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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?
Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.
Medizinische Begründung (MBEG) sichert prüfsichere Krankenhausabrechnung
Medizinische Begründung
Eckpunkte für eine Primärversorgung in Deutschland: AOK legt Vorschläge zur Stärkung der ambulanten Versorgung vor
In der anhaltenden Debatte über Steuerungsdefizite und die Benachteiligung von GKV-Patienten bei der Terminvergabe in Arztpraxen hat der AOK-Bundesverband das Konzeptpapier „Von Anfang an gut versorgt: Eckpunkte für eine Primärversorgung in Deutschland“ vorgelegt.
Milliardenprojekt UMG Göttingen im Takt: Rohbauarbeiten schreiten planmäßig voran
Mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro entsteht in Göttingen ein Klinikneubau von nationaler Tragweite. Der erste Bauabschnitt läuft nach Plan. 650 Bohrpfähle sollen den Grund sichern, auf dem ab 2029 das neue Zentrum mit OP-Komplexen, Intensivstationen und Notaufnahme errichtet wird. Nachhaltige Energieversorgung inklusive.
KI: Neues Modell bringt mehr Klarheit in medizinische Daten
Ein Forschungsteam der Universität Würzburg hat ein KI-Modell entwickelt, das dreidimensionale Bilder in der Medizin besser interpretiert als andere Modelle. Damit hat es einen internationalen Wettbewerb gewonnen.
Millionenförderung für ländliche Krankenhäuser – Bedarf laut DKG deutlich höher
129 ländliche Kliniken erhalten erstmals gestaffelte Sicherstellungszuschläge in Höhe von bis zu 79 Millionen Euro. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) lobt die Maßnahme, warnt jedoch vor zu engen Kriterien und betont, dass viele bedarfsnotwendige Häuser durchs Raster fallen. Sie fordert eine gerechtere Verteilung und betrachtet die Zuschläge als Alternative zur gescheiterten Vorhaltefinanzierung im KHVVG.
Unionswirtschaftsflügel fordert rechtlichen Rahmen für Investorenpraxen
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU/CSU positioniert sich klar für ein Primärarztsystem mit gestärkter Lotsenfunktion durch Hausärzt:innen. Freiberufliche Strukturen und die HzV sollen Vorbild bleiben. Gleichzeitig fordert die MIT einen berufsrechtlichen Rahmen für Investorenmodelle, um Monopole zu vermeiden. Auch die Medizintechnik rückt in den Fokus, mit Appell an eine ressortübergreifende Strategie.
Flensburg: KI rettet Leben, doch die Finanzierung fehlt
In Flensburg rettet Künstliche Intelligenz (KI) Schlaganfallpatient:innen wertvolle Lebenszeit, doch finanziert wird die Technologie nicht vom Gesundheitssystem, sondern durch einen Förderverein. Wichtige Innovationen hängen vom Engagement Einzelner ab, weil es an struktureller Finanzierung fehlt. Der Fall offenbart ein zentrales Dilemma im deutschen Klinikwesen. Fortschritt findet statt, aber nicht systematisch.
9. IQTIG-Tätigkeitsbericht informiert über Umsetzung der externen Qualitätssicherung im Jahr 2024
Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) hat seinen Tätigkeitsbericht 2024 vorgelegt.
Erste Klinik in Brandenburg lässt Herzkranke zukünftig von Cardiolotsen betreuen
Im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel werden ab sofort bei der AOK Nordost versicherte herzkranke Patientinnen und Patienten von der speziellen Betreuung durch sogenannte Cardiolotsen profitieren. Mit dem „Cardiolotsen“ hat die AOK Nordost ein neues Berufsbild für medizinisches Fachpersonal entwickelt und in einem Innovationsfondsprojekt erfolgreich erprobt.
Anwaltshonorare explodieren beim Streit um Maskenbeschaffung
Der juristische Nachhall der Pandemie wiegt schwer. Für Verfahren rund um nicht bezahlte Masken wurden im Bundesgesundheitsministerium bereits 88 Millionen Euro an Anwaltskosten aufgewendet. Durch wiederholte Kanzleiwechsel wachsen die Ausgaben weiter, aber oft ohne erkennbaren Nutzen. Der Ursprung liegt in überstürzten Bestellungen unter Jens Spahn, nun trägt Nina Warken die Last der Aufarbeitung.
Prozessauftakt in Berlin: Palliativarzt wegen mutmaßlicher Tötung von 15 Patient:innen angeklagt
Vor dem Landgericht Berlin steht ein Palliativarzt unter schwerem Verdacht. Er soll 15 schwerkranke Patient:innen getötet haben. Die Staatsanwaltschaft prüft zusätzlich über 90 weitere Verdachtsfälle. Der Fall wirft grundlegende Fragen zur ärztlichen Verantwortung in der Sterbebegleitung auf.
DGfM warnt vor Hybrid-DRG-Ausbau: Mehr Bürokratie statt Effizienzgewinn
Die Hybrid-DRGs sollten Kosten senken und Versorgung flexibler machen. Doch das Gegenteil droht, denn Kliniken warnen vor Untervergütung, Rosinenpickerei und wachsender Bürokratie. DGfM-Chefin Raab sieht in der Reform ein neues Kostenrisiko mit absehbarem Frustpotenzial. Alle Hoffnungen richten sich nun auf Ministerin Warken, sie soll den Reformmotor bremsen.
