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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?

Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

KHVVG: VLK fordert substanzielle Nachbesserungen statt rein redaktioneller Korrekturen

Die Vorbereitungen für das sogenannte Vorschaltgesetz im Rahmen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) laufen auf Hochtouren. Bereits bis Mitte Juli will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Änderungen am Gesetzespaket vorlegen. Der Verband leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte e.V. (VLK) warnt jedoch eindringlich davor, sich lediglich auf redaktionelle Anpassungen zu beschränken.

Fehlendes Berufsgesetz bremst Einsatz von Physician Assistants in Praxen

Physician Assistants (PAs) sollen künftig stärker in der ambulanten Versorgung mitwirken. Expert:innen sehen Potenzial in Hausarztpraxen, Heimen und Akutsprechstunden. PAs dürfen Diagnosen vorbereiten, Befunde sichten und Wundversorgung übernehmen. Doch es fehlt ein bundeseinheitliches Berufsgesetz und eine Abbildung der Leistungen im EBM. Die Akademisierung eröffnet neue Karrierewege für MFAs. Angesichts Ambulantisierung und Personalengpässen wächst der Bedarf deutlich.

Die Krankenhausreform droht zu stocken: Clemens Hoch fordert rasches Handeln

Clemens Hoch warnt vor massiven Verzögerungen bei der Umsetzung der Krankenhausreform. Nach aktuellem Stand wird die Vorhaltevergütung frühestens 2028 greifen. Bis dahin bleiben Kliniken auf das alte Abrechnungssystem angewiesen. Hoch kritisiert die mangelnde Unterstützung des Bundes und verweist auf steigende Finanzierungsprobleme, die Kommunen bereits zu Rettungsaktionen zwingen. Auch die zugesagten Bundesmittel lösen das strukturelle Problem nicht. Die Länder zweifeln an der Behauptung, dass die Reform mit unveränderten Mitteln auskommt.

Das Ganze abbilden: Aus der Krankenhaus GmbH wird die St. Vincenz-Kliniken GmbH Paderborn

Eigentlich ist es nur eine Kleinigkeit, aber sie hat hohe Symbolkraft: Die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH hat ihren Namen geändert. „MMit diesem Schritt machen wir deutlich, dass unsere drei Häuser zusammengehören und wesentliche Teile des großen Ganzen sind“, erklärt Markus Funk, Sprecher der Geschäftsführung. Darum heißt die Trägergesellschaft im Hintergrund der drei Krankenhäuser ab sofort St. Vincenz-Kliniken GmbH.

Fristen für Leistungsgruppen-Anträge verlängert: Bayerns Krankenhäuser erhalten mehr Planungsspielraum

Die bayerische Krankenhausgesellschaft begrüßt die Fristverlängerung für Leistungsgruppen-Anträge bis 30. November. Ursprünglich war Ende August geplant. Grund ist die bessere Abstimmung mit dem geplanten Krankenhausreform-Anpassungsgesetz. Die neue Regelung verschafft Kliniken mehr Planungssicherheit und reduziert Bürokratie. Für die Krankenhausplanungsbehörde und den Medizinischen Dienst bedeutet dies einen kürzeren Prüfzeitraum. Wichtig ist die Anpassung auch für die Einstufung von sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen, die vor allem für ländliche Regionen relevant ist.

Transformationsfonds: Kliniken müssen jetzt strategisch handeln

Der Transformationsfonds bietet 50 Milliarden Euro für den strukturellen Umbau der Kliniklandschaft. Im Fokus steht nicht das Abarbeiten von Pflichtlisten, sondern strategische Planung. Fördermittel gibt es nur für klar definierte Projekte, die mit dem KHVVG abgestimmt sind. Das Zeitfenster ist knapp, denn bis September 2025 müssen Anträge stehen. Kliniken, die zögern, riskieren nicht nur Fördergelder, sondern ihre Wettbewerbsfähigkeit. 

