Digitalisierung

Michael Thieme - Medinfoweb

Nur wenige Krankenhäuser verfügen über durchgängig digitalisierte interne Strukturen und Abläufe.

Am häufigsten anzutreffen sind Insellösungen (Abteilungen und Stationen), welche einzelne digitalisierte Prozesse beinhalten. Informationsaustausch und Datenverarbeitung im Krankenhaus finden sowohl intern als auch extern nur in isolierten Bereichen statt. Bislang gibt es in den Kliniken kaum IT-Strategien, die alle Unternehmensbereiche sowie externe Partner umfassen und konsequent mit einbeziehen.

Es gibt oft nur rudimentäre Verbindungen zwischen medizinischen IT-Anwendungen, wie etwa bildgebende Verfahren, mit anderen digitalen Strukturen, wie beispielsweise Administration, Disposition oder der Ressourcensteuerung. Selten existiert eine mobile Verfügbarkeit für das medizinische und pflegende Personal, z.B. am Krankenbett. Personal-, Ressourcen-, Raum- und Geräte-Planung sind meistens nicht oder nicht ganzheitlich elektronisch unterstützt.

Für die anstehenden Herausforderungen einer weiteren Effizienzsteigerung und Verbesserung der Versorgungsqualität im Krankenhaus ist die interne Digitalisierung und flächendeckende Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg unausweichlich. In diesem Zusammenhang wird die „Behandlungslogistik“ Schlüsselwort und Zukunftsthema.

Zugehörige Artikel

  • 6. Juli 2022 6.
    JUL
    2022

    Expertenforum: Ambulantisierung stationärer Leistungen: Angepasster AOP-Katalog bringt neuen Schub für Digitalisierung und sektorenunabhängige Vergütung

    NH Collection Berlin Mitte Friedrichstraße, Berlin

    Mittwoch, 06. Juli 2022 , 09:00 - 17:30

    Zielgruppe
    Vorstände, Geschäftsführung, Vertreter der Ärzteschaft, betriebswirtschaftliches Controlling, Personalleiter, Personal-Controlling, Pflegedirektoren/innen, Entscheidungsträger der Krankenhäuser, der Industrie, im Reha-Bereich, der Krankenversicherungen usw.

    Einführung
    Im deutschen Gesundheitswesen setzt man nach wie vor stark auf die stationäre Leistungserbringung und auf die ambulant-stationäre Sektorengrenze. In den meisten Ländern findet dagegen die fachärztliche Versorgung sektorenfrei statt. In Deutschland ist die stationäre Behandlung für ein Krankenhaus jedoch wirtschaftlich interessanter als die ambulante. 

    Millionenfache Fehlbelegungsprüfungen durch den Medizinischen Dienst sind die Folge, die vielleicht wirklich schneller oder gleich ambulant hätten erbracht werden können.

    IGES-Gutachten zum AOP-Katalog ist da!

    Am 01. April wurden Vorschläge für die Erweiterung des Katalogs ambulant durchführbarer Operationen (AOP) veröffentlicht:
    Presse | Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V. (dkgev.de)
    Außerdem sollen laut Koalitionsvertrag sektorenübergreifende Vergütungsmodelle stärker in den Fokus rücken.

    Explizit werden erstmals auch sog. Hybrid-DRG genannt. Wird dann auch die Arbeit im Krankenhaus ambulanter? Was braucht es dafür und welche Anpassungen im Betrieb sind nötig? Und was bedeutet dies für die ambulante fachärztliche Versorgung?

    Unser Gesundheitsminister, Prof. Karl Lauterbach, will gerade die Sektorengrenzen abbauen und die digitale Vernetzung der Krankenhäuser entscheidend voranbringen.

  • G-BA

    Versorgungsforschung und medizinische Leitlinien: Innovationsausschuss veröffentlicht neue Förderbekanntmachungen

    28. Juni 2022

    Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat auf seiner Website drei neue Förderbekanntmachungen veröffentlicht.

    Interessierte können sich über eine themenspezifische oder eine themenoffene Bekanntmachung um Fördermittel für Versorgungsforschungsprojekte bewerben. Mit einer weiteren Förderbekanntmachung werden Projektverantwortliche gesucht, die in ausgewählten Themenfeldern medizinische Leitlinien entwickeln oder weiterentwickeln wollen.

    Quelle: Pressemeldung – g-ba.de
  • GMK

    Gesundheitsministerkonferenz: Digitalisierung beschleunigen - Für ein resilientes und zukunftsfestes Gesundheitswesen

    27. Juni 2022

    Nicht zuletzt durch die Erfahrungen der COVID-19-Pandemie steht das Gesundheitswesen vor einem Umbruch. Das deutsche Gesundheitswesen benötigt noch erhebliche Anstrengungen, um resilient und zukunftsfest zu werden. Die finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erfordern, das erhebliche wirtschaftliche Nutzenpotential der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu heben...

    Quelle: gmkonline.de
  • Prof. Heinz Lohmann nicht mehr Programmmacher des Managementkongresses KKR des Hauptstadtkongresses

    24. Juni 2022

    Für den Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann stehen nach 20 Jahren als Programmmacher des Managementkongresses KKR des Hauptstadtkongresses neue Bereiche im Fokus. „Es war eine spannende Zeit mit unendlich vielen und inspirierenden Begegnungen“, so Lohmann. „Künftig werde ich mich noch mehr als in der Vergangenheit auf die Verknüpfung der analogen und der digitalen Welt in der Sozialen Gesundheitswirtschaft konzentrieren."...

