Der Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel liegt im Zeitplan. Zwei Gebäudeteile sind im Rohbau fast fertig, zwei weitere in der Startphase. Geschäftsführer Armin Rogge rechnet ab Ende 2028 mit der Inbetriebnahme. Investitionsvolumen liegt bei 280 Millionen Euro. Geplant sind kurze Wege für Mitarbeitende, um Belastungen zu reduzieren. Die beiden bisherigen Standorte Soltau und Walsrode werden zusammengeführt. Bis zu 70 Fachkräfte arbeiten am Rohbau, später sollen mehrere Hundert den Innenausbau vorantreiben.

Digitale Helfer oder Freundschaftsersatz? KI in der psychischen Versorgung

Künstliche Intelligenz verändert Psychiatrie und Psychotherapie grundlegend. Digitale Tools wie ChatGPT, Apps oder VR-Anwendungen eröffnen neue Wege in Prävention, Behandlung und Nachsorge. Frühwarnsysteme und kontinuierliche Begleitung steigern die Chancen auf Stabilität. Doch es fehlt eine klare Strategie zu Ethik, Datenschutz, Finanzierung und Regulierung. Der Mensch bleibt zentral, denn Technik kann die Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in ergänzen, aber nicht ersetzen.

Patient:innenboom in Weilheim und trotzdem rote Zahlen

Trotz hoher Auslastung und steigender Patientenzahlen rutscht die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH weiter in die roten Zahlen. Die Transformation in Schongau gilt bundesweit als Vorzeigeprojekt, und in Weilheim platzt die Klinik aus allen Nähten. Doch veraltete Vergütungsregeln und unzureichende Finanzierung neuer Versorgungsmodelle treiben das Defizit auf fast sechs Millionen Euro. Ein Lehrstück für die strukturellen Schwächen des Systems.

Prof. Jochen A. Werner und die Vision des Smart Hospitals

Seit Jahren treibt Prof. Dr. Jochen A. Werner den Wandel vom klassischen Klinikum zum Smart Hospital voran. Seine Vision ist es, Daten, KI und Empathie zu verbinden. Digitale Workflows entlasten Ärzt:innen, Telemedizin bringt das Krankenhaus ins Wohnzimmer. Einheitliche E-Akten und Plattformen sind dafür Schlüsselprojekte. Werner setzt auf Start-ups, Prävention und Human-Robot-Interaktion. Sein Ziel ist eine vernetzte Medizin bis 2035.

Europäische Krankenhausversorgung im Wandel: HOPE setzt auf Vernetzung, Resilienz und Digitalisierung

Prof. Henriette Neumeyer fordert mehr europäische Zusammenarbeit im Krankenhauswesen. HOPE will Versorgungssicherheit, Resilienz und digitale Innovation vorantreiben. Kliniken sollen sich zu regional vernetzten Systemen entwickeln, gestützt durch Telemedizin und KI. Einheitliche Regeln, weniger Bürokratie und gemeinsame Strategien für Fachkräfte sind zentrale Ziele. Best-Practice-Beispiele aus Spanien und Portugal zeigen, wie integrierte Versorgung und digitale Modelle funktionieren können.

Landesregierung legt Struktur für Klinikverbund Heidelberg-Mannheim fest

Der Zusammenschluss der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim nimmt Gestalt an. Ab 2026 wird der Verbund mit einer neuen Führungsstruktur starten. Heidelberg übernimmt die Mehrheit, Mannheim bleibt beteiligt. Ziel ist die Bündelung von Spitzenmedizin, Forschung und Lehre sowie der Abbau von Doppelstrukturen. Das Land Baden-Württemberg stemmt dafür rund 480 Millionen Euro, Mannheim steuert bis zu 300 Millionen Euro bei.

Resilienzstrategie der EU: Datenraum, Pharmapaket und Critical Medicines Act verändern die Spielregeln

Die EU gewinnt in der Gesundheitspolitik massiv an Gewicht. Initiativen wie der Europäische Gesundheitsdatenraum, strengere Regeln für SoHOs und das Pharmapaket markieren einen Paradigmenwechsel. Resilienz steht im Zentrum, mit Strategien zur Bevorratung, medizinische Gegenmaßnahmen und ein Cyber-Sicherheitsplan für Krankenhäuser sollen Europas Systeme krisenfest gemacht werden. Mit dem Critical Medicines Act will die EU zudem die Arzneimittelproduktion zurückholen. Krankenhäuser müssen EU-Regulierungen stärker beachten, um als Akteur wahrgenommen zu werden.