Thüringen fördert neun ländliche Kliniken mit fünf Millionen Euro
Fünf Millionen Euro fließen 2026 an Kliniken im ländlichen Thüringen, unabhängig von Defiziten. Möglich machen das Sicherstellungszuschläge, die ursprünglich an klare Strukturvorgaben gebunden waren. Durch die Krankenhausreform wird diese Bedingung nun aufgehoben. Krankenkassen schlagen Alarm, denn es fließt mehr Geld, doch der Qualitätsnachweis entfällt.
Wiederwahl in den Vorstand der BWKG – Wolfgang Schmid im Amt bestätigt
Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer des ALB FILS KLINIKUMS, ist bei der Mitgliederversammlung der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. (BWKG) mit großer Mehrheit für eine weitere zweijährige Amtszeit als Vorstandsmitglied wiedergewählt worden.
Das IDW hat die Testat-Anforderungen für Fördermittel bis 2035 konkretisiert
Wer 2026 Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds erhalten möchte, muss bis zum 30. September 2025 ein Testat einreichen, das die Insolvenzfreiheit des Hauses bestätigt. Dieses Testat hat es in sich: Das IDW verlangt eine tiefgehende Prüfung nach IDW S 11 – inklusive einer Liquiditätsprognose für zwölf Monate. Alte Prüfvermerke reichen nicht aus. Benötigt werden aktuelle Zahlen und verbindliche Zusagen von Gesellschafter:innen. Kliniken sollten sich rasch vorbereiten.
Gewalt in der Notaufnahme: Warken fordert härtere Gesetze zum Schutz des Klinikpersonals
Die Übergriffe auf medizinisches Personal nehmen spürbar zu. Bundesgesundheitsministerin Warken fordert deshalb eine deutliche Verschärfung des Strafrechts. Kliniken, Kassenärzt:innen und die Bundesärztekammer unterstützen die Forderung. Schutzmaßnahmen wie Sicherheitspersonal, bauliche Veränderungen und Deeskalationstrainings sind bereits vielerorts Realität. Doch alle Beteiligten sind sich einig, dass Symbolische Maßnahmen nicht ausreichen. Gewalt gegen Helfende darf kein Normalzustand werden.
Von der Kodierfachkraft zum Medizincontroller – Neuer Zertifikatslehrgang
»Empathische, sympathische und hochqualifizierte Dutzende. Feste Struktur und Organisation. Super Verpflegung und Catering.«
Marburger Bund verklagt Greifswald wegen mangelhafter Zeiterfassung
Was digital klingt ist oft nur ein Ausdruck auf Papier. In Greifswald erfassen Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeitszeit noch mit Excel Tabellen. Der Marburger Bund reicht Klage ein und fordert fälschungssichere Systeme. Die elektronische Zeiterfassung ist längst tariflich vorgeschrieben. Doch was elektronisch bedeutet bleibt unklar. Jetzt soll ein Gericht für Klarheit sorgen.
Kritik am Gesetzesentwurf in Mecklenburg-Vorpommern verhärtet Fronten
In Mecklenburg-Vorpommern sorgt der Entwurf für ein neues Landeskrankenhausgesetz für heftige Debatten. Die Regierung spricht von Bürokratieabbau und Planbarkeit, Kritiker:innen warnen vor Kliniksterben. Besonders umstritten ist die Koppelung von Investitionsmitteln an Fortbestandsprognosen. Zwölf Häuser könnten betroffen sein. Die Fronten zwischen Politik, Kliniken und Kammern verhärten sich.
Kliniken in Herne, Düsseldorf und Mönchengladbach unterliegen im Streit um Versorgungsaufträge
Im Zuge der Umsetzung des Krankenhausplans Nordrhein-Westfalen 2022 sind zahlreiche Krankenhausträger gegen die Nichtzuweisung einer von ihnen beantragten Leistungsgruppe gerichtlich vorgegangen, weil diese teilweise zu einer Einschränkung des dem Krankenhaus zuvor zugewiesenen Versorgungsauftrags geführt hatte.
Saarland-Heilstätten: SHG-Aufsichtsrat ändert Geschäftsverteilungsplan mit sofortiger Wirkung
Der Aufsichtsrat der Saarland-Heilstätten GmbH hat in seiner Sitzung am 11. Juli 2025 einstimmig beschlossen, den Geschäftsverteilungsplan der SHG zu ändern. Damit ist ab sofort Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Adolph für die SHG-Kliniken Sonnenberg und Merzig zuständig, Geschäftsführer Bernd Mege für die SHG-Kliniken Völklingen und Idar-Oberstein.
Pflegekompetenzgesetz: Bedeutender Schritt zur Stärkung der Pflege
Zum Referentenentwurf für ein Pflegekompetenzgesetz erklärt Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland
Landkreis Neu-Ulm gründet Klinik gGmbH für stabile und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
Der Kreistag des Landkreises Neu-Ulm hat heute mit großer Mehrheit und überparteilichem Konsens einen bedeutenden, zukunftsweisenden Beschluss gefasst: Zum 1. Januar 2026 wird der operative Klinikbetrieb der Kreisspitalstiftung Neu-Ulm in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) überführt. Damit wird ein Transformationsprozess vollzogen, der bereits vor über drei Jahrzehnten angestoßen wurde.
Information zum Insolvenzverfahren des Schwabacher Krankenhauses
Die Stadt Schwabach hat aus der öffentlichen Bekanntmachung im Insolvenzregister erfahren, dass das Krankenhaus Schwabach unter der Leitung von Diakoneo beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat.
Hackerangriff legte IT der Ameos-Kliniken lahm
Der Hackerangriff auf die Ameos-Kliniken hat die IT-Infrastruktur bundesweit lahmgelegt und die Kommunikation mit Rettungsdiensten massiv gestört. Trotz Beteuerungen zur gesicherten Patientenversorgung berichten Angehörige und Mitarbeitende von organisatorischem Chaos und „schwarzen Bildschirmen“.
