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Was gibt es Neues in der Krankenhauslandschaft? Welche Personalien ändern sich? Gibt es aktuelle Gesetzesbeschlüsse? Welche ökonomischen Auswirkungen haben die jüngsten demografischen Entwicklungen auf den Gesundheitsmarkt?

Diese und viele weitere Fragen werden Tag für Tag neu diskutiert und beantwortet. Wir verstehen uns als Onlinezeitschrift für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.

Verordnungsentwurf: Der Transformationsfonds nimmt Gestalt an

Mit der neuen Verordnung für den Transformationsfonds stellt das Bundesgesundheitsministerium die Weichen für die Finanzierung der Krankenhausreform, die von 2026 bis 2035 bis zu 25 Milliarden Euro bereitstellen soll. Gefördert werden Klinikschließungen, Umstrukturierungen und Spezialisierungen, jedoch nur, wenn diese eine nachhaltige Verbesserung der Krankenhauslandschaft bewirken und nicht lediglich bestehende Strukturen erhalten.

Bundes-Klinik-Atlas 2024: Fortschritte, Fehlerkorrekturen und neue Funktionen

Der Bundes-Klinik-Atlas, der Transparenz zu Leistungen und Qualität von 1.700 deutschen Krankenhäusern schaffen soll, wurde seit seiner Einführung im Mai 2024 mehrfach überarbeitet, bleibt jedoch hinter den Erwartungen vieler Nutzer zurück. Während Fehler in den Daten weitgehend behoben wurden, verzögern sich geplante Funktionen wie die Ausweisung von Leistungsgruppen und Zertifikaten weiterhin.

DigitalRadar: Fortschritte in der Digitalisierung deutscher Krankenhäuser bleiben überschaubar

Die zweite Erhebung des DigitalRadar zeigt, dass der Digitalisierungsgrad deutscher Krankenhäuser seit 2021 um rund 25 % gestiegen ist, doch der Fortschritt bleibt angesichts eines Fördervolumens von über vier Milliarden Euro begrenzt. Besonders bei der Patientenpartizipation und dem Informationsaustausch gab es deutliche Zuwächse, aber fast 92 % der Krankenhäuser befinden sich weiterhin auf den unteren Digitalisierungsstufen.

Großbritannien: ‚Corridor Care‘

Pflege auf Krankenhausfluren, in Abstellräumen und sogar auf Parkplätzen zeigt die dramatischen Missstände im britischen Gesundheitssystem – ein Zustand, der weder für Patienten noch für Pflegekräfte akzeptabel ist. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Berufsverbänden und Patientenorganisationen fordert deshalb eine verpflichtende Berichterstattung, um Transparenz zu schaffen und dieser Praxis ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Leistungsgruppen und Regionalplanung: Baden-Württemberg setzt auf spezialisierte Krankenhausversorgung

Ein Gutachten bescheinigt Baden-Württemberg eine der effizientesten Krankenhauslandschaften Deutschlands und dient als Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Strukturen im Rahmen der Krankenhausreform. Mit Leistungsgruppen, regionaler Planung und einer stärkeren Spezialisierung sollen Kliniken wirtschaftlich stabilisiert und die Versorgung langfristig gesichert werden.

Cottbus erhält modernes Integriertes Notfallzentrum

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) erweitern ihre Zusammenarbeit mit der Einrichtung eines Integrierten Notfallzentrums (INZ) in Cottbus, das Notaufnahme, ärztlichen Bereitschaftsdienst und zentrale Anmeldung vereint. Ziel ist es, die Notfallversorgung effizienter zu gestalten, Patientinnen und Patienten angemessen zu versorgen und gleichzeitig die Notaufnahmen zu entlasten.

Aktionsbündnis kritisiert Lauterbachs Krankenhausreform und bayerischen Kompromisskurs

Die geplante Lockerung der Fahrzeitregelung für Krankenhäuser der Basisnotfallversorgung auf 45 Minuten stößt in Bayern auf heftige Kritik, weil sie die flächendeckende medizinische Versorgung erheblich gefährden könnte. Während die Staatsregierung einen Plan B für die Reform entwirft, wirft ihr das Aktionsbündnis „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ gleichzeitig mangelnde Konsequenz und Versäumnisse bei der Investitionsförderung vor.

UKSH setzt mit MAIA auf KI: Bessere Diagnosen durch maschinelles Lernen

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) führt als erstes Krankenhaus in Deutschland die KI-gestützte Software MAIA ein, die Ärztinnen und Ärzte bei klinischen Entscheidungen unterstützt, indem sie Patientendaten analysiert und Risiken für Komplikationen frühzeitig erkennt. MAIA ist ein zertifiziertes Medizinprodukt und ergänzt die ärztliche Arbeit, wobei die finale Entscheidung immer den Fachkräften obliegt.