Asklepios-Podcast: Warum KI und Radiolog:innen gemeinsam bessere Medizin ermöglichen

Künstliche Intelligenz analysiert riesige Datenmengen, erkennt Muster und unterstützt Radiolog:innen bei komplexen Diagnosen. Besonders in der Bildgebung punktet sie mit Präzision und Ausdauer. Doch ersetzt KI den Menschen? Prof. Dr. Roman Fischbach von der Asklepios Klinik Altona sieht das anders: Der digitale Assistent ist ein Werkzeug, aber kein Ersatz. Über Chancen, Grenzen und die Rolle der Fachärzt:innen spricht er in einer aktuellen Podcast-Folge.

KI im Klinikalltag: Ohne klare Prüfstandards kein Vertrauen

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin, doch ohne klare Prüf- und Qualitätskriterien bleibt sie riskant. Der Artikel zeigt, warum Regulatorik, klinische Validierung und Nutzerakzeptanz unverzichtbar sind. Erklärbarkeit gilt als Schlüsselkriterium, um Vertrauen zu schaffen. Ein strukturiertes Prüfschema und internationale Standardisierungsinitiativen sollen den Weg für sichere und nachvollziehbare KI-Anwendungen ebnen.

Schön Klinik prüft Zukunft der Herzchirurgie Vogtareuth – Mitarbeiter:innen starten Petition

In Vogtareuth kämpft das Team der Schön Klinik um den Erhalt der Herzchirurgie. Grund ist die geplante Krankenhausreform, die neue strukturelle Anforderungen stellt. Die Abteilung existiert seit 19 Jahren und gilt als wichtig für die regionale Versorgung, da die nächsten Fachkliniken weit entfernt liegen. Eine Petition fordert den Erhalt, um Versorgungslücken und Arbeitsplatzverluste zu verhindern. Die Klinik verweist auf fehlende gesetzliche Vorgaben und prüft die künftige Ausrichtung aller Fachbereiche.

Brustkrebs-Früherkennung: Schleswig-Holstein setzt auf digitale Doppelbefundung mit KI

Das Programm Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik (QuaMaDi) in Schleswig-Holstein ergänzt seine etablierte Doppelbefundung bei Mammographien seit Juli 2025 durch KI-Unterstützung. Ziel ist eine höhere Treffsicherheit bei der Brustkrebsfrüherkennung, ohne unnötige Zusatzuntersuchungen. Die KI markiert Auffälligkeiten mit hoher Präzision und unterstützt Radiolog:innen, ersetzt aber keine ärztliche Entscheidung. Die Teilnahme ist freiwillig, zusätzliche Kosten entstehen nicht. Landesförderungen und Krankenkassen sichern die Finanzierung. Erste Studien zeigen eine um 17 Prozent gesteigerte Entdeckungsrate. Ziel ist die bundesweite Ausweitung.

Klinische Studien fehlen bei vielen KI-Anwendungen in der Medizin

Eine Analyse von rund 900 FDA-zugelassenen KI-Medizinprodukten zeigt gravierende Lücken bei der Validierung. Nur 10 % wurden umfassend geprüft. Der Großteil stammt aus der Radiologie, meist als reine Software. Prospektive und randomisierte Studien sind selten. Autor:innen warnen vor fehlender Generalisierbarkeit und fordern eine kontinuierliche Leistungsüberwachung. Europa plant eine EUDAMED-Datenbank, doch bisher fehlt Transparenz. 

Krankenhausreform: Bund plant Anpassungsgesetz für mehr Spielraum der Länder

Die Bundesregierung reagiert auf Kritik an der Krankenhausreform. Mit dem geplanten Krankenhausanpassungsgesetz (KHAG) sollen Kliniken bis zu sechs Jahre von zentralen Vorgaben abweichen dürfen. Ziel bleibt die Sicherung der Grund- und Notfallversorgung, besonders in ländlichen Regionen. Geplant sind Anpassungen bei Qualitätsvorgaben, Standortdefinitionen und Fristen für die Vorhaltefinanzierung. Länder sollen mehr Handlungsspielraum erhalten, ohne die Grundprinzipien der Reform aufzugeben.