Alb Fils Klinikum eröffnet: 500 Millionen Euro für eine neue Ära der Versorgung

Mit dem Neubau des Alb Fils Klinikums beginnt für Göppingen eine neue Ära. 500 Millionen Euro flossen in ein Projekt, das mehr ist als ein Krankenhaus, denn Ärztehaus, Bildungszentrum, Kita, Parkhäuser und Wohnanlagen ergänzen die Klinik. Modernste Technik, volle Digitalisierung und nachhaltige Architektur prägen das Konzept. Die Bettenzahl sinkt auf 648, dafür wächst die ambulante Versorgung. Einzelzimmer, kürzere Wege und digitale Visiten sollen Effizienz und Qualität sichern. Geschäftsführer Schmid und Hüttner betonen den Wandel hin zu prozessoptimierten Abläufen. Das Haus erfüllt den Goldstandard für nachhaltiges Bauen. Ein Jahrhundertprojekt, das regionale Versorgung neu definiert.

Bundeshaushalt 2026: Reformdruck steigt, kein neues Geld für Sozialversicherungen

Finanzminister Lars Klingbeil lehnt höhere Zuschüsse für Kranken- und Pflegeversicherung ab. Statt neuer Milliarden fordert er konkrete Einsparungen und wirksamere Maßnahmen. Reformkommissionen sollen Lösungen liefern, sonst drohen drastische Eingriffe. Für 2025/2026 bleiben lediglich Darlehen zur Stabilisierung. Sozialverbände und Kassen warnen vor Beitragsanstieg und fordern Ausgabenmoratorium.

Statement Prof. Jens Scholz, 1. Vorsitzender des VUD, zum beschlossenen Bundeshaushaltsentwurf

„Die Bundesregierung sieht im Bundeshaushalt an mehreren Stellen Finanzmittel für Krankenhäuser vor – das ist ein wichtiges Signal. Neben dem Inflationsausgleich ist es ordnungspolitisch nachvollziehbar, dass der Bund seinen Anteil am Transformationsfonds aus Steuermitteln bestreitet. Dass der Bund zunächst sogar mit 3,5 Mrd. Euro den überwiegenden Anteil trägt, ist das Signal an die Länder, die Krankenhausreform mutig anzugehen und umfassende Strukturveränderungen schnell auf den Weg zu bringen. Im Zuge des anstehenden Anpassungsgesetzes zum KHVVG muss – wie im Koalitionsvertrag angekündigt – dafür gesorgt werden, dass die Universitätsklinika beim Transformationsfonds weitergehender als bislang vorgesehen beteiligt werden.

Marburger Bund: Staat muss endlich für eigene Aufgaben zahlen

„Die Bundesregierung gesteht offen ein, dass sie die Finanzierungslücke bei den versicherungsfremden Leistungen kennt, sie schließt sie aber nicht. Es ist ein Armutszeugnis, dass man Defizite eingesteht, aber keine politischen Konsequenzen zieht. Wenn es in nächster Zeit weiterhin zu Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenkassen kommt, dann ist das auch das Ergebnis dieser Weigerung, Verantwortung zu übernehmen“, kritisiert Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, die unzureichende Refinanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben im heute vom Bundeskabinett beschlossenen Haushaltsentwurf für das Jahr 2026.

Proaktive Medizin am Jungfernstieg, KI als Schlüssel für bessere Diagnostik

Ava Medical aus Hamburg will die Medizin neu denken mit proaktiver Versorgung statt reaktiver Behandlung. Mit digitalen Messgeräten erfasst das Start-up umfangreiche Patient:innendaten und analysiert sie mithilfe von KI. Ziel ist, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Diagnosen zu verbessern. Investoren wie Ragnar Kruse sehen enormes Potenzial. Noch ist das Angebot privat, doch die Gründer:innen planen, ihre Software bald flächendeckend Ärzt:innen zugänglich zu machen.

BGH-Urteil: Ärztliche Aufklärung vor Geburt eines schwerbehinderten Kindes war unzureichend

Eine Mutter wirft ihrem Arzt vor, sie vor der Geburt ihres Kindes nicht ausreichend über die Diagnose des Aicardi-Syndroms informiert zu haben. Sie behauptet, sie hätte einen Schwangerschaftsabbruch erwogen. Nun entscheidet der Bundesgerichtshof (BGH), dass Ärzt:innen umfassend über Befunde, Risiken und Handlungsoptionen aufklären müssen. Das Urteil unterstreicht die Bedeutung der informierten Entscheidung, ein Signal für alle Praxen.

Karrierechance im Gesundheitswesen: Was macht ein Physician Assistant?