Klinikum Siegen: Fokus auf Altersmedizin und neurologische Maximalversorgung

Das Klinikum Siegen kann fast alle bestehenden Leistungen beibehalten und erweitert sein Angebot durch eine Neurologische Frührehabilitation mit Stroke Unit sowie eine Fachklinik für Geriatrie. Gleichzeitig reduziert es bestimmte Leistungsbereiche wie die Elektrophysiologie und elektive Endoprothetik, um eine stärkere Spezialisierung und bessere Zusammenarbeit im regionalen Klinikverbund zu fördern.

NVIDIA und Partner ebnen den Weg für eine neue Ära medizinischer Innovationen

NVIDIA arbeitet mit führenden Partnern wie IQVIA, Illumina, der Mayo Clinic und dem Arc Institute zusammen, um durch die Kombination von KI und beschleunigtem Rechnen den Gesundheitssektor grundlegend zu verändern. Von der beschleunigten Medikamentenforschung über die personalisierte Medizin bis hin zur digitalen Pathologie könnte die Zusammenarbeit die Effizienz und Präzision in einem 10 Billionen Dollar schweren Markt revolutionieren.

Zukunftsmedizin: KI liefert Daten, aber Menschen treffen die Diagnosen

Die Apotheken Umschau wagt einen Blick in die Medizin der Zukunft und prognostiziert, dass Künstliche Intelligenz (KI) bis 2055 ihre Rolle als unterstützender Assistent erheblich ausbauen wird, aber Ärztinnen und Ärzte weiterhin die finale Diagnose stellen. Fortschritte wie KI-gestützte Analysen und automatisierte Erregererkennung werden die Effizienz in Diagnostik und Behandlung steigern, ohne den menschlichen Faktor zu ersetzen.

Wie der Herzklappenskandal von 1994 das deutsche Gesundheitssystem erschütterte

Der Herzklappenskandal von 1994 deckte ein umfassendes System aus Bestechung und Vorteilsnahme in deutschen Kliniken auf, bei dem Ärzte Millionenbeträge von Herzklappenherstellern annahmen. Obwohl die rechtlichen Konsequenzen meist milde ausfielen, führte der Skandal zu bedeutenden Reformen, darunter das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption und verbindliche Verhaltenskodizes für die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Kliniken und der Industrie.

Radiologie der Zukunft: Datenschutzkonforme LLMs strukturieren medizinische Befunde

Forschende des Universitätsklinikums Bonn zeigen, dass offene, lokal einsetzbare Sprachmodelle (LLMs) radiologische Befunde effektiv strukturieren können – ohne Datenschutzrisiken durch externe Server. Durch gezieltes Training mit klinikinternen Daten erreichen kleinere Modelle ähnliche Ergebnisse wie größere kommerzielle Varianten und bieten dabei klare Vorteile in Bezug auf Datensicherheit und Flexibilität.

Universitätsklinikum Tübingen wird regionaler Schwerpunkt der Krankenhausreform

Das Universitätsklinikum Tübingen wird im Rahmen der neuen Krankenhausplanung des Landes Baden-Württemberg als zentraler Maximalversorger der Region B etabliert und soll künftig eine Schlüsselrolle in der Patientenversorgung übernehmen. Die Reform zielt auf kürzere Wege, effizientere Strukturen und mehr Digitalisierung, um die Gesundheitsversorgung krisenfester und zukunftsfähiger zu machen.

Baden-Württemberg plant tiefgreifende Reform der Krankenhauslandschaft

Baden-Württemberg will seine Krankenhauslandschaft umfassend modernisieren und effizienter gestalten, indem es auf eine kleinteiligere Planung nach medizinischen Leistungsgruppen setzt. Ziel ist es, überschüssige Kapazitäten abzubauen, die Versorgung sektorenübergreifend zu stärken und wirtschaftliche Risiken zu minimieren, wobei das Gutachten deutliche regionale Unterschiede und Optimierungspotenziale aufzeigt.

Florian Hoffmann führt DIVI mit Fokus auf Kinderintensivmedizin und Gleichstellung

Professor Florian Hoffmann übernimmt die Präsidentschaft der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und legt besonderen Fokus auf die Kinderintensivmedizin und die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Er kündigt umfassende Reformen an, darunter eine Stärkung der Pflegevertretung im Präsidium, Strukturempfehlungen für pädiatrische Intensivstationen und Maßnahmen zur Verbesserung der Notfallversorgung.

Lauterbach verspricht Überarbeitung der GOÄ und mehr Medizinstudienplätze

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sicherte beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zu, die dringend notwendige Überarbeitung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und die Entbudgetierung von Hausärzten in der kommenden Legislaturperiode anzugehen. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte eine vertrauenswürdige elektronische Patientenakte und eine nationale Public-Health-Strategie als zentrale Aufgaben für die nächste Bundesregierung.