Krankenhausreform praktisch gedacht mit Kooperation statt Schließung

Die Krankenhausreform fordert Spezialisierung und weniger Kliniken. Ein Netzwerk um das UKGM Gießen zeigt eine Alternative. Ärzt:innen teilen ihre Expertise trägerübergreifend und sichern so die Versorgung kleiner Häuser. Mediziner pendeln, nicht Patient:innen. Dieses Co-Sourcing-Modell ermöglicht Spitzenmedizin in der Fläche, trotz bürokratischer Hürden. Ziel ist eine gemeinsame Verantwortung statt Konkurrenz und ein patientenzentriertes System.

Das Jüdische Krankenhaus Berlin erweitert seinen Vorstand: Mareike Zinn übernimmt das Pflegemanagement

Das Jüdische Krankenhaus Berlin baut seine Führung aus. Mareike Zinn, erfahrene Pflegeexpertin, rückt in den Vorstand auf und wird künftig das Pflegemanagement verantworten. Die Erweiterung auf vier Vorstandsmitglieder wurde durch eine Satzungsänderung ermöglicht. Ziel ist eine strategisch stabile Ausrichtung des Hauses, insbesondere vor dem Hintergrund der Krankenhausreform. Zinn steht für eine Pflege, die professionell, empathisch und wirtschaftlich tragfähig ist.

Das Jüdische Krankenhaus Berlin erweitert seinen Vorstand: Mareike Zinn übernimmt das Pflegemanagement

Das Jüdische Krankenhaus Berlin baut seine Führung aus. Mareike Zinn, erfahrene Pflegeexpertin, rückt in den Vorstand auf und wird künftig das Pflegemanagement verantworten. Die Erweiterung auf vier Vorstandsmitglieder wurde durch eine Satzungsänderung ermöglicht. Ziel ist eine strategisch stabile Ausrichtung des Hauses, insbesondere vor dem Hintergrund der Krankenhausreform. Zinn steht für eine Pflege, die professionell, empathisch und wirtschaftlich tragfähig ist.

Befragung zur Versorgung im Notfall: Viele gehen ohne kompetente Ersteinschätzung direkt in die Notaufnahme

Die Steuerung von tatsächlichen oder vermeintlichen Notfallpatienten auf den richtigen Behandlungspfad muss im Rahmen der geplanten Notfallreform dringend verbessert werden. Das machen Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes deutlich. Demnach haben mindestens 41 Prozent der Menschen, die in den vergangenen fünf Jahren die Notaufnahme einer Klinik aufgesucht haben, dies ohne vorherige Ersteinschätzung durch eine kompetente Stelle selbst entschieden.

Klinikschließung in Wittstock: Stadt kündigt Widerstand an

Das KMG Klinikum Nordbrandenburg will den Standort Wittstock/Dosse 2026 schließen. Grund sind neue Vorgaben der Krankenhausreform. Bürgermeister Wacker warnt vor drastischen Folgen und ruft zum Widerstand auf. Gesundheitsministerin Müller kündigt an, ambulante oder mobile Versorgungsangebote vor Ort sicherzustellen. Die Fachabteilungen sollen nach Pritzwalk verlagert werden. Kritiker sehen darin eine Gefahr für die Notfallversorgung. Die Landesregierung betont, dass kein Standort ohne Ersatzstrukturen aufgegeben wird.