Der Physician Assistant (PA) schließt eine wachsende Lücke im deutschen Gesundheitssystem. In Zeiten von Ärztemangel, steigender Bürokratie und alternder Bevölkerung übernehmen PA’s delegierbare Aufgaben wie Anamnesen, Untersuchungen und Therapiepläne. Das Studium ist praxisorientiert und eröffnet Karrierewege bis zur Promotion. Vorteile sind dabei die direkte Patient:innenversorgung ohne komplettes Medizinstudium. Nachteile dagegen sind fehlende einheitliche Vergütung und geringe Bekanntheit. Die Deutsche Gesellschaft für PA’s empfiehlt ein Einstiegsgehalt ab 4.100 Euro. PA’s entlasten Teams spürbar und tragen zu effizienteren Abläufen bei. Der Beruf wird sich als Schlüsselrolle in interprofessionellen Teams etablieren.

TK meldet Rekordausgaben, Gesundheitskosten in NRW überschreiten 10-Milliarden-Euro-Marke

Die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse in NRW erreichten 2024 mit 10,7 Milliarden Euro einen historischen Höchstwert. Pro Kopf lagen die Ausgaben bei 3.782 Euro, ein Plus von sieben Prozent. Besonders stark stiegen die Arzneimittelkosten mit 10,5 Prozent auf über 700 Euro pro Versicherten. TK fordert höhere Hersteller-Rabatte, um Kostenexplosionen zu verhindern. Kliniken bleiben mit 3,3 Milliarden Euro der größte Kostenblock, gefolgt von Arzt- und Zahnarztbehandlungen sowie Heil- und Hilfsmitteln.

Forscher fordern radikale Wende bei Krankenhausküchen

Das Essen in deutschen Kliniken und Pflegeheimen schadet der Gesundheit und belastet das Klima. Eine internationale Studie von PIK, Charité und Stanford zeigt, dass zu wenig Gemüse, Obst und Vollkorn, dafür viel Zucker, Weißmehl, Salz und rotes Fleisch zubereitet wird. Pflanzliche Lebensmittel machen weniger als 20 % der Energiezufuhr aus. Die Mahlzeiten unterschreiten wichtige Nährstoffempfehlungen und bergen bei längerem Konsum ein Risiko für chronische Krankheiten. Forschende fordern eine grundlegende Umstellung der Verpflegung, für Menschen und Umwelt.

Der SHG-Aufsichtsrat entzieht Prof. Adolph die Verantwortung in Völklingen

Nach massiver interner Kritik verliert Prof. Adolph die operative Verantwortung für die SHG-Kliniken Völklingen. Der Aufsichtsrat reagiert auf die angespannte Lage und überträgt die Leitung an Geschäftsführer Bernd Mege. Grund dafür sind anhaltende Konflikte und ein verschlechtertes Betriebsklima im Herzzentrum, die zu Kündigungen führten. Eine Mediation soll die Situation entspannen. Gesundheitsminister Jung begrüßt diesen Schritt und fordert weitere Maßnahmen.

Ambulantisierung ja, aber richtig: Kritik an gesetzlicher Ausgestaltung der Hybrid-DRGs

Die Einführung der Hybrid-DRGs soll die Ambulantisierung fördern, droht aber gravierende Systemrisiken zu erzeugen. Politisch vorgegebene Fallzahlen basieren auf unsicheren Daten, die Vergütung ignoriert unterschiedliche Versorgungsrealitäten. Kliniken warnen vor Fehlanreizen, Unterfinanzierung und sinkender Patientensicherheit. Ohne klare Qualitätsstandards und faire Kalkulation könnte das Konzept die Krankenhausplanung aushebeln. Experten fordern daher separate Kurzlieger-DRGs, faire Vergütung und sektorenübergreifende Steuerung.

Unsicherheit am Bodensee gefährdet Standorte und Vertrauen: Wer übernimmt den MCB?

Der Medizin Campus Bodensee steht am Scheideweg. Friedrichshafen will die Trägerschaft abgeben. Diskutiert werden sieben Szenarien, vom unkomplizierten Übergang an den Bodenseekreis über eine Kooperation mit Ravensburg oder privaten Partnern bis hin zur Insolvenz. Jede Lösung hat weitreichende Folgen für Finanzen, Strukturen und die regionale Gesundheitsversorgung. Unklar bleibt, ob der Kreis rasch übernimmt oder ob ein „großer Wurf“ gelingt. Die Unsicherheit gefährdet nicht nur die Standorte, sondern auch das Vertrauen von Bevölkerung und Personal.