Krankenhausplanung 2035: Baden-Württemberg prüft Versorgungsbedarf und die Notwendigkeit von Nachsteuerungen

Ein Gutachten zur Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg, das als Grundlage für die Weiterentwicklung der Krankenhausplanung dient, analysiert die aktuelle Versorgungssituation und prognostiziert den zukünftigen Bedarf bis 2035. Trotz insgesamt hoher Versorgungsqualität identifiziert die Studie Nachsteuerungsbedarf, insbesondere in der Geburtshilfe, Geriatrie und bei der Verzahnung von Rettungsdienst und stationärer Versorgung.

Reformdruck: Zeitplan für neue Krankenhausfinanzierung ist kaum noch zu halten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hält den Zeitplan für die geplante Krankenhausreform bis 2027 für unrealistisch und fordert eine zweijährige Verschiebung, um die Grundlagen sorgfältiger zu prüfen. Trotz eines 50-Milliarden-Euro-Fonds herrscht sowohl bei Experten als auch in der Bevölkerung Skepsis über den Erfolg der Reform und deren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung.

Klinik-Neubau in Hergatz abgelehnt – Fokus auf Ausbau bestehender Standorte.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha hat den Plänen für ein Zentralklinikum im Raum Hergatz eine Absage erteilt und setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung des Klinikums in Wangen als regionalen Versorger. Gleichzeitig fordert er eine engere Kooperation zwischen den Krankenhäusern in Ravensburg und Friedrichshafen, während Gespräche zur Krankenhausplanung fortgeführt werden.

Kreisklinik Roth als attraktiver Arbeitgeber: Ausbau der Versorgungs- und Arbeitsstrukturen

Die Kreisklinik Roth startet gestärkt ins Jahr 2025 mit Projekten wie einer neuen Notaufnahme, einem Herzkatheterlabor und einer Akutgeriatrie, um den wachsenden medizinischen Anforderungen gerecht zu werden. Landrat Ben Schwarz und Klinikchefin Nadine Ortner betonen zudem die Attraktivität der Klinik als Arbeitgeber sowie ihre Rolle als regionaler Ausbildungsbetrieb.

Pflegekosten im Fokus: Scholz plädiert für gerechte Finanzierung und Pflegedeckel

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich bei einem Besuch in Köln für eine solidarische Finanzierung der Pflege ausgesprochen und die Einführung eines Pflegedeckels vorgeschlagen, um die Kosten für Pflegebedürftige zu begrenzen. Ziel sei es, Pflege für alle bezahlbar und gleichzeitig fair zu gestalten, während die Finanzierung der Pflegeversicherung eine grundlegende Reform erfordert.

Wahlkampf 2025: So wollen die Parteien die Gesundheitsversorgung neu gestalten

Die Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2025 zeigen eine Vielzahl von Ansätzen, um den komplexen Herausforderungen des Gesundheitssektors zu begegnen. Von Bürgerversicherung und digitaler Patientenversorgung bis zu Reformen bei Pflege, Arzneimittelproduktion und Krankenhausplanung setzen die Parteien unterschiedliche Prioritäten, um Versorgungslücken zu schließen und die Finanzierbarkeit sicherzustellen.

Dr. med. Franziska van Hall ist Ärztliche Direktorin der CuraMed Kliniken

Dr. med. Franziska van Hall (46) hat zum 1. Januar 2025 die neu geschaffene Position der Ärztlichen Direktorin der CuraMed Klinikgruppe mit Sitz in Albstadt übernommen. Im Jahr 2015 wechselte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie von der Charité – Universitätsmedizin Berlin – zur Privatklinik Stillachhaus in Oberstdorf, die seit 2021 Teil der auf Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie spezialisierten Klinikgruppe ist. Zu ihren bisherigen Aufgaben gehörten die Ärztliche Direktion der CuraMed Privatklinik Stillachhaus in Oberstdorf, der CuraMed Tageskliniken in Nürnberg und Neu-Ulm sowie die wissenschaftliche Leitung der CuraMed Akademie für seelische Gesundheit.

Kardiologie und Brustzentrum in Gefahr: Bürgermeister kämpft für St. Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten

Die geplante Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen gefährdet die interventionelle Kardiologie und das Brustzentrum im St. Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten, was den Gesundheitsstandort der Stadt erheblich schwächen könnte. Bürgermeister Tobias Stockhoff kritisiert die Landesplanung und fordert, lokale Bedürfnisse stärker zu berücksichtigen, während er rechtliche Schritte und intensiven Dialog unterstützt.

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Entscheider und Entscheiderinnen im Krankenhaus.

Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, Digitalisierung und Gesundheitspolitik. Neben aktuellen Nachrichten und einem wöchentlichen Fach-Newsletter bietet medinfoweb ein spezialisiertes Stellenportal für Fach- und Führungskräfte im Klinikbereich.