Elf Kliniken im Saarland vernetzen sich über die Cloud mit einem gemeinsamen Patientenportal

Im Saarland entsteht eine Cloud-basierte Plattform für den Datenaustausch zwischen elf Kliniken. Ziel ist ein gemeinsamer Zugang für Patient:innen über ein zentrales Einstiegsportal. Basis ist ein Blueprint, der einheitliche Prozesse definiert. Planfox liefert die Portallösung, unterstützt von Integrationsspezialisten. Erste Einrichtungen gehen im Juli 2025 live. Langfristig sollen auch Praxen und grenzüberschreitende Strukturen eingebunden werden. Datenschutz und Anpassungen an unterschiedliche Systeme bleiben zentrale Herausforderungen.

BKG begrüßt verkürzten Prüfzeitraum zugunsten der Planungssicherheit bei der Krankenhausreform in Bayern

Die Krankenhausreform tritt Anfang 2027 in Kraft und wird nicht verschoben. Ursprünglich war vorgesehen, dass die bayerischen Krankenhäuser bereits bis Ende August 2025 die Leistungsgruppen ab 2027 beantragen müssen, die sie künftig anbieten wollen. Mit dieser Fristsetzung wäre eine enorme Unsicherheit für die Krankenhäuser, den Mitarbeitenden und letztlich auch für die Patientinnen und Patienten verbunden gewesen. Denn die neue Bundesregierung hat Anpassungen der Krankenhausreform angekündigt.

Effizienzoffensive trifft Realität: RoMed kämpft mit 16-Millionen-Defizit

Die RoMed Kliniken konnten 2024 mehr Patient:innen versorgen und den Umsatz steigern. Dennoch bleibt ein Defizit von 16,2 Millionen Euro. Die Ursachen liegen in unzureichenden Refinanzierungen bei steigenden Kosten. Trotz Effizienzmaßnahmen und neuer medizinischer Ansätze bleibt der wirtschaftliche Druck hoch. Der Klinikverbund setzt auf Spezialisierung, digitale Technik und Kooperation zur Stabilisierung.

Krankenhausreform setzt Kliniken unter Zugzwang: Landkreis Starnberg plant Neuausrichtung

Im Landkreis Starnberg steht die stationäre Versorgung vor einem tiefgreifenden Wandel. Drei Klinikstandorte sollen gebündelt, ein Zentralkrankenhaus geplant werden. Ziel ist der Erhalt des Versorgungsniveaus unter den Vorgaben der Krankenhausreform. Kritisch seien eine unklare Finanzierung, steigende Anforderungen und Fachkräftemangel, welche drohen die Pläne auszubremsen. Entscheiden wird letztlich der Freistaat Bayern.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu Besuch am Universitätsklinikum Heidelberg

Die Ministerin tauschte sich am 21. Juli 2025 mit dem Klinikums- und Fakultätsvorstand zu aktuellen Themen aus und traf im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Patienten und Mitarbeitende. Sie informierte sich über neuste Entwicklungen in der Kinderonkologie sowie der telemedizinischen Schlaganfallversorgung und besichtigte das in Heidelberg entwickelte Rettungsfahrzeug Medical Intervention Car.

Klinikum Fulda: Neun Kliniken erhalten Auszeichnungen in der STERN – Klinikliste 2025

Das Klinikum Fulda gehört auch 2025 zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. Dies bestätigt das aktuelle Sonderheft „Gute Kliniken für mich“ des renommierten Magazins Stern, das am 28. Juni 2025 erschienen ist. In dem deutschlandweiten Klinikvergleich belegt das Klinikum Fulda den 43. Platz unter den 2.300 bewerteten Kliniken und ist damit eines der bestplatzierten Krankenhäuser in Deutschland.

Mit Künstlicher Intelligenz gegen Wiederaufnahmen: Millionenpotenziale für Kliniken

Wiederaufnahmen belasten Kliniken wirtschaftlich und gefährden Patient:innen. Eine neue KI-Anwendung erkennt Risiken frühzeitig und ermöglicht präventive Maßnahmen vor der Entlassung. Klinisch validierte Ergebnisse zeigen: Bis zu 8 % der Wiederaufnahmen können verhindert werden – mit einem Einsparpotenzial von über 1 Million Euro pro Jahr. Der Einsatz von KI verspricht echte Entlastung für Personal, Budget und Versorgungssicherheit.