Neustart in Mainz: Führungsteam plant Übernahme und Ausbau des DRK Schmerz-Zentrums

Das DRK Schmerz-Zentrum Mainz steht vor einem ungewöhnlichen Schritt, mit einem Management-Buy-out soll die insolvente Einrichtung gesichert werden. Die Direktoren des Hauses, unterstützt von der Gründerfamilie, wollen die Klinik übernehmen, Arbeitsplätze erhalten und das Konzept erweitern. Geplant ist ein Asset Deal, der gezielt Vermögenswerte überträgt. Rückhalt kommt aus Fachkreisen, Patientenselbsthilfe und Politik. Das Bestreben bleibt ein hochspezialisiertes Behandlungszentrum für chronische Schmerzen.

Charité baut strategische Allianzen aus, mit neuer Abteilung für klinische Kooperationen

Die Charité positioniert sich mit einem neuen Bereich für klinische Kooperationen als strategischer Netzwerker. Unter der Leitung von Corina Naujock sollen Partnerschaften mit Krankenhäusern, Praxen und Dienstleistern ausgebaut werden. Im Fokus steht dabei, Ressourcen zu bündeln, Strukturen anzupassen und die Versorgung in Berlin langfristig zu sichern. Kooperationen sollen nicht zufällig entstehen, sondern Teil einer klaren Strategie sein. Naujock setzt auf enge Premium-Partnerschaften, digitale Lösungen und Prävention, um dem steigenden Patientendruck und knappen Kapazitäten zu begegnen.

Neue Chefapothekerin am Klinikum St. Georg Leipzig – Stephanie Stareprawo übernimmt Leitung der Krankenhausapotheke

Das Klinikum St. Georg in Leipzig stellt sich für die Zukunft weiter auf: Zum 1. August 2025 übernimmt Stephanie Stareprawo die Leitung der Krankenhausapotheke des Klinikums. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Krankenhauspharmazie und ihrer Leidenschaft für eine moderne, patientenorientierte Arzneimittelversorgung bringt sie exzellente Voraussetzungen mit, um die Apotheke des Hauses strategisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.

Krankenhausreform auf dem Prüfstand: Die Vorhaltefinanzierung bleibt ein Zankapfel zwischen Politik und Kliniken

Gesundheitsministerin Nina Warken will die Krankenhausreform anpassen. Die Länder sollen mehr Mitsprache bei Leistungsgruppen und Personalvorgaben erhalten. Die Einführung der Vorhaltefinanzierung wird verschoben, bleibt aber umstritten. Kritiker:innen warnen vor einer Aushöhlung der Qualitätsstandards. Die DKG begrüßt die Öffnung für Kompromisse, fordert aber einen spürbaren Bürokratieabbau und eine Überarbeitung der Vorhaltepauschalen. Die AOK warnt vor einer reinen „Showveranstaltung” bei Qualitätsprüfungen.

Leipziger Diakonissenkrankenhaus eröffnet Klinik für Geriatrie

Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig stellt sich im Bereich der Altersmedizin neu auf. Zum 1. August 2025 wird hier eine Klinik für Geriatrie ihren Betrieb aufnehmen, in der Patientinnen und Patienten des höheren Lebensalters eine gezielt auf ihre gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmte Behandlung erhalten. In der neuen Klinik wird mit Olga Korobtsova auch eine neue Chefärztin die medizinische Verantwortung übernehmen.

Krankenhausreform: Brandenburger Gesundheitsministerin Müller rechnet mit Umbau, nicht mit Kahlschlag

Gesundheitsministerin Britta Müller sieht trotz Reform keinen Kahlschlag in Brandenburgs Kliniklandschaft. Alle Standorte sollen erhalten bleiben, jedoch mit neuer Rolle. Spezialisierung statt Vollversorgung lautet die Devise. KMG will Wittstock schließen, doch Müller verweist auf Chancen für Polikliniken und integrierte Versorgung. Qualität vor Nähe, lautet ihr Credo.

Zuweiserportale und Patientenportale arbeiten digital Hand in Hand

Patientenportale sind durch das KHZG Pflicht geworden. Doch wer Zuweiserportale ignoriert, riskiert Versorgungsbrüche. Die digitale Vernetzung von Kliniken, Patient:innen und überweisenden Praxen ist mehr als ein Komfort, sie ist ein Muss für Effizienz, Transparenz und Sicherheit. Nur die Kombination beider Systeme schafft einen durchgängigen Informationsfluss, reduziert Doppeluntersuchungen und stärkt das Vertrauen aller Beteiligten.