Klinikum Mutterhaus laut F.A.Z.-Institut unter ‚Deutschlands besten Krankenhäusern 2025‘
Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen wurde in die Liste „Deutschlands beste Krankenhäuser 2025“ des renommierten F.A.Z.-Instituts aufgenommen. Damit ist sie die einzige Klinik in Rheinland-Pfalz mit mehr als 800 Betten, die in dem renommierten Ranking ausgezeichnet wurde.
Krankenhausreform: Die Bundesländer zwischen Vorreiterrolle und Abwarten
Die Bundesländer ringen mit der Umsetzung der Krankenhausreform. Die Unterschiede zwischen zügigem Vorpreschen und abwartender Skepsis könnten nicht größer sein. Sachsen und Niedersachsen agieren entschlossen, Bayern zögert. Die Länder sortieren sich neu, doch ohne schnelle gesetzliche Klarheit droht ein Flickenteppich der Reform.
Krankenhaus Schwabach gGmbH meldet Insolvenz an
Die Krankenhaus Schwabach gGmbH hat am Freitag beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz angemeldet. Die Klinik hat seit Jahren hohe Verluste erzielt.
Jung, erschöpft, engagiert: Der stille Notstand unter Klinikärzt:innen
Fast jede/r vierte Mediziner/in fühlt sich ausgebrannt, jede/r Zwanzigste ist depressiv – und das bei hohem beruflichem Druck. Besonders betroffen sind jüngere Klinikärzt:innen. Trotzdem geben viele an, privat glücklich zu sein. Was hilft? Familie, Schlaf, Hobbys – doch auch diese Ressourcen geraten unter Druck, weil die Zeit fehlt. Urlaub bleibt oft ein Wunschtraum und Freundschaften verkümmern. Die neue Medscape-Umfrage zeichnet ein bedrückendes Bild vom Leben in der „weißen Kittelzone” und enthält einen klaren Appell: Ärzt:innen brauchen Entlastung statt Durchhalteparolen.
Volle OP-Säle, leere Betten: Warum Deutschlands Kliniksystem krankt
Deutschlands Krankenhauslandschaft ist teuer, ineffizient und überversorgt, doch ausgerechnet die geplante Reform zur Qualitätssicherung droht zu scheitern. Die Länder stemmen sich gegen zentrale Vorgaben aus Berlin. Gesundheitsministerin Warken verspricht eine „Verbesserung statt Verwässerung“, doch erste Signale sprechen eine andere Sprache. Für Patient:innen steht mehr auf dem Spiel als nur längere Wege.
ChatGPT im Krankenhaus: Praxis-Leitfaden für präzise Prompts von Ärzt:innen, Pflege, IT & Management
Künstliche Intelligenz ist dabei, das Krankenhaus neu zu erfinden. Doch nur mit den richtigen Fragen liefert ChatGPT auch die richtigen Antworten. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie als Ärzt:innen, Pflegekräfte, IT-Profis oder (Medizin)Controller:innen präzise, sichere und nützliche Prompts formulieren – Schritt für Schritt, anwendungsnah und datensensibel.
Ampac-Consulting GmbH: Masterclass „Medizin für Nichtmediziner & Abrechnung“ für die ambulanten EBM-Abrechnung am Krankenhaus und MVZ
Neue Zusatztermine:
Wie KI-Systeme medizinische Rätsel lösen
Was Ärzt:innen über Jahre hinweg nicht gelingt, schafft in Sekunden ein Sprachmodell. ChatGPT deckt seltene Erkrankungen auf, die zuvor übersehen wurden. Patient:innen berichten von bahnbrechenden Diagnosen nach langer Leidenszeit. Doch die KI ersetzt keine Mediziner:innen, sondern erweitert den diagnostischen Blick. Das System arbeitet unermüdlich, kennt keine Fachgrenzen und stellt Hypothesen, wo menschliche Mustererkennung an Grenzen stößt.
Kliniklandschaft in NRW bleibt juristisch umkämpft
Im Streit um die Umsetzung der Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen scheiterten Kliniken aus Herne, Düsseldorf und Mönchengladbach erneut vor Gericht. Das OVG Münster bestätigte die Entscheidungen der Bezirksregierungen und wies die Eilanträge der Kliniken zurück. Die Auswahl der Versorgungsaufträge sei korrekt erfolgt, so das Gericht. Noch 35 Verfahren sind anhängig.
GFO Kliniken Niederrhein: Ein starkes Team für Moers und Rheinberg
Das St. Josef Krankenhaus Moers sowie das St. Nikolaus Hospital Rheinberg stellen sich in Teilen neu auf: Mit einem erfahrenen Führungsteam aus Medizin, Pflege und Verwaltung sollen die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden.
Weiterentwicklung QS-Verfahren zur Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren: IQTIG sucht Krankenhäuser und Ärzte für Machbarkeitsprüfung
Das IQTIG hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) das QS-Verfahren zur Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren zu einem sektorenübergreifenden QS-Verfahren weiterentwickelt. Das hierfür notwendige Dokumentationsinstrument soll nun in einer Machbarkeitsprüfung erprobt werden.
Harald Becker übernimmt Führung der Starnberger Kliniken
Mit Harald Becker bekommt die Klinikgruppe eine neue operative Führung. Im Fokus steht die Umsetzung der Krankenhausreform. Ziel ist eine moderne und zukunftsfeste Versorgung, die medizinische Qualität und ökonomische Effizienz miteinander verbindet.