Mehr Spielraum, mehr Tempo: GRN-Modell könnte Beispiel für regionale Versorgungslösungen werden

Die GRN-Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis zeigen, wie Reform gelingen kann, mit Spezialisierung statt Stilllegung. Gesundheitsministerin Nina Warken würdigt das Konzept als „vorbildlich“ und verspricht Flexibilität für regionale Lösungen. Für die Klinikstandorte Weinheim, Schwetzingen, Sinsheim und Eberbach gibt es damit neuen Hoffnungsschimmer, doch der Ruf nach schneller Umsetzung wird laut.

Alle Klinika der Region AMEOS Ost einsatzbereit

Entgegen anderslautender Meldungen sind alle Klinika der Region AMEOS Ost einsatzbereit und verfügbar, das gilt auch für den Bereich der Polytraumata, wie auch der MDR am vergangenen Freitag bereits korrekt berichtet hat. Ebenso sind alle Notaufnahmen voll in Betrieb und anfahrbereit für die Rettungsdienste. Unsere Teams halten zusammen, organisieren die Versorgung mit viel Engagement und hoher fachlicher Disziplin, denn die Patientensicherheit bleibt für uns oberste Priorität.

Hybrid-DRG 2026: Der Bewertungsausschuss hat das InEK und das InBA mit der Datenerhebung beauftragt

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat am 3. Juli 2025 die Weichen für die Vergütung der Hybrid-DRG im Jahr 2026 gestellt. Das InEK und die InBA wurden beauftragt, bis Ende September spezifische Kennzahlen zu liefern. Grundlage sind Daten aus dem Jahr 2024 sowie aus der vertragsärztlichen Versorgung. Fälle mit PCCL ≥ 3 oder einer längeren Verweildauer sind ausgeschlossen. Die Berechnung erfolgt nach festen Formeln, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Heidekreis Klinikum: Aufsichtsrat verlängert vorzeitig Vertrag mit Dr. Rogge

Der Aufsichtsrat der Heidekreis-Klinikum gGmbH hat ein klares Signal für Stabilität und Weitsicht in der Gesundheitsversorgung des Landkreises gesetzt: Der Vertrag von Dr. med. Achim Rogge (61), medizinsicher Geschäftsführer seit dem 01.01.2019, wurde vorzeitig um weitere 6 1/2 Jahre verlängert. Die Entscheidung würdigt seine strategische und operative Führungsleistung in einer Phase tiefgreifender Umbrüche im deutschen Gesundheitswesen.

DRK-Insolvenz beendet: Diakonie sichert Gesundheitsversorgung in Südwestfalen

Fast zwei Jahre nach der Insolvenz ist der Neuanfang besiegelt. Die Diakonie in Südwestfalen übernimmt die DRK-Kliniken Altenkirchen und Kirchen. Der Personalbestand bleibt erhalten, die medizinische Versorgung läuft nahtlos weiter. Mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 21,5 Millionen Euro setzt der Kreis Altenkirchen ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Gesundheitsversorgung.

Digitalradar zeigt Fortschritte, doch die Versorgung bleibt analog

Deutschlands Kliniken melden digitale Fortschritte, doch an der Versorgung ändert sich wenig. Der DigitalRadar zeigt gestiegene Reifegrade, aber Faxgeräte und fragmentierte IT-Landschaften dominieren weiter den Alltag. Interoperabilität bleibt ein Fremdwort, Daten fließen träge. Viele Anwendungen funktionieren nur in der Theorie. Für eine echte Versorgungstransformation fehlt es nicht an Technik, sondern an Finanzierung und strukturellem Willen.