BSG stärkt Pflegepersonaluntergrenzen: Klage eines Krankenhauses bleibt erfolglos

Das Bundessozialgericht hat ein klares Signal gesetzt. Krankenhäuser müssen sich an die Pflegepersonaluntergrenzen halten. Eine Klinik wollte sich gegen die Einstufung als pflegesensitiver Bereich wehren, um keine zusätzlichen Pflegekräfte einstellen zu müssen. Die Richter:innen entschieden anders. Das Urteil konkretisiert die Regelungen und macht deutlich, dass Patientensicherheit Vorrang vor Kostenerwägungen hat. Die Auslegung des Gesetzes ist jetzt unmissverständlich.

Primärarztsystem spaltet Experten: Engpässe oder Entlastung?

Die Bundesregierung plant ein Primärarztsystem mit verpflichtendem Hausarztkontakt als Erstinstanz. Ziel ist es, unnötige Arztbesuche zu vermeiden und Terminungleichheiten zwischen Privat- und Kassenpatient:innen zu reduzieren. Patientenschützer und Verbraucherverbände warnen vor längeren Wartezeiten und neuen Engpässen, da bereits 5.000 Hausarztsitze unbesetzt sind. Hausärzteverbände unterstützen den Ansatz, fordern aber ein flächendeckendes Netz und digitale Steuerungsinstrumente. Kritiker:innen verlangen den Ausbau von Terminservicestellen sowie eine Reform ärztlicher Vergütungsanreize.

Digitalisierung als Standortfaktor, TK mahnt Tempo bei Hessens Kliniken an

Hessens Krankenhäuser legen bei der Digitalisierung zu, bleiben aber unter dem Bundesschnitt. Der Digital-Radar zeigt, dass der Reifegrad von 33 auf 42 Punkte stieg, aber leicht unter dem deutschen Durchschnitt liegt. Vorreiter wie das Klinikum Darmstadt erreichen 62 Punkte, viele Häuser hinken hinterher. Patient:innen erwarten digitale Services wie Terminbuchung oder Zugriff auf die ePA. Die TK warnt, die Digitalisierung wird künftig entscheidend für die Klinikwahl sein. Bund und Land fördern den Ausbau mit Millionen, doch strukturelle Defizite bleiben.

Universitätsmedizin Greifswald: Erst Aufholjagd, dann Spitzenposition in der Robotik

Die Universitätsmedizin Greifswald hat sich europaweit einen Spitzenplatz in der roboterassistierten Chirurgie erarbeitet. Sie rechtfertigt damit das Vertrauen, das die Landespolitik in den vergangenen Jahren in sie gesetzt hat. Seit Beginn des robotischen Operationsprogrammes in Greifswald Ende 2022 fanden an der Unimedizin über 1.000 erfolgreiche Eingriffe mit einem da Vinci statt. Dazu gehören mehrere Behand­lungsarten, die erstmals im deutschsprachigen Raum durchge­führt wurden. Aus der Aufholjagd ist in weniger als drei Jahren eine nachweisliche Spitzenposition geworden.

Bschor warnt: Die Krankenhausreform wird ausgehöhlt

Der Entwurf zur Anpassung der Krankenhausreform sorgt für heftige Kritik. Prof. Tom Bschor, Mitautor der ursprünglichen Reform, sieht keine einzige Verbesserung bei der Versorgungsqualität. Stattdessen befürchtet er eine Aushöhlung zentraler Standards. Die Länder erhalten weitreichende Ausnahmerechte, wodurch Mindestmengen und Facharztvorgaben unter Druck geraten. Besonders problematisch sind für ihn die Lockerungen bei den Kooperationsregeln für Fachkliniken und die Verschiebung der Reform um ein Jahr. Für Bschor ist das „gegen den Geist des Gesetzes“.

Kabinettsentwurf liegt vor, mehr Verantwortung für Pflegekräfte

Die Bundesregierung reaktiviert das Pflegekompetenzgesetz und legt einen überarbeiteten Entwurf vor. Pflegekräfte sollen künftig mehr Entscheidungsfreiheit erhalten und Tätigkeiten übernehmen, die bisher Ärzt:innen vorbehalten waren, beispielsweise in der Wundversorgung. Ziel ist es, die Pflegeberufe aufzuwerten, Versorgungsprozesse zu beschleunigen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Reform soll die interprofessionelle Zusammenarbeit stärken und neue Versorgungsmodelle ermöglichen.

White Paper 2025: Chancen, Risiken und ethische Leitplanken für die KI-gestützte Entscheidungsfindung

Das White Paper der Roche Pharma AG zeigt, wie KI den Weg zu einer echten gemeinsamen Entscheidungsfindung in der Medizin ebnen kann. Es beleuchtet Chancen wie personalisierte Empfehlungen und Risikominimierung, weist aber auch auf ethische und rechtliche Grenzen hin. Patient:innen sollen aktiv eingebunden werden, Ärzt:innen erhalten neue Rollen. Praktische Tipps und konkrete Szenarien machen deutlich: KI ist kein Ersatz, sondern ein Werkzeug, das Kommunikation, Transparenz und Vertrauen fördern soll.

Pflegekompetenz gehört in die Klinikleitung – DBfK fordert Pflegeführung dauerhaft und gleichberechtigt zu verankern

In einem großen kommunalen Klinikum Brandenburgs wurde kürzlich die Geschäftsführung Pflege ersatzlos gestrichen. Diese Entwicklung steht exemplarisch für einen bundesweiten Trend: Pflegerische Führungsstrukturen auf höchster Ebene werden abgebaut – obwohl der Nutzen einer pflegefachlich verankerten Leitungsebene vielfach wissenschaftlich belegt ist.

Gleichstellung von gesetzlich und privat Versicherten: Warken will Wartezeiten verkürzen

Gesundheitsministerin Nina Warken kündigt ein Primärarztsystem an, das gesetzlich und privat Versicherte gleichstellen soll. Hausärzt:innen sollen künftig die Terminvergabe zu Fachärzt:innen koordinieren und damit Wartezeiten verkürzen. Ziel ist eine effizientere Steuerung von Praxisbesuchen, ohne Patient:innen finanziell zu belasten. Warken betont die Notwendigkeit, unnötige Arztkontakte zu reduzieren und eine stabile Beitragsentwicklung sicherzustellen. In der Reformkommission sollen alle Optionen geprüft werden. 

Offener Brief gegen Klinik-Aus: Wittstocks Bürgermeister fordert Gesetzesänderung

Die geplante Schließung der KMG-Klinik in Wittstock entfacht einen Sturm des Widerstands. Bürgermeister Philipp Wacker appelliert in einem offenen Brief an Land und Bund, Gesetze müssen geändert werden, um die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern. Mehr als 1.000 Bürger:innen protestieren und Kritiker:innen warnen, denn ohne Notaufnahme droht Lebensgefahr. Auch der Kreisseniorenbeirat äußert sich mit dem Appell Gesundheit ist ein Grundrecht, keine Frage des Wohnorts.

Förderverein finanziert Innovation: KI-basierte Schlaganfallanalyse in Flensburg

Die Diako Flensburg setzt seit Juli eine KI-gestützte Software zur Schlaganfall-Diagnose ein. Das System wertet CT-Bilder in nur 70 Sekunden aus und spart damit bis zu 45 Minuten. Seit der Einführung wurden bereits 600 Patient:innen versorgt. Ermöglicht wurde die Investition von 119.000 Euro durch den Förderverein „Flensburger Kliniken“, unterstützt von der VR Bank Nord. Ziel ist es, Zeit zu gewinnen, um das Gehirn zu retten, denn pro Minute sterben etwa zwei Millionen Nervenzellen. Ärzt:innen bleiben unverzichtbar, doch KI macht die Versorgung schneller und präziser.

Bremen: RKK erhält Auszeichnung ‚Deutschlands beste Krankenhäuser 2025‘ des F.A.Z.-Instituts

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist laut F.A.Z.-Institut eines von „Deutschlands besten Krankenhäusern“ in der Größenkategorie 300 bis 500 Betten. Im Bundesland Bremen wurden in der Kategorie 300-500 Betten nur zwei Kliniken ausgezeichnet, das RKK mit 86,5 von 100 Punkten und das Klinikum Bremen Nord mit 83,0 Punkten. Die Studie des F.A.Z.-Institut wurde mit Hilfe des IMWF-Instituts für Management- und Wirtschaftsförderung und der Analysegesellschaft ServiceValue erstellt und im Juli veröffentlicht.

Pinneberg: Staatsanwaltschaft prüft Totschlagsverdacht gegen Mediziner

Im Kreis Pinneberg steht ein Arzt unter Verdacht, mehrere ältere Patient:innen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einer zweistelligen Zahl von Todesfällen. Drei Leichen wurden in Barmstedt exhumiert. Ausgangspunkt war eine Strafanzeige einer Privatperson. Das Motiv ist unklar. Es wird wegen Totschlags ermittelt, eine Verbindung zu Sterbehilfe bleibt offen. Angaben zum Arbeitsort des Arztes werden nicht gemacht.

John-Hopkins-University: Roboter führt erste Operation ohne menschliche Hilfe erfolgreich durch

Ein chirurgischer Meilenstein wurde in Baltimore erreicht. Ein KI-gesteuerter Roboter entfernt eigenständig eine Gallenblase, ohne menschliches Eingreifen. Prof. Axel Krieger, deutscher Pionier an der Johns-Hopkins-University, sieht darin den Start einer neuen Ära im OP-Saal. Präzisere Eingriffe, kürzere Wartezeiten, weniger Risiken. Die Technik könnte Routineoperationen revolutionieren und den Klinikalltag grundlegend verändern.

Weckruf: Künstliche Intelligenz verschiebt die Rollen von Arzt und Patient

Eine Szene aus dem Praxisalltag macht deutlich, wie KI das Kräfteverhältnis in der Medizin verändert. Ein Patient präsentiert seiner Ärztin eine GPT-Anwendung, die seine zehnjährige Krankengeschichte ausgewertet hat. Die ePA? Für ihn unbrauchbar. Datenschutzbedenken? Nebensache. Ihm geht es um schnelle, strukturierte Antworten. Für die Ärztin bleibt kaum Zeit zur Einordnung – der Patient ist vorbereitet, der Arzt validiert. Die Diskussion zeigt: Die digitale Transformation findet nicht in der Zukunft, sondern jetzt statt. Und sie kommt nicht von der Politik, sondern aus der Lebensrealität der Patient:innen. Das zwingt Ärzt:innen, sich neu aufzustellen.

Clinotel Simulation zeigt: Ambulantisierung wird zur Überlebensfrage für Kliniken

Die Einführung des Hybrid-DRG-Katalogs 2026 bringt erhebliche Veränderungen in der Krankenhausvergütung. Eine Analyse des Clinotel-Verbunds zeigt, dass der Anteil hybrider Fälle auf 7,5 Prozent steigt. Für einige Häuser drohen Erlösverluste von bis zu 4,5 Prozent, wenn keine Anpassung erfolgt. Besonders kritisch sind 2-Tages-Fälle wie laparoskopische Gallenblasenentfernungen. Optionen liegen in Ambulantisierung, Aufbau von AOP-Zentren und struktureller Anpassung. 

Arbeitsgericht Hannover kippt 30-Minuten-Regel für Rufbereitschaft

Das Arbeitsgericht Hannover hat die Vorgabe eines kommunalen Klinikums, Ärzt:innen in der Rufbereitschaft binnen 30 Minuten am Patienten verfügbar zu machen, für unwirksam erklärt. Begründung: Die Zeitvorgabe schränkt die freie Ortswahl der Rufbereitschaft unzulässig ein und unterläuft den Erholungswert der Ruhezeit. Arbeitgeber müssen bei Bedarf andere Arbeitsmodelle wie Bereitschaftsdienste nutzen. Das Urteil (Az.: 2 Ca 436/24) ist noch nicht rechtskräftig.

Substitution oder Delegation? Ärzte und Pflege ringen um Rollenverteilung

Bundesgesundheitsministerin Warken will die Pflege als eigenständigen Heilberuf stärken und ihr Gesetzesentwurf sieht vor, Pflegefachpersonen mehr Verantwortung bei Wund-, Demenz- und Diabetesversorgung zu geben. Doch Ärzteverbände warnen vor Doppelstrukturen und pochen auf Arztvorbehalt. Pflegevertreter:innen halten Delegation für überholt und fordern Substitution ärztlicher Leistungen. Hinter dem Streit steckt auch die Frage nach Honorierung. Die Debatte um Kompetenzen spitzt sich zu, zwischen Arztvorbehalt und eigenständiger Heilkundeausübung.

Kein Verkauf, keine Schließung: Starnberg sichert Zukunft des Krankenhauses Penzberg zu

Im Kreistag entbrannte eine hitzige Diskussion um die Zukunft des Krankenhauses Penzberg. SPD-Kandidat Sluyterman forderte eine Prüfung des Rückkaufs. Landrätin Jochner-Weiß erklärte, ein solcher Schritt sei nicht geplant. Sie verwies auf die Zusicherung von Starnbergs Landrat Frey, dass das Krankenhaus weder verkauft noch geschlossen werde  Dennoch sorgt die mangelnde öffentliche Kommunikation für Unruhe. Parallel berichtet die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH über Fortschritte bei der Umsetzung des Transformationsplans, jedoch mit deutlicher Verfehlung der Finanzziele. Der Zuschussbedarf steigt von geplanten acht Millionen auf rund zwölf Millionen Euro. 