Baden-Württemberg investiert in cloudbasierte Plattform für sichere Gesundheitsdaten
Baden-Württemberg will mit der cloudbasierten Plattform MEDI:CUS klinische Versorgung vernetzen, Datenschutz sichern und IT-Silos aufbrechen. Das Projekt steht exemplarisch für den digitalen Aufbruch im Gesundheitswesen, strategisch unterstützt von vier Ministerien, technisch anspruchsvoll und politisch klar verankert.
Mehrsprachige KI aus der Schweiz stärkt digitale Eigenständigkeit im Gesundheitswesen
Die Schweiz entwickelt ein offenes, mehrsprachiges KI-Modell für medizinische Anwendungen. Es wurde von EPFL, ETH Zürich und CSCS entworfen und soll ab Spätsommer 2025 verfügbar sein. Dank Open Source und lokaler Einsetzbarkeit erfüllt es höchste Datenschutzanforderungen. Das Modell könnte zum technologischen Fundament für Spitäler in der Schweiz und Europa werden. Transparent, anpassbar und unabhängig von globalen Cloud-Anbietern.
Krankenhaus Agatharied kämpft für seine Zukunft
Das Krankenhaus Agatharied fährt wirtschaftlich Kurs Richtung Stabilität, bleibt aber im Strudel der Reformen gefangen. Trotz gestiegener Leistungen und besserer Personalstruktur droht der Umbau der Versorgung zum Stolperstein, besonders bei ambulanten Eingriffen. Die Klinik kämpft mit vollen Betten, leeren Kassen und einer Gesetzgebung, die statt Klarheit vor allem Unsicherheit bringt.
Dr. Selbach ist neuer Ärztlicher Direktor im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim
Wechsel in der Position des Ärztlichen Direktors im Caritas-Krankenhaus: Nach gut sechs Jahren im Amt hat Dr. Ulrich Schlembach die Aufgabe als Ärztlicher Direktor im Juli an Dr. Jochen Selbach übergeben. Neuer stellvertretender Ärztlicher Direktor ist Dr. Dirk Herold.
Bundesweiter Klinikatlas vor dem Aus (?)
Die Initiative „Schluss mit dem Kliniksterben in Bayern“ sieht sich bestätigt. Die mögliche Einstellung des bundesweiten Klinik-Atlas erfüllt eine zentrale Forderung ihrer Petition.
Krankt Ihre Kodierung?
Gleich kurieren oder später die bittere Pille schlucken?
Steht die Krankenhausreform bereits wieder zur Disposition?
Die Krankenhausreform wankt. Gesundheitsministerin Warken gibt dem Druck der Länder nach und öffnet zentrale Reformbausteine zur Neuverhandlung. Offiziell soll das Gesetz „alltagstauglich“ werden, de facto verliert es an Substanz. Die versprochene Strukturveränderung wird vertagt, Patient:innen und Kliniken bleiben im Schwebezustand.
GFO Kliniken Niederrhein: Alexander Nikles aus Hünxe wird Teil der GFO-Geschäftsführung
Mit Alexander Nikles und Dr. Barbara Florange bringt Hünxe gleich zwei Gesichter in die Führung eines der größten gemeinnützigen Träger in NRW und Rheinland-Pfalz ein.
Veröffentlichung der Krankenhäuser nach § 17b Absatz 1 Satz 14 Krankenhausfinanzierungsgesetz im Jahr 2025
Liste an Krankenhäusern
Warken stellt Bundesklinikatlas infrage und signalisiert Ende der Doppelstrukturen
Der Bundesklinikatlas steht vor dem Aus. Ministerin Nina Warken kündigt ein Ende der Doppelstrukturen an und stellt eine Neuausrichtung der Krankenhausreform in Aussicht. Effizienz, Qualität und Praxisnähe sollen im Mittelpunkt stehen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft nutzt den Kurswechsel für ein deutliches Angebot: Klinikportal statt teurem Atlas.
Niklas Karwath ist neuer Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Vest
Die Knappschaft Kliniken Vest GmbH begrüßt mit Niklas Karwath einen erfahrenen und hochqualifizierten Geschäftsführer, der seit dem 1. Juli 2025 die Führung und Weiterentwicklung der beiden Standorte – Knappschaft Kliniken Recklinghausen und Paracelsus Marl – gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Jonas Wintz übernimmt. Mit seiner umfassenden Erfahrung im Krankenhausmanagement wird Niklas Karwath wertvolle Impulse zur strategischen Ausrichtung der beiden Krankenhäuser leisten können.
Warken: Darlehen für die GKV reichen nicht aus
Nina Warken hadert weiter mit der Entscheidung von SPD-Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2025 und 2026 lediglich mit Krediten unter die Arme zu greifen. Die Darlehen seien „ein erster wichtiger Schritt, aber sie reichen nicht aus“, sagte die Bundesgesundheitsministerin am Donnerstagabend in der Bundestagsdebatte über ihren Etat. „Sie werden nötige Beitragssatzanhebungen abfedern, sie werden sie nicht verhindern“, so die CDU-Politikerin. Sie will zudem die Arbeit der geplanten Expertenkommission zur GKV-Finanzierung beschleunigen.
Jasmin Shmalia zur neuen Pflegedirektorin an die Uniklinik RWTH Aachen berufen
Aufsichtsrat und Vorstand der Uniklinik RWTH Aachen freuen sich, zum 1. Januar 2026 eine neue Vorstandskollegin begrüßen zu dürfen: Jasmin Shmalia wird künftig als Pflegedirektorin die strategische Weiterentwicklung des Pflegedienstes vorantreiben. Aktuell ist sie als Pflegedirektorin am Sana-Klinikum in Remscheid tätig.
Milliardenlücke in der GKV zwingt zu einer Radikal-Reform oder Beitragserhöhung
Den gesetzlichen Krankenkassen droht ab 2027 ein Defizit von über 12 Milliarden Euro. Beitragssteigerungen scheinen unausweichlich. Politiker:innen fordern radikale Strukturreformen, effizientere Verwaltungsstrukturen und eine klare Abgrenzung versicherungsfremder Leistungen. Ein Ausgabenmoratorium und mehr staatliche Zuschüsse stehen zur Debatte.
Gesundheitsberufe zunehmend Ziel von Übergriffen
Gewalt in Kliniken und Praxen nimmt deutlich zu. Ärzt:innen und Pflegekräfte sehen sich immer häufiger Beschimpfungen, Drohungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. Verbände und Kliniken schlagen Alarm. Sie fordern härtere Strafen, mehr Schutz und ein bundesweites Meldesystem. Notaufnahmen gelten als Brennpunkte. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisiert fehlende Konsequenzen für Täter und warnt vor einer gefährlichen Normalisierung der Gewalt im Gesundheitswesen.
Lebenslanges Lernen im Fokus: Sylvia Keller übernimmt Leitung des BildungsCampus am Klinikum Karlsruhe
Unter der neuen Führung will das Klinikum Karlsruhe sein Engagement für moderne Aus-, Fort- und Weiterbildung weiter konsequent ausbauen.
Lilly Deutschland Stiftung verleiht KONKRET-Preis 2025 – Herzsprechstunde für Frauen der Hochschulambulanz geehrt
Am 3. Juli wurde der Hochschulambulanz des Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg, Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), der Sonderpreis für geschlechterspezifische Versorgung im Rahmen des KONKRET-Preises für innovative Versorgung 2025 verliehen.
Bayerisches Krankenhausbauprogramm: Millionen-Investition in Mindelheimer Klinik
Die Kreisklinik Mindelheim wird als einziges schwäbisches Krankenhaus mit über 50 Millionen Euro aus dem bayerischen Krankenhausbauprogramm gefördert. Der Ministerrat sieht darin ein starkes Signal für regionale Versorgungssicherheit. Der Zuschlag basiert auf einer strikten Auswahl angesichts der Krankenhausreform und stellt die Zukunftsfähigkeit des Standorts heraus.
Weiterentwicklung QS-Verfahren zur Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren: IQTIG sucht Krankenhäuser und Ärzte für Machbarkeitsprüfung
Das IQTIG hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) das QS-Verfahren zur Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren zu einem sektorenübergreifenden QS-Verfahren weiterentwickelt. Das hierfür notwendige Dokumentationsinstrument soll nun in einer Machbarkeitsprüfung erprobt werden.
KI als Wegbereiter einer neuen Versorgungskultur
Künstliche Intelligenz krempelt das Gesundheitswesen um. Statt Arzttermin und Wartezimmer übernehmen künftig smarte Systeme Prävention, Diagnostik und Therapie. Expert:innen fordern weniger Bürokratie, mehr digitale Kompetenz und ein neuer ärztlicher Rollenbegriff. Der Mensch bleibt im Zentrum. Doch ohne KI geht bald nichts mehr.
Bund bringt zwei Pflegegesetze zur Fachkräftesicherung ins Kabinett
Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will zwei längst vorbereitete Pflegegesetze noch im Sommer ins Kabinett bringen. Geplant sind erweiterte Kompetenzen für Pflegefachpersonen und eine bundeseinheitliche Pflegeassistenzausbildung. Der Deutsche Pflegerat begrüßt die Initiative, mahnt jedoch. Qualität braucht Zeit, 18 Monate Ausbildung seien zu kurz. Ein zentrales Vorhaben zur Fachkräftesicherung droht an Details zu scheitern.
Abschluss des Modellprojekte SePaS-digital am Klinikum Lippe
Mit dem Abschluss des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts „Digitale sektorenübergreifende Patientensteuerung: SePaS-digital“ zieht das Klinikum Lippe eine durchweg positive Bilanz.
St. Antonius-Hospital Gronau: Das Anton zählt zu den Top 3 Krankenhäusern seiner Kategorie in Deutschland
Das St. Antonius-Hospital Gronau gehört laut einer aktuellen Studie des F.A.Z.-Instituts und der Analyseplattform ServiceValue zu den besten drei Krankenhäusern Deutschlands in der Kategorie 150 bis 300 Betten.
Hybrid-DRG 2026: Kalkulationsvorgaben verabschiedet
Die Hybrid-DRG nimmt Gestalt an. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Kalkulationsgrundlagen für das Jahr 2026 festgelegt. Künftig werden neue Leistungen wie kardiologische und gefäßmedizinische Eingriffe hybrid vergütet. Das neue Fallpauschalmodell wird von InEK und InBA auf Basis ambulanter und stationärer Kostendaten entwickelt. Die finale Entscheidung fällt im Herbst.
KIS-Auslaufmodell I-SH: Kliniken unter Handlungsdruck bis 2030
Mit dem nahenden Ende des Krankenhausinformationssystems i.s.h.med müssen Kliniken schnell handeln. Die verbleibenden 5,5 Jahre bis zur IS-H-Abschaltung sind trügerisch kurz. Wer jetzt nicht plant, riskiert technische Brüche, finanzielle Verluste und Haftungsrisiken. Die KIS-Transformation wird zum Stresstest für Personal, Budgets und Organisation. Ohne klare Digitalstrategie droht der Systemwechsel zum Systemschock.