Ameos weiterhin unter Druck: IT-Systeme nach Hackerangriff nur eingeschränkt funktionsfähig

Ein gezielter Hackerangriff hat die digitale Infrastruktur des Klinikverbunds Ameos lahmgelegt. Zehn Tage nach dem Vorfall sind zentrale Systeme weiter gestört. Die Versorgung der Patient:innen konnte aufrechterhalten werden, aber die Auswirkungen reichen weit über den Konzern hinaus. In Notaufnahmen anderer Häuser stieg das Patientenaufkommen spürbar. Ein Vorfall mit Signalwirkung für die gesamte Branche.

Kontinuität und Stabilität: AGAPLESION zeigt „Haltung“ in unsicheren Zeiten

Auf der heutigen Hauptversammlung der AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurden der neue Geschäftsbericht und die Finanzkennzahlen präsentiert. Der größte evangelische Gesundheitskonzern bleibt trotz schwieriger Rahmenbedingungen wirtschaftlich stabil und schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 5,2 Mio. Euro ab. Die Umsatzerlöse des Jahres 2024 sind mit insgesamt € 1.935,2 Mio. um € 129,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 7,2 Prozent.

Künstliche Intelligenz im Klinikalltag: Rega und Kaiko zeigen Einsatzpotenzial

Künstliche Intelligenz zieht in den Klinikalltag ein: Die Rega nutzt automatisierte Übersetzungen für internationale Patientendossiers. Das Unternehmen Kaiko entwickelt mit Hochdruck eine digitale Ärztin als KI-Sparringspartnerin. Ziel ist die Entlastung medizinischen Personals durch automatisierte Arztbriefe, Zweitmeinungen und fundierte Entscheidungsgrundlagen. Erste Anwendungen zeigen, dass KI medizinisch unterstützen kann, aber auf den Datenzugriff angewiesen ist. Die Technologie bringt Effizienz, erfordert jedoch klare Regeln.

Katholischer Hospitalverbund Hellweg: Staatssekretär Heidmeier lobt Fusion als Leuchtturmprojekt

Ein Lob erfolgte aus dem NRW-Gesundheitsministerium (MAGS NRW) für die erfolgreiche Fusion des Marienkrankenhauses und des KlinikumStadtSoest zum neuen Christlichen Klinikum Soest. Bei seinem Besuch vor Ort würdigte Staatssekretär Matthias Heidmeier die Entwicklung. Die Fusion sei ein Leuchtturmprojekt für die Umsetzung der neuen Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen.

IQTIG veröffentlicht Empfehlungen zur Weiterentwicklung der letzten sechs Verfahren der datengestützten gesetzlichen Qualitätssicherung

Das IQTIG hat den letzten Abschlussbericht zu den „Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Verfahren der datengestützten gesetzlichen Qualitätssicherung“ veröffentlicht. Nach der Überprüfung von bereits neun QS-Verfahren hat das IQTIG nun für die noch ausstehenden sechs Verfahren der DeQS-RL geprüft, inwieweit Aufwände reduziert werden können und sich das Verhältnis von Aufwand und Nutzen optimieren lässt.

Versorgung dort, wo sie gebraucht wird: MEDVENTI und samedi starten Zukunftsmodell

Ein Patientenportal, das nicht mehr an Gebäude gebunden ist: MEDVENTI und samedi starten ein innovatives Versorgungskonzept mit mobiler Robotik und digitaler Kommunikation. Ziel ist die flexible, datenschutzkonforme Betreuung von Patient:innen vor Ort, sei es im Heim, Krankenhaus oder zuhause. Robotergestützte Visiten, sichere Fernsprechstunden und Transportdienste sollen Versorgungslücken schließen und medizinisches Personal entlasten.

Berliner Senat definiert Krisenrollen für zwölf Hauptstadtkliniken

Berlin stellt sich auf den Ernstfall ein. Zwölf Krankenhäuser sollen künftig auch bei Krieg und Katastrophen eine sichere Versorgung gewährleisten. Ein neuer Rahmenplan legt fest, wie Personal, Medikamente und Energie in Krisensituationen verfügbar bleiben. Ziel ist eine belastbare Versorgungsstruktur im Spannungs- oder Verteidigungsfall. Berlins Kliniken werden damit zu tragenden Pfeilern der zivilen Verteidigung.

Kommunikation als Schlüssel: Warum Reformprozesse in Kliniken häufig scheitern

Kliniken stehen vor tiefgreifenden Umbrüchen, doch viele scheitern nicht an der Reform selbst, sondern an fehlender Kommunikation. Wer früh, offen und strategisch kommuniziert, kann Vertrauen aufbauen und Widerstände abbauen. Das zeigt die aktuelle Studie „Krankenhaus-Radar 2025“. Gute Kommunikation ist kein Zusatz, sondern Grundvoraussetzung für erfolgreiche Kliniktransformation.

Karolinska-Studie: KI präzisiert die Einschätzung von Immunzellaktivität im Tumorgewebe

Ein KI-gestütztes Analysewerkzeug verbessert signifikant die Beurteilung tumorinfiltrierender Lymphozyten bei malignem Melanom. Die Ergebnisse einer Studie des Karolinska Institutet zeigen, dass die künstliche Intelligenz eine deutlich höhere Reproduzierbarkeit und präzisere Prognosen ermöglicht. Damit könnte sich das Tool als zukunftsweisendes Instrument in der klinischen Pathologie etablieren, sobald weitere Studien folgen.

Brüderkrankenhaus Trier: Als einziges Krankenhaus der Region in zwei aktuellen Krankenhausstudien unter den Besten deutschlandweit

Ende Juni, Anfang Juli wurde zwei große unabhängige Krankenhausstudien veröffentlicht: die stern-Klinikliste „Deutschlands ausgezeichnete Krankenhäuser 2025/26“ und die Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser 2025“ des F.A.Z. Instituts. Als einziges Krankenhaus der Region wurde das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier in beiden Studien deutschlandweit ausgezeichnet.

Cyberangriff auf Ameos bringt Harzklinikum an die Belastungsgrenze

Ein Hackerangriff auf die Ameos-Kliniken stört die Notfallversorgung im Harz massiv. Rettungsdienste weichen vermehrt aufs Harzklinikum aus, das mit bis zu 40 % mehr Patient:innen kämpft und das trotz Personalausfällen durch Urlaubszeit. Die Kommunikation mit Ameos läuft derzeit nur telefonisch, was Abläufe verzögert. Die Belastung für das Klinikpersonal ist hoch, Unterstützung bleibt begrenzt.

Klinikum Schaumburg trotzt dem Reformdruck – Positive Bilanz stärkt regionale Versorgung

Trotz Reformdruck und unsicherer Rahmenbedingungen zieht das Klinikum Schaumburg eine wirtschaftlich und personell starke Bilanz. Mit überdurchschnittlicher Patientenzufriedenheit, breitem Leistungsspektrum und klarer strategischer Ausrichtung sieht sich die Klinik gut gewappnet für die Krankenhausreform. Politik und Klinikmanagement setzen auf frühzeitige Strukturentscheidungen, ein Modell mit Signalwirkung.

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Akzeptanz hoch, Umsetzung holprig

Künstliche Intelligenz und digitale Lösungen sind in der Versorgung angekommen, doch flächendeckende Anwendung bleibt Wunschdenken. Die Mehrheit der Ärzt:innen sieht in KI eine große Chance, fordert aber klare Regeln und mehr Unterstützung. Besonders bei der ePA überwiegen technische und praktische Hürden. Trotz vieler positiver Erwartungen bleibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein komplexes, oft frustrierendes Unterfangen.

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Entscheider und Entscheiderinnen im Krankenhaus.

Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, Digitalisierung und Gesundheitspolitik. Neben aktuellen Nachrichten und einem wöchentlichen Fach-Newsletter bietet medinfoweb ein spezialisiertes Stellenportal für Fach- und Führungskräfte im Klinikbereich.