Brandenburgs Gesundheitsministerin fordert Versorgungsgarantie trotz Klinik-Umstrukturierung

Brandenburg steht vor großen Veränderungen im Kliniknetz. Gesundheitsministerin Britta Müller macht deutlich, dass Umstrukturierungen notwendig sind, jedoch nicht zulasten der regionalen Versorgung gehen dürfen. Ab 2027 dürfen nur Kliniken mit erfüllten Qualitätsstandards bestimmte Leistungen anbieten. Für den Standort Wittstock gibt es noch keine Entscheidung, aber sicher ist, dass die Versorgung vor Ort gewährleistet bleiben muss.

Geplantes Primärarztsystem sorgt für Streit in der Versorgung

Die Bundesregierung plant ein Primärarztsystem, das Hausärzt:innen zur zentralen Steuerungsstelle für Facharzttermine macht. Union und SPD wollen mit einer Termingarantie den Zugang erleichtern. Doch Verbraucherzentralen warnen vor längeren Wartezeiten und überlasteten Hausarztpraxen. Statt neuer Hürden fordern sie den Ausbau bestehender Terminservicestellen. Wartezeiten von mehreren Monaten gelten heute bereits als normal, was den Reformdruck erhöht.

Warum Vielfalt in Daten und Teams der Schlüssel zu fairer KI-Medizin ist

Künstliche Intelligenz soll Diagnosen verbessern, birgt aber ein hohes Risiko. Ungleichheit in Daten und Algorithmen führt zu Fehldiagnosen, besonders bei Frauen, Älteren und Minderheiten. Beispiele aus Kardiologie, Onkologie und Alzheimer zeigen gravierende Folgen. Ursache sind verzerrte Forschungsgrundlagen und homogene Entwicklerteams. Lösungen beinhalten diversere Datensätze, interdisziplinäre Teams, verbindliche Fairness-Checks. Ethik, Transparenz und Governance müssen von Beginn an fester Bestandteil der KI-Entwicklung werden mit dem Ziel einer gerechten Versorgung für alle.

CompuGroup Medical kündigt personelle Veränderung bei den geschäftsführenden Direktoren an

CompuGroup Medical SE & Co. KGaA (CGM) gibt bekannt, dass Dr. Ulrich Thomé, Geschäftsführender Direktor Ambulatory Information Systems DACH, das Unternehmen in bestem gegenseitigem Einvernehmen verlassen wird, um sich neuen beruflichen Herausforderungen außerhalb der CGM zu widmen. Dr. Ulrich Thomé trat am 1. August 2023 in das Unternehmen ein und wurde zum 1. November 2023 als Geschäftsführender Direktor berufen. In dieser Zeit hat er mit seiner langjährigen Erfahrung im Gesundheitssektor bedeutende Impulse für die Weiterentwicklung der ambulanten Informationssysteme der CGM im deutschsprachigen Raum gesetzt. 

Bundesländer starten die Umsetzung der Krankenhausreform ohne klare Vorgaben

Die Krankenhausreform startet, obwohl zentrale Regeln noch nicht final sind. Die Länder bereiten die Einführung der Leistungsgruppen vor, stoßen dabei aber auf Unsicherheiten durch die geplanten Gesetzesänderungen. Der Bund verspricht mehr Flexibilität und Ausnahmen. Einige Antragsverfahren sind bereits abgeschlossen, andere warten ab. Streitpunkt bleibt die Verteilung von vier Milliarden Euro Soforthilfe. Die Kliniken müssen sich auf jahrelange Übergangsphasen einstellen.

DIVI und DGINA legen Bestandsaufnahme zur Personalstruktur und Ausstattung deutscher Notaufnahmen vor

Die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) zur personellen Ausstattung in deutschen Notaufnahmen zeigen: Weder bei Ärzten noch beim Pflegepersonal sind die geforderten Mindeststandards flächendeckend erfüllt. „Allem voran ist die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit Zusatzweiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin noch viel zu gering, wie auch der Anteil der Pflegekräfte mit Fachweiterbildung Notfallpflege“, kommentiert DIVI-Präsident Professor Florian Hoffmann die vorgelegte Bestandsaufnahme, die jetzt open access publiziert wurde.

Brandenburger Gesundheitsministerin Müller: ‚Die Krankenhausreform muss Versorgung sichern – nicht verhindern!‘

Die nun bekannt gewordenen Inhalte des Entwurfs für das „Krankenhaus-Anpassungsgesetz“ (KHAG) enthalten erste Schritte in die richtige Richtung – insbesondere was die Fristverlängerung und gewisse regionale Ausnahmeregelungen betrifft. Aus Sicht des Landes Brandenburg reichen diese Anpassungen jedoch nicht aus, um die gesundheitliche Versorgung in der Fläche dauerhaft zu gewährleisten. Dazu erklärt Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller heute in Potsdam:

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