Mühlenkreiskliniken: Sanierungsvorstand soll Restrukturierung beschleunigen
Die Mühlenkreiskliniken stehen vor einer wichtigen personellen Entscheidung: In Kürze soll ein weiteres Vorstandsmitglied berufen werden, das die laufende Restrukturierung des Klinikverbunds beschleunigen soll. Das teilte der Vorsitzende des Verwaltungsrats und Landrat Ali Doğan mit.
Florian Pletz komplettiert Vorstands-Duo an den Rottal-Inn Kliniken
Im Februar hat der Verwaltungsrat der Rottal-Inn Kliniken einstimmig die Ernennung von Florian Pletz zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand beschlossen. Seit 1. Juli 2025 übt Pletz nun gemeinsam mit Robert Koch das Amt des Vorstandes bei den Rottal-Inn Kliniken und das Amt des Geschäftsführers bei der MVZ Rottal-Inn GmbH aus.
DKG zur Liste ländliche Krankenhäuser
Sicherstellungszuschläge für 129 ländliche Krankenhäuser – Beispiel für eine echte Vorhaltefinanzierung
Medizin Campus Bodensee: Finanzlast sprengt den Rahmen der Stadt – der Kreis ist gefordert
Die Klinik in Friedrichshafen steht vor einem Trägerwechsel. Nach 50 Jahren sieht sich die Stadt finanziell überfordert. Oberbürgermeister Blümcke fordert eine neue Verantwortungsteilung im Bodenseekreis.
Das Sozialgericht Stuttgart stärkt die Kliniken – eine schlanke MBEG reicht aus
Das Sozialgericht Stuttgart hat entschieden: Die medizinische Begründung (MBEG) muss keine detaillierte Verteidigung der stationären Aufnahme liefern. Ein kurzer, fallbezogener Hinweis auf besondere Risiken, in diesem Fall Serienrippenfraktur und postoperative Opiatgabe, genügt.
Marienhospital Ankum Bersenbrück beruft Ute Sommer zur neuen Pflegedienstleitung
Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze der Pflege am Marienhospital Ankum-Bersenbrück übergibt Hubert Riese die Verantwortung an Ute Sommer. Die erfahrene Einrichtungsleiterin bringt Fachwissen aus Pflegepraxis und Altenhilfe mit. Ihre Mission ist eine passgenaue Versorgung für eine alternde Bevölkerung im ländlichen Raum. Das Marienhospital sieht sich als Modell für regionale Gesundheitszentren in Niedersachsen.
HDZ NRW: Pflegen im Tandem – neue Rollen auf der Intensivstation
Der Pflegeberuf hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Nach wie vor bildet die dreijährige Pflegeausbildung die Grundlage für die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Komplexe Aufgaben, wie z.B. auf großen Intensivstationen im HDZ NRW, werden jedoch von interdisziplinären Pflegeteams mit speziellen Weiterbildungen erledigt. Hier greifen übergeordnete Qualitäts- und Prozesssteuerung matrixartig mit individuellen Komplexpflege-Anforderungen ineinander – mit jeweils unterschiedlichen Qualifikationen der Pflegekräfte. Ein Beispiel.
Neuer Vorstand der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft gewählt
Vorstandsvorsitzender Heiner Scheffold von BWKG-Mitgliederversammlung wiedergewählt
Fallzahlverluste kompensieren: Wie Krankenhäuser mit dem Potenzialindikator gezielt wachsen können
Viele Krankenhäuser müssen ihr Leistungsangebot anpassen. Fallzahlrückgänge sind häufig die Folge. Ein bewährtes Analyseinstrument zeigt, wo realistisches Wachstum erreichbar ist. Es bewertet jede Fachleistung im regionalen Umfeld und hilft, wirtschaftlich relevante Schwerpunkte zu setzen. Der Fokus liegt auf Fallgruppen mit hohem Potenzial. So lassen sich begrenzte Mittel sinnvoll und erlöswirksam einsetzen.
MEDIQON: Gutachten zum Versorgungsbedarf in Bayern veröffentlicht
MEDIQON liefert Entscheidungsgrundlage für Strukturanpassungen der Krankenhauslandschaft in den Regionen Bayerns
Wechsel in der KRH Geschäftsführung: Dr. Georgia Borttscheller wird neue Geschäftsführerin Personal
Das KRH bekommt eine neue Geschäftsführerin: Mit Beginn des neuen Jahres kommt Dr. Georgia Borttscheller als neue Geschäftsführerin Personal an Bord und übernimmt damit die Aufgaben von Michael Born, der diesen Bereich seit 2015 verantwortet hat und sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Landesregierung gibt Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes zur Verbandsbeteiligung frei
Die Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am (vergangenen) Dienstag den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes (NKHG) zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Parallel dazu wird auch der Landtag über die geplante Gesetzesänderung unterrichtet.
Krankenhaus Seehausen: Pflege trifft Codierung – neue Wege mit Silvia Meier
Silvia Meier ist seit vielen Jahren als Pflegekraft im Krankenhaus Seehausen tätig. Vor kurzem hat sie sich berufsbegleitend zur Codierfachkraft weitergebildet. Im Interview berichtet sie, was sie an der neuen Aufgabe reizt und warum sie dabei manchmal Parallelen zu Sherlock Holmes zieht.
Klinikschulden drücken – Friedrichshafen reicht den Staffelstab an den Landkreis weiter
Die Stadt Friedrichshafen will Klinikum und Medizin Campus Bodensee ab 2026 nicht länger finanzieren und an den Bodenseekreis übergeben. Der Landrat reagiert irritiert auf den Alleingang, verweist auf ungeklärte Fragen und lehnt einen kurzfristigen Übergang ab. Die Mitarbeitenden wurden erst kurz vor der öffentlichen Ankündigung informiert. Jetzt droht ein politischer Kraftakt unter dem Druck wachsender Defizite.
Zentralklinik Ostfriesische Meere: Trägergesellschaft holt für Standort-/Unternehmensentwicklung erfahrenen Manager an Bord
Steffen Grebner übernimmt ab dem 01. September 2025 die Standort- und Unternehmensentwicklung im Hinblick auf die Nachnutzung der Altstandorte sowie die Ansiedlung von medizinischen Kooperationspartnern auf dem neuen Medizincampus der Zentralklinik.
Bad Mergentheim: Caritas-Krankenhaus gehört zu den besten Krankenhäusern in Deutschland
Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim gehört laut einer Studie der F.A.Z. auch in diesem Jahr zu „Deutschlands besten Krankenhäusern“ und dies bereits zum achten Mal in Folge.
Viele Ärzte leiden unter Druck, Stress und fehlender Freizeit – wer dennoch eher zufrieden ist und wer nicht
Der neue Report von Medscape zeigt, was Ärztinnen und Ärzte in Deutschland wirklich bewegt – privat und im Job. Fast 27% der Befragten fühlen sich phasenweise ausgebrannt, 5% zeigen Symptome einer Depression, 12% sogar beides. Vor allem Jüngere und Klinikpersonal berichten von psychischen Problemen. 72% der Betroffenen machen dafür vor allem die hohe Arbeitsbelastung im Beruf verantwortlich.
EHDS verpflichtet Mitgliedstaaten zu interoperabler Datennutzung
Mit dem European Health Data Space (EHDS) entsteht erstmals ein verbindlicher europäischer Rechtsrahmen für die Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten. Ziel ist die Verbesserung von Versorgung, Forschung und Regulierung durch klare Regeln und technische Standards. Deutschland geht mit dem GDNG voran, doch die Umsetzung bleibt fragmentiert. Viele Fragen zur Governance und Interoperabilität sind noch offen.
Corti startet erste souveräne KI-Infrastruktur für Europas Gesundheitswesen
Einsatz in der Schweiz als Pilotprojekt für vertrauenswürdige, zukunftssichere KI-Anwendungen in regulierten Märkten. 44 Prozent der europäischen Unternehmen planen bis Ende 2025 den Umstieg auf Sovereign Clouds.
Klinikum St. Marien Amberg: 91,7 Millionen Euro Förderung für die bauliche Weiterentwicklung
91,7 Millionen Euro Förderung erhält das Klinikum St. Marien Amberg für die bauliche Weiterentwicklung vom Freistaat Bayern. Mit dieser hohen Fördersumme ist die nächste geplante Baumaßnahme des Klinikums jetzt vom Bayerischen Ministerrat in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2030 aufgenommen worden.
Leistungsgruppen-Streichungen ohne Fachgrundlage: G-BA mahnt Transparenz an
Die unparteiischen Mitglieder des G-BA äußern sich kritisch zum Entwurf der ersten Empfehlungen des Leistungsgruppenausschusses (LGA) zur Änderung der Anlage 1 (§ 135e SGB V). Sie bemängeln die fehlende Begründung für weitreichende inhaltliche Änderungen, insbesondere für die Streichung ganzer Leistungsgruppen.
Schnelle Abrechnungssimulation und sichere Planung mit dem MOMO Fallpiloten: Zuwachs in Tiplus Produktportfolio
Hamburg/Stuttgart, 1 8.06.2025: Mehr Klarheit in der Fallplanung mit dem MOMO Fallpiloten: Das neue Tool der Hamburger Tiplu GmbH ermöglicht eine schnelle Abrechnungssimulation vor der elektiven Aufnahme und ist bereits im Marienhospital Stuttgart im Einsatz.
Thüringen unterstützt Kliniken mit einem 100-Millionen-Euro-Programm
Klinikum Bad Hersfeld: Symbolischer Start in neue Führung
Interims-Geschäftsführerin Katja Bittner und Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Warnecke begrüßen den 33-Jährigen in der Klinikum Bad Hersfeld GmbH
Hybrid-DRG 2026: ‚Hier wächst zusammen, was nicht zusammen gehört!‘
Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen zum Beschluss des ergänzten erweiterten Bewertungsausschusses vom 03.07.2025
Austritt Harald Becker aus der Geschäftsführung der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH
Die Krankenhäuser in Deutschland stehen in den kommenden Jahren vor Veränderungen. Der Aufsichtsrat der SLK-Kliniken hat sich deshalb in den letzten Monaten auch intensiv mit der künftigen personellen Aufstellung des SLK-Verbunds beschäftigt. Eine strategische Entscheidung hierzu war es, die Geschäftsführung perspektivisch wieder als Einzel-Geschäftsführung auszugestalten.
Aktuelles zur Krankenhausfinanzierung 2025 – Was jetzt wichtig ist!
Ende: 04. September 2025, Beginn: 9:30 Uhr, Ende: ca. 17:00 Uhr (Webkonferenz)
129 Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten 79 Millionen Euro Förderung aus den Töpfen der GKV und PKV
Bereits im sechsten Auszahlungsjahr erhalten bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum einen finanziellen Zuschlag, um hier die stationäre Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Im Jahr 2026 werden insgesamt 79 Millionen Euro zusätzlich zur normalen Krankenhausfinanzierung gezahlt, das sind 18,8 Millionen Euro Fördergelder mehr als im laufenden Jahr.
Digitale Risiken wachsen, veraltete Systeme machen Krankenhäuser verwundbar
Trotz zunehmender Digitalisierung bleiben viele deutsche Krankenhäuser technologische Risikozonen. Veraltete IT-Systeme und unsichere IoT-Geräte bieten Cyberkriminellen offene Flanken, mit dramatischen Folgen für die Versorgung. Angriffe zeigen, dass Klinikleitungen jetzt handeln müssen, um Patientendaten und medizinische Infrastruktur wirksam zu schützen.
Händehygiene in Krankenhäusern – multizentrische Studie zeigt positive Auswirkungen einer interaktiven, KI-gestützten Lösung
Trotz zunehmender Aufmerksamkeit bleiben die Vermeidung von Krankenhausinfektionen (Healthcare-Associated Infections, HAI) und die Händehygiene in Italien eine große Herausforderung, erklärt Dr. Yari Longobucco, Assistenzprofessor an der Universität Florenz. Die jüngste Überwachungsstudie des italienischen Gesundheitsministeriums ergab eine durchschnittliche HAI-Prävalenz von 8,8 Prozent (95 Prozent Konfidenzintervall: 8,78 –8,82 Prozent) in den untersuchten Krankenhäusern. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie KI-gestützte Technologie helfen kann, diesen Trend zu durchbrechen.
Strukturelle Neuerung: Kaufmännische Direktion wird an der BG Klinik Tübingen besetzt
Die BG Klinik Tübingen begrüßt Simon Krämer als neuen Kaufmännischen Direktor.
Kinderversorgung gefährdet: SpiFa, BVKJ und BNKD fordern gesetzgeberische Kurskorrektur
Die Hybrid-DRG sollte den Übergang zur ambulanten Versorgung fördern. Stattdessen bremsen sie den Fortschritt. Drei große Fachverbände schlagen Alarm über Fehlanreize, unklare Vergütung und Ausschlüsse gefährden vulnerable Patient:innengruppen. Ihre Forderung an die Politik ist unmissverständlich – die aktuelle Gesetzeslage braucht dringend Korrektur.
WHZ entwickelt App für smarte Wunddokumentation
Eine neue App soll Pflegefachkräfte bei der Versorgung chronischer Wunden entlasten. Entwickelt von der Westsächsischen Hochschule Zwickau mit KI-Unterstützung, soll sie Wundtypen erkennen, Behandlungswege vorschlagen und rechtssicher dokumentieren. Das Projekt „InnoWAL“ bringt Wissenschaft, Technik und Pflegepraxis zusammen, mit dem Ziel die Pflege durch digitale Assistenz zu vereinfachen.
Penzberger Krankenhaus in Gefahr – Aktionsgruppe warnt vor Notfallrisiko
Der Rückzug der stationären Versorgung in Bayern hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die drohende Schließung des Penzberger Krankenhauses lässt die Zahl der Klinikbetten im Landkreis zumindest sinken. Eine Aktionsgruppe warnt vor lebensbedrohlichen Konsequenzen und kritisiert die Umwandlung echter Notaufnahmen in reduzierte Notfallambulanzen. Eine Maßnahme, die eher haushaltspolitisch motiviert scheint als medizinisch begründet.
Anzahl der Videosprechstunden auf 2,7 Millionen gestiegen
Im Jahr 2024 sind insgesamt 579 Millionen Behandlungsfälle in der ambulanten Versorgung vertragsärztlich dokumentiert worden. Gegenüber 2023 sind die Behandlungsfallzahlen damit um vier Millionen (0,6 Prozent) leicht angestiegen.
Gericht bestätigt Kündigung nach Mitwirkung eines Jugendlichen im OP
Ein Oberarzt ließ seinen 16-jährigen Sohn in einer unfallchirurgischen Klinik an einer Schulteroperation mitwirken. Die Patientin wurde über den Eingriff des Jugendlichen nicht informiert. Die Klinik reagierte mit Kündigung. Das Arbeitsgericht Paderborn sieht darin eine grobe Pflichtverletzung und hält die Entlassung für rechtmäßig. Der Fall wirft grundlegende Fragen zur Integrität ärztlichen Handelns auf.
Röder: Vorhaltefinanzierung im Blindflug – Umverteilung statt Systemwechsel
Prof. Röder stellt der geplanten Vorhaltefinanzierung ein vernichtendes Zeugnis aus. Anstatt die echten Vorhaltekosten zu decken, erfolgt lediglich eine Umverteilung im alten System. Die Länder erhalten mehr Macht, jedoch ohne klare Strukturvorgaben. Ambulantisierung, Fallzahlgrenzen und Hybrid-DRGs gefährden gezielt kleine Häuser und hebeln die Spezialisierung aus. Der Reform fehlt ein echter Neuanfang.
Das Ende des KHZG legt digitale Schwächen offen
Mit dem Auslaufen des KHZG stehen zahlreiche Digitalisierungsprojekte auf dem Prüfstand. Statt echte Bedarfe zu adressieren, wurde häufig an Vorgaben orientiert investiert. Ohne strategischen Mehrwert droht das digitale Kartenhaus einzustürzen. Zukünftige Fördermodelle müssen auf langfristige Infrastruktur und messbare Prozessverbesserungen setzen, sonst bleibt die Digitalisierung ein Flickwerk.
Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, Digitalisierung und Gesundheitspolitik. Neben aktuellen Nachrichten und einem wöchentlichen Fach-Newsletter bietet medinfoweb ein spezialisiertes Stellenportal für Fach- und Führungskräfte im Klinikbereich.