    Quelle: lohmannblog.com
  • CGM

    Einigkeit unter Mediziner:innen: Digitale Medizin ein Gewinn für die Versorgungsqualität

    23. Juni 2022

    Während der Corona-Pandemie kam es teilweise zwangsläufig zur digitalen Versorgung. Unter Mediziner:innen herrscht Einigkeit: Videosprechstunden und Telekonsilen verbessern die Versorgungsqualität...

    Quelle: cgm.com
  • PBOX

    Deutschen Krankenhäusern fehlt es an Effizienz

    22. Juni 2022

    Die Arbeitsabläufe in Krankenhäusern sind komplex und sollten wie ein Uhrwerk funktionieren. Die Betonung liegt auf sollten, denn oft ist der Alltag von Mehrarbeit, fehlender Übersicht und unsicherer Planung geprägt. Die Ursachen sind vielfältig, doch besonders der IT-Bereich wurde in den letzten Jahren von vielen Einrichtungen vernachlässigt. Und gerade hier könnte ein modernes IT-Service Management-System kostengünstig für starke Entlastung sorgen.

    Quelle: pressebox.de
  • Hochkarätige Interviewgäste aus dem Gesundheitswesen auf dem Alexianer-Stand beim Hauptstadtkongress 2022

    22. Juni 2022

    Vom 22. bis 24. Juni 2022 treffen sich die Entscheider aus Medizin und Gesundheitswirtschaft, Politik, Ärzte und Pflegende auf dem Hauptstadtkongress. Dort wird auch die Alexianer-Gruppe mit einem eigenen Kongressstand vertreten sein. „Im Fokus stehen für uns der Austausch mit Brancheninsidern und Stand-Talks mit prominenten Gästen, zudem möchten wir die Marke Alexianer einem großen Publikum präsentieren und bekannter werden“, so der Hauptgeschäftsführer der Alexianer GmbH, Karsten Honsel...

    Quelle: raphaelsklinik.de
  • E-Rezept Einführung: „Die Ärzte werden mit ihren Druckern abstimmen“

    22. Juni 2022

    Es ist wie ein einsamer Rufer in der Wüste: Nahezu alle Beteiligten stimmen das Hohelied auf E-Rezept und TI an, währenddessen wirkt Jochen Brüggemanns Analyse zur geplanten verpflichtenden Einführung der elektronischen Verschreibungen wie ein schriller Weckruf. Angesichts der gravierenden technischen Mängel und der fehlende Anreize für Ärzte und Apotheker, hält Brüggemann sogar ein komplettes Scheitern der Einführung für möglich, wie er im Interview ausführt...

    Quelle: deutsche Apotheker Zeitung
  • DKG

    Notfalldaten retten Leben: Speicherung von Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte bekannter machen

    22. Juni 2022

    Bei einem medizinischen Notfall muss es schnell gehen. Sind wichtige persönliche Informationen – etwa zu Allergien, Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten – auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert, kann das wichtige therapieentscheidende Hinweise geben. Leider wissen viele Menschen gar nicht, dass Notfalldaten auf der Karte gespeichert werden können. Nur 14 Prozent der gesetzlich Versicherten gaben im TI-Atlas 2021 an, hierüber informiert zu sein. Insgesamt wurden gemäß den der gematik vorliegenden Informationen bis Ende September 2021 knapp 500.000 Notfalldatensätze von niedergelassenen Vertragsärzten angelegt.

    Quelle: dkgev.de
  • Augustinum Klinik München: 500.000 Euro für neue Röntgengeräte

    22. Juni 2022

    Mit einer Investition von 500.000 Euro erneuert die Radiologie der Augustinum Klinik München ihre Röntgentechnik für ihre Patient*innen. Über mehrere Monate hinweg bis Ende 2022 wird gleich eine ganze Reihe neuer Röntgengeräte mit digitaler Detektortechnik in Betrieb genommen.

    Zwei mobile Röntgengeräte wurden bereits 2021 durch digitale Versionen ersetzt, Anfang 2022 ein Röntgenarbeitsplatz durch einen sogenannten C-Bogen erneuert. Dieser ist flexibel in verschiedenen Räumen der Augustinum Klinik einsetzbar. Mit seiner Hilfe werden unter anderem Untersuchungen an Galle und Bauchspeicheldrüse sowie Bronchoskopien durchgeführt. Zudem trägt er zu einer besseren Beleuchtung bei radiologischen Untersuchungen bei. „Unsere Patient*innen profitieren unter anderem davon, dass die neuen Geräte strahlungsärmer sind als ihre Vorgänger. Außerdem können durch die höhere Verfügbarkeit der Röntgenaufnahmen, die sofort an jedem PC-Arbeitsplatz einsehbar sind, schnellere Therapieentscheidungen getroffen werden“, erläutert Klinikleiter Ingo Rebmann.

    Quelle: Pressemeldung – augustinum-gruppe